„Ein Rücktritt wäre mehr als konsequent.“

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„Ein Rücktritt wäre mehr als konsequent," sagt Willi Mantel.

Am Mittwochnachmittag war Willi Mantel (71) bereits aufgebracht aus der Kanzlei des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Peter Lutz rausgestümt.

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Nachdem dort in einer Aufsichtsratssitzung beschlossen wurde, dass das Präsidium des TSV 1860 mit Rainer Beeck an der Spitze sowie die beiden Aufsichtsratsbosse (neben Lutz noch Christoph Öfele) trotz der peinlichen Investorenposse im Amt bleiben. „Ich bin mit meiner Meinung allein da gestanden“, schimpfte Aufsichtsrat Mantel, der nie ein Hehl daraus gemacht hatte, dass das Präsidium und die Chefs der Aufsichtsräte die Konsequenzen zu ziehen hätten, indem sie zurücktreten.

Diese Ansicht vertrat Mantel jetzt in einem Offenen Brief, den er auch an die Münchner Zeitungsredaktionen faxte. Dort allerdings ging es ihm nur noch um die Herren Beeck und Lutz, denen er schriftlich nahelegte: „Ein Rücktritt wäre mehr als konsequent.“

Mantel macht sie dafür verantwortlich, dass „die Medien voll von Hohn und Spott über das Durcheinander im Verein sind“. Tiefer könne das Ansehen des Vereins durch den entstandenen Schaden nicht mehr sinken.

Am Mittwoch hatte Dr. Lutz noch betont, dass beide Aufsichtsräte (der des e. V. und jener der KGaA) der Meinung waren, „dass es keine Lösung ist, wenn das Präsidium hinschmeißt“. Diese Entscheidung würde auch OB Christian Ude, der das bei der DFL eingereichte Vertragswerk öffentlich kritisiert hatte, als Aufsichtsratsmitglied mittragen. Willi Mantel sieht das offenbar nach wie vor ganz anders.

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TSV 1860: Die Köpfe hinter dem Löwen-Chaos

TSV 1860: Die Köpfe hinter dem Löwen-Chaos © 
Chaos-Tage bei den Löwen - manche Fans sprechen sogar schon verbittert von "Normalzustand" an der Grünwalder Straße. Welche Gesichter stecken eigentlich hinter dem ganzen Tohuwabohu? tz-online präsentiert die Köpfe hinter dem Chaos. © Sampics
Uli Hoeneß: Der Bayern-Manager äußert sich immer wieder zu den Vorgängen bei den Löwen, wenngleich er da "nur meine private Meinung" zum Besten gibt. Zunächst bezeichnete er den Schwarzer-Einstieg als "Anfang vom Ende" für die Löwen, dann gab er dem kleinen Nachbarn Tipps in Sachen Stadionfrage. Was er wohl davon hält, dass Miroslav Stevic im Amt bleiben darf? Wie auch immer: Uli Hoeneß wird sich auch weiter zu 1860 München äußern - rein privat natürlich... © Sampics
Nicolai Schwarzer: Mit der Hilfe des Investors aus Berlin sollte der Löwen-Aufstieg in die Bundesliga angegangen werden. Er sollte die Millionen bringen, satte sieben an der Zahl. Knapp eine Woche, nachdem der Deal als perfekt gemeldet wurde, dann der Rückschlag: Weil das Geschäft mit dem Investor in seiner Form nicht dem Regelwerk der DFL entsprach, legten die Löwen den Deal auf Eis. So zumindest die offizielle Version... © 
Rainer Beeck: “Nicolai Schwarzer ist ein seriöser Geschäftsmann. Mit dem Geld sind wir in der Lage, uns in den nächsten Transferperioden zu verstärken und den Aufstieg 2010 anzupeilen“, sagte Präsident Rainer Beeck kurz nach dem vermeintlichen Geschäftsabschluss mit dem Investor. Nach den Chaos-Tagen bei den Löwen blies Beeck jedoch der Gegenwind scharf ins Gesicht, so mancher forderte den Rücktritt des Präsidenten. Der asagt aber: “Es ist keine Lösung, den Verein jetzt ohne Kopf dastehen zu lassen." © Sampics
Christian Müller: Das Mitglied des DFL-Vorstands spielt im Löwen-Chaos auch keine unerhebliche Rolle. Müller war es, der im Namen der DFL erste Zweifel am Schwarzer-Deal äußerte. Kurz nach Bekanntgabe des Geschäfts sagte Müller: „Wir haben die Vertragsentwürfe seit zwei Tagen vorliegen und intensiv geprüft. In einigen Bereichen gibt es noch Klärungsbedarf." Die Fortsetzung ist bekannt... Interessant: Müller war bei der DFL einst Vorgesetzter von Markus Kern, dem jetztigen Geschäftsführer der Löwen. © dpa
Franz Maget: Der Vize-Präsident spielte nach Bekanntwerden des geplatzten Schwarzer-Deals eine etwas unglückliche Rolle, als er breit lächelnd mit fadenscheinigen Durchhalteparolen ("1860 wird nie untergehen") in diverse Fernseh-Kameras sprach. Doch auch Maget bleibt im Amt: "Wir denken nicht an Rücktritt. Wir werden aus der jetzigen Situation das Beste machen und die Schwierigkeiten gemeinsam lösen. Und zwar schnell", sagte Maget. © Sampics
Michael Hasenstab: Vize-Präsident Michael Hasenstab (r.) trieb, gemeinsam mit Präsident Beeck und Vize Maget, den Deal mit dem Investor an und gehört zu denjenigen, die den Abschluss vorschnell als perfekt meldeten. Hasenstab gestand immerhin den Fehler ein und sagte hinterher: "Die Pressemitteilung über das Nichtzustandekommen des Investorendeals war total unnötig". Manche Passagen in den Verträgen seien bewusst als Extremforderungen formuliert gewesen. Trotzdem darf er bleiben. Als Experte für Lizenzfragen ist er wichtig. © dpa
Markus Kern: Der Geschäftsführer gehörte neben Aufsichtsratschef Peter Lutz und Christian Ude zu denjenigen, die von Beginn an massive Zweifel an dem Investorendeal hatten. Kern war es auch, der den zunächst ahnungslosen Christian Ude telefonsich auf dessen Dienstreise in Istanbul über seine Zweifel am Schwarzer-Geschäft informierte. © 1860 München
Christian Ude: Ude hegte wie erwähnt sofort Zweifel an dem Deal und sagte hinterher: "Ich bin bestürzt über den Ablauf der Dinge". In der tz kommentierte das Aufsichtsratmitglied die Geschehnisse folgendermaßen: "Dilettantisch? Das lasse ich jetzt mal so im Raum stehen..." © Sampics
Peter Lutz: In der Kanzlei von Aufsichtsratschef Peter Lutz in der Brienner Straße fand am Mittwoch, 11. Februar, eine viereinhalbstündige Aufsichtsratssitzung statt, an deren Ende... © Sampics
Manfred Stoffers: Manfred Stoffers als neuer Geschäftsführer präsentiert wurde. Der 55-Jährige war früher Geschäftsführer des ehemaligen Löwen-Hauptsponsors Festina und soll an der Grünwalder Straße die Weichen für eine bessere Zukunft stellen. Sein Aufgabengebiet beschreibt Stoffers folgendermaßen: „Ich bin für K & K zuständig. Für Klinkenputzen bei Sponsoren und auf den Knien rutschen vor unserer Kundschaft, den Fans.“ © dpa
Karsten Wettberg: Aufsichtsratmitglied Karsten Wettberg war derjenige, der stolz bekanntgab, dass bei den Löwen weiter mit Sportdirektor Miki Stevic gearbeitet werden soll. "Das Einzige was zählt: Sportlich bleibt alles so, wie es ist". Ein bisserl erfolgreicher darf's dann aber doch laufen. © Sampics
Miki Stevic: Über den neuen Sportdirektor sagt Geschäftsführer Stoffers: „Stevic ist mehr wert als zwölfsiebenundreißig Mentalcoaches. Er trägt dazu bei, dass die Mannschaft wieder Chilifußball spielt.“ Im "kicker" sagte Stevic, dass das Ziel auch ohne die Millionen weiterhin der Aufstieg sei. © Sampics
Stefan Reuter: Der ehemalige Geschäftsführer wollte das Geschäft mit Schwarzer nicht mitmachen und ging bzw. wurde gegangen. Ob Reuter wohl ahnte, was sich da noch für ein Gewitter über der Grünwalder Straße zusammenbrauen würde? © Sampics
Marco Kurz: Böse gesagt: Für den zuletzt so in die Schusslinie geratenen Trainer kam das Löwen-Chaos um den Schwarzer-Deal gerade zur rechten Zeit. Wer spricht denn derzeit von der sportlichen Krise, aus der sich die Mannschaft durch das starke 2:2 in Mainz freilich selbst schon ein wenig gespielt hat...? © Sampics
Sechzger und Sechzgerl: Welche Meinung die beiden Maskottchen Sechzger und Sechzgerl zu dem ganzen Theater haben, ist nicht bekannt. Fest steht nur eines: Beim Heimspiel am Sonntag gegen Ahlen werden die beiden Löwen wieder gutgelaunt durch die Allianz Arena spazieren. © fishing4

Quelle: tz

Quelle: tz

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