„Bierofka ist ein echter Typ“

Biero verpasst Löwen-Auftakt - Trainerausbilder: So läuft die Schulung ab

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Trainerausbilder Daniel Niedzkowski. 

Trainerausbilder Daniel Niedzkowski wird Daniel Bierofka ab Montag in Hennef schulen. Deswegen ist der Coach beim Trainingsauftakt des TSV 1860 München nicht dabei. 

München - Am Montag starten die Löwen mit dem Laktattest in die Drittliga-Vorbereitung. Daniel Bierofka wird nicht mit dabei sein. Für den Aufstiegstrainer beginnt morgens um halb neun in der Sportschule Hennef bei Bonn die Ausbildung zum Fußballlehrer. Seine prominentesten Mitschüler: Die Ex-Nationalspieler Patrick Helmes und Andreas Hinkel. Was Bierofka beim Lehrgang erwartet, darüber sprach die tz mit Chefausbilder Daniel Niedzkowski (41), der den Kurs als Nachfolger von Frank Wormuth erstmals leitet.

Herr Niedzkowski, ist es ein Vorteil oder ein Nachteil, dass die ersten Wochen des Lehrgangs von der WM begleitet werden?

Niedzkowski: Sicher kein Nachteil. Es wird viel aktuellen Diskussionsstoff geben, die großen Spiele schauen wir zusammen. Vom Zeitplan her beeinträchtigt uns die WM nicht.

Gibt es wesentliche Veränderungen im Lehrplan?

Niedzkowski: Wir haben neue Inhalte im Programm, werden vor allem das Thema Monitoring verstärkt umsetzen.

Bedeutet konkret?

Niedzkowski: Dass wir auch zu den Trainern in die Vereine kommen, um die genauen Arbeitsumstände besser beurteilen zu können. Ein sehr wichtiger Aspekt.

In jüngster Zeit ist die Kritik immer lauter geworden, dass in der Bundesliga zu wenige Mannschaften einen Spielstil mit statt gegen den Ball pflegten. Beeinflusst Sie das in Ihrer Arbeit?

Niedzkowski: Diese Kritik registrieren und thematisieren wir natürlich. Grundsätzlich ist unser Ansatz Erfolgsorientierung statt Misserfolgsvermeidung, Positives zu gestalten, statt nur Negatives zu verhindern. Das erfordert Mut und Geduld. Aber am Ende ist es jedem Trainer selbst überlassen, wie er spielen lässt. Das ist immer auch eine Frage der personellen Möglichkeiten.

Wie gut kennen Sie Daniel ­Bierofka?

Niedzkowski: Ich habe ihn bei der Eignungsprüfung im April kennengelernt. Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht, erkennt viel im Spiel, coacht leidenschaftlich – das ist ein echter Typ, der auch schon einiges erlebt hat bei 1860.

Gibt es für Lehrgangsteilnehmer, die aktuell als Profitrainer arbeiten, mehr Flexibilität im Terminplan?

Niedzkowski: In einem kleinen Rahmen. Natürlich ist es nicht einfach, von Sonntag bis Mittwoch weg von seiner Mannschaft zu sein, aber da müssen die Teilnehmer durch. Es ist machbar, und wir versuchen natürlich immer, gemeinsam eine Lösung im Interesse des Trainers zu finden.

Können Sie uns verraten, wie der erste Tag ablaufen wird?

Niedzkowski: Klar. Es wird einen Überblick geben, danach geht’s direkt los mit dem Thema Präsentation. Jeder Teilnahmer wird gefilmt und bekommt ein Feedback. Am Nachmittag steht Vertragsrecht auf dem Programm. Und am Abend grillen wir und schauen Tunesien gegen England.

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Interview: Ludwig Krammer

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