Löwen mit Verletzungssorgen vor entscheidendem Restprogramm

Bierofkas Appell vor Zwickau-Spiel: „Brauchen die Unterstützung der Fans“

Nicht im Löwenblues versinken: Auch Efkan Bekiroglu hadert mit der Situation der Sechziger.
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Nicht im Löwenblues versinken: Auch Efkan Bekiroglu hadert mit der Situation der Sechziger .

Zwickau, Fortuna Köln, Carl-Zeiss Jena – so lautet das Restprogramm des TSV 1860 in der Dritten Liga. Am heutigen Samstag treten die Löwen bei den nur noch theoretisch abstiegsgefährdeten Sachsen zum ersten „Matchball“-Spiel an, wie es 1860- Sportchef Günther Gorenzel jüngst formulierte.

Ein Auswärtssieg, und alles bange blaue Rechnen hätte sich erledigt. Hätte . . .

Dumm nur, dass „Sieg“ und „Sechzig“ derzeit nur als Gegensatz-Paar in einen glaubwürdigen Satz passen. Nach vier Niederlagen ohne eigenen Torerfolg in der Liga und dem Totopokal-Aus beim Regionalligisten Aschaffenburg ist Selbstvertrauen zum Fremdwort geworden in Giesing. Auch Trainer Daniel Bierofka platzte ob der unterirdischen Anfangsphase am Untermain der Kragen, als er die Leistung seines Teams als „bodenlos“ geißelte.

Inzwischen ist der Ärger verflogen, Bierofka appelliert an den Zusammenhalt im Angesicht des weiterhin drohenden Absturzes. „Negative Emotionen bringen in unserer Situation nichts“, sagt der Coach. „Wir brauchen die Unterstützung der Fans. Schließlich sind das die Jungs, die letztes Jahr den Karren aus dem Dreck gezogen haben. Wenn wir 4:0 oder 5:0 führen, bringt die Unterstützung nichts. Wir brauchen sie jetzt, wo es nicht läuft.“

Personell kommen die Löwen auf der Felge daher. Für Stefan Lex (Knöchelverletzung) ist die Saison definitiv vorbei, Herbert Paul fehlt gelb-rot-gesperrt. Auch Nico Karger (Adduktorenprobleme) muss passen. Hoffnung besteht indes bei Sascha Mölders (Knochenödem), der es mit Schmerzmitteln probieren will.

Bierofkas Rezept gegen die kampfstarken Zwickauer: „Wir müssen dagegenhalten, die zweiten Bälle und Zweikämpfe gewinnen sowie die Stürmer König und Lauberbach in Schach halten.“ Und ganz wichtig: „Wir dürfen nicht in einen Jammermodus verfallen.“

Der Löwenblues – er soll den Fans vorbehalten bleiben.

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