Die Saison-Vorbereitung läuft

Daniel Bierofka nach dem Testspiel-Sieg: „Das muss besser werden“

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Daniel Bierofka. 

Daniel Bierofka mahnt nach dem Testspiel-Erfolg seiner Mannschaft gegen SE Freising die Chancenverwertung an. Zudem spricht er über die Torwart-Frage, seine Vertragsverlängerung und Pyrotechnik. 

Freising - Das zweite Jahr in Folge gastierte der TSV 1860 München diesen Samstag zum Testspiel beim SE Freising. Mit Stefan Lex, Quirin Moll und Adriano Grimaldi standen gleich drei Neuzugänge in der Startelf der Löwen. Nachdem 1860 nach schwachen ersten 45. Minuten gegen den Landesligisten zur Halbzeit mit 0:2 hinten lag, steigerte sich die Mannschaft von Daniel Bierofka in der zweiten Halbzeit und bog das Spiel noch zu ihren Gunsten um. Durch ein Tor von Nico Karger und einem Doppelpack von Sascha Mölders siegten die Löwen mit 3:2. Hier finden Sie die Partie im Live-Ticker zum Nachlesen.

Nach Abpfiff äußerte sich Trainer Bierofka zum Spiel und zeigte sich unzufrieden mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft, es hätte an grundlegenden Dingen gemangelt. 

„In der ersten Halbzeit war ich einfach mit der Einstellung nicht zufrieden, da waren wir zu locker, hatten zu wenig Tempo, zu wenig Intensität. Aber wie gesagt, dass war jetzt die erste Woche, da waren viele Spieler dabei, die die Intensität von unserem Training nicht gewohnt sind, die kommen einfach woanders her, da wird nicht so hart trainiert, auch nicht so oft“, so Bierofka. 

Schwachpunkt Chancenauswertung

Positiv sei hingegen die zweite Hälfte gewesen, hier hätte man gesehen, dass mehr Spieler auf dem Platz gestanden seien, die bereits in der letzten Saison im Verein waren und mit den Automatismen vertraut seien. Es sei eben normal, dass es eine gewissen Zeit brauche, bis die neuen Spieler in das Team integriert seien, dies sei ein Prozess von Wochen. „Bei Herbert Paul und Stefan Lex zum Beispiel haben die Abläufe natürlich noch gefehlt. Aber das ist ein Prozess, das kriegen wir schon hin."

Dennoch könne man aus dem Spiel Schlüsse ziehen. „Was ganz klar besser werden muss, ist die Chancenverwertung. In der zweiten Halbzeit war‘s in Ordnung, da haben wir gut gespielt, drei Tore geschossen, hätten aber fünf bis sechs schießen müssen“, kritisierte der Coach.  

Keine Klausel im Vertrag

In der Torwartfrage gebe es noch keine Tendenz: Der Zweikampf zwischen Marco Hiller und Hendrik Bonmann sei noch nicht entschieden, sei Stand jetzt eine „50:50“-Entscheidung. Auch zu seiner Vertragsverlängerung äußerte sich der 39-Jährige: „Ich bin davon ausgegangen, dass wenn meine Arbeit gut ist, dass dann der Verein auf mich zukommt. So war‘s dann auch, bis dann die letzten Sachen geklärt waren, hat es noch bisschen gedauert, aber jetzt bin ich froh, dass das erstmal durch ist. Jetzt muss ich mich darum nicht mehr kümmern, darüber nicht mehr nachdenken.“ Eine Ausstiegsklausel sei in dem Vertragswerk nicht verankert.

Bierofka lobt Fans ausdrücklich - und mahnt

Außerdem kommentierte Bierofka die 20.000 Euro Strafe durch den DFB. Anhänger der Löwen hatten Ende Mai mehrfach Bengalische Feuer und Rauchtöpfe gezündet. 

„Im Hinspiel war‘s etwas unglücklich, weil wir ja auch ein Mann mehr waren und dann auch aus dem Rhythmus bisschen rausgekommen sind. 20.000 Euro tun uns immens weh, vielleicht sollte man sich dann nochmal zusammensetzen mit den Jungs.“ Die Fans „unterstützen uns hervorragend, das soll jetzt keine Kritik sein, wir müssen froh sein, dass wir solche Fans haben, aber sie müssen halt schon verstehen, dass uns sowas am Ende des Tages auch weh tut“, mahnte Bierofka. 

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