Ziel ist die 2. Liga mit Sechzig

Rückkehrer Bekiroglu: Dieser Ex-Löwe hat ihm zum Wechsel gratuliert

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Endlich wieder in Blau unterwegs: Nach zehn Jahen streift Efkan Bekiroglu wieder das Löwen-Trikot über.

Efkan Bekiroglu ist zurück beim den Löwen. Der Offensivspieler will sich mit der 3. Liga aber nicht begnügen. Auch ein ehemaliger Blauer freut sich für ihn.

München - Vor zehn Jahren wurde Efkan Bekiroglu bei den Löwen aussortiert. „Damals in der U 12 hieß es, ich sei zu langsam“, erinnert sich der Deutsch-Türke und grinst. „Gesagt hat mir das der Herr Jung.“ Eben jener Jürgen Jung, der als 1860- Chefscout vor einem halben Jahr Kontakt zu Bekiroglus Vater aufnahm, um die Rückkehr des verlorenen Sohnes vorzubereiten.

Kuriose Geschichte mit vorläufigem Happy End. Was im Winter nicht klappte („Augsburg II brauchte mich im Abstiegskampf“), hat Bekiroglu seit einer Woche Schwarz auf Weiß. Er ist ein Löwe mit Dreijahres-Vertrag und einem klaren Ziel: „Ich will mich etablieren und am besten Stammspieler werden. Bei 1860 kann man auch Zweite Liga spielen.“ Vielleicht sogar noch mehr?

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Training mit Augsburgs Erstliga-Mannschaft

Wer weiß. Das Training habe jedenfalls schon mal Bundesligaformat, sagt Bekiroglu. Er muss es wissen. Schließlich trainierte er das letzte halbe Jahr bei den Augsburger Erstliga-Profis mit. „Daniel Baier hat mir gratuliert, als es jetzt mit Sechzig geklappt hat“, sagt er. Angeblich soll keine Ironie mit im Spiel gewesen sein.

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Die Voraussetzungen für einen überdurchschnittlichen Drittliga-Zehner bringt Bekirolgu mit. Seine feine Technik eignete er sich auf Karlsfelder Straßen und Bolzplätzen an, dazu kommen Mannschaftsdienlichkeit und ein natürlicher Drang zum Tor. Elf Treffer bereitete der gebürtige Dachauer in der vergangenen Regionalliga-Saison vor, zehn steuerte er selbst bei, darunter zwei Stück beim 3:2 der Augsburger gegen Sechzig im Oktober 2017. Direkt nach diesem Spiel habe Jung angerufen, verrät Bekiroglu.

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Pech mit Krankheit und Verletzung

Warum der Traum von der Bundesliga beim FC Augsburg nicht in Erfüllung gegangen sei? Nach dem Wechsel von Bayernligist FC Unterföhring zu den Schwaben habe ihn das Pfeiffersche Drüsenfieber außer Gefecht gesetzt, erzählt Bekiroglu. In der zweiten Saison beim FCA plagte ihn eine Schambeinentzündung, im dritten Jahr war kein Vorbeikommen an den Stars Ja-Cheol Koo und Michael Gregoritsch.

Bei den Löwen ist die Konkurrenzsituation übersichtlicher. Timo Gebhart und Michael Görlitz sind verabschiedet, Markus Ziereis’ Stärken liegen eher an vorderster Front. Alles bereit also für Bekiroglu, der Mesut Özil („Ganz klug war die Erdogan-Aktion nicht…“) und James Rodriguez als sportliche Vorbilder angibt. Auch Berkant Göktan habe ihm auf dem Platz imponiert: „Ich habe ihm als Jugendspieler oft beim Training zugesehen und war auch im Stadion. Was er gespielt hat, war schon außergewöhnlich.“ Dummerweise war Göktan in freier Wildbahn bekanntlich nicht ganz so sicher unterwegs.

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Wohnung in Nähe des Trainingsgeländes

Bei Bekiroglu stehen die Chancen besser. Der „eher ruhige Typ“ (Selbstbeschreibung) hat ein Sportmanagement-Studium an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning aufgenommen, am 1. Juli wird er eine Wohnung unweit des Trainingsgeländes beziehen. „Die ist so nah, da brauch ich nicht mal die Trambahn.“

Auch ein (selbstverständlich streng geheimer) Abstecher zum James-Training an die Säbener Straße sollte sich arrangieren lassen.

In unserer Übersicht haben wir alle Termine in der Sommervorbereitung der Löwen aufgelistet.

Ludwig Krammer

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