FC Bayern lässt OB Ude abblitzen

OB Christian Ude will sich für den TSV 1860 einsetzen
+
OB Christian Ude will sich für den TSV 1860 einsetzen

München - Ist das Thema Olympiastadion ganz schnell wieder vom Tisch? Nach dem Vorschlag von OB Christian Ude stellt sich der FC Bayern quer. Und: Wollen die Löwen überhaupt ins Oly?

Lesen Sie dazu:

Stoffers: "Wir müssen investieren - und zwar nicht zu knapp"

Freunde des Sechz'ger Stadions und Bayern-Bosse äußern

1860 ins Olympiastadion? Was OB Ude sagt

"Das Stadion-Thema ist so öde wie ein Heimspiel von 1860"

Nachdem Oberbürgermeister Christian Ude dem TSV 1860 vorgeschlagen hat, künftig wieder unterm Zeltdach am Oberwiesenfeld zu spielen – aber dafür auch eine feste Zusage noch im April erwartet – kommen ihm die Bayern in die Quere. Denn: Voraussetzung für einen Auszug aus der Arena wäre u.a., dass der TSV 1860 sich vorher mit dem roten Vermieter über die Konditionen über einen Auszug aus der Arena einigt. Dazu allerdings sind die Bayern nicht bereit. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erklärte am Donnerstag in Manchester gegenüber der tz: „Wir setzen uns nicht mit 1860 an einen Tisch. Es gibt keine Gespräche mit 1860, so lange die juristische Sache nicht geklärt ist.“ Und dieser Prozess, in dem es um die Catering-Kosten in der Allianz Arena geht, findet erst am 14. Juli statt… Aber wollen die Löwen überhaupt ins Oly? Die tz fragte nach:

Die Löwen im Olympiastadion - so war es damals

Werfen Sie hier einen Blick zurück auf die Zeit, in der die Löwen im Olympiastadion kickten. Wir haben die schönsten Bilder für Sie zusammengestellt. © dpa/getty
Zuletzt spielten die Löwen ... © dpa/getty
... zwischen 1995 und 2005 in der 1972 erbauten Betonschüssel. © dpa/getty
Die Jahre im Olympiastadion ... © dpa/getty
... waren mehr oder minder erfolgreich ... © dpa/getty
Immerhin spielte man dort ... © dpa/getty
... auch die tolle Saison 1999/2000, als man ... © dpa/getty
...auch dank der Tore von Martin Max ... © dpa/getty
... Platz 4 in der Bundesliga und somit die Qualifikation zur Champions League erreichte. © dpa/getty
Die beiden Löwen-Könige im Olympiastadion: Werner Lorant (l.) und Karl-Heinz Wildmoser. © dpa/getty
Die Tribünen des Olympiastadions erlebten Werner Lorant lachend ... © dpa/getty
... wütend ... © dpa/getty
... rasend ... © dpa/getty
... rauchend ... © dpa/getty
... fröhlich ... © dpa/getty
... verzweifelt ... © dpa/getty
... enttäuscht ... © dpa/getty
... tröstend ... © dpa/getty
... und immer hundertprozentig konzentriert. © dpa/getty
Die Duelle gegen den FC Bayern ... © dpa/getty
... waren immer von besonderer Brisanz ... © dpa/getty
Oftmals ging es heiß her zwischen den beiden Teams. © dpa/getty
Meistens hatten die Bayern das sportlich bessere Ende für sich. © dpa/getty
Nicht aber am 13. Spieltag der Saison 1999/2000, als Thomas Riedl den entscheidenden Treffer beim 1:0-Sieg gegen die Roten erzielte. © Getty
Freundschaftliche Bande zwischen Oliver Kahn und Werner Lorant. © dpa/getty
Auch Erik Mykland spielte im Olympiastadion auf. © dpa/getty
Das Olympiastadion war nie besonders beliebt bei den Löwen-Fans, manche wussten aber trotzdem zu feiern. © dpa/getty
Torhüter Daniel Hoffmanns "Zeitarbeit" bei den Löwen dauerte von 1997 bis 2001. © dpa/getty
Großer Löwen-Fan: Der ehemalige Finanzminister Theo Waigel. © dpa/getty
Löwen-Jubel I. © dpa/getty
Löwen-Jubel II. © dpa/getty
Löwen-Jubel III. © dpa/getty
Auch internationale Prominenz ließ sich bei Spielen gegen die Löwen im Olympiastadion blicken. Hier der ehemalige Trainer von Newcastle United, der mittlerweile verstorbene Sir Bobby Robson. © dpa/getty
Die Löwen trafen im Halbfinale des UI-Cups 2001/2002 auf die Engländer. © dpa/getty
Und schieden aus (2:3 und 1:3). © dpa/getty
Ein Löwen-Urgestein: Daniel Borimirow. © dpa/getty
Auch Bernhard Trares (Mite) gilt als eine Legende der Löwen. © dpa/getty
Nicht selten bot der Anblick des Olympiastadions bei Löwen-Spielen aber auch Tristesse. © dpa/getty
Roman Tyce im Laufduell mit Bayerns Sebastian Deisler. © dpa/getty
Auch ein wichtiger Spieler in der Olympiastadion-Ära der Löwen: Thomas Häßler. © dpa/getty
Torben Hoffmann (r.) kickte auch schon im Olympiastadion für doe Löwen. © dpa/getty
Ein Trainer kann der einsamste Mensch auf Erden sein, wie hier Falko Götz. © dpa/getty
Unter Götz ... © dpa/getty
... gerieten die Löwen in der Saison 2003/2004 auf die falsche Spur beziehungsweise in den Abstiegsstrudel. © dpa/getty
Der Tiefpunkt: Francis Kioyos verschossener Elfmeter im Heimspiel gegen Hertha BSC. Der Abstieg war besiegelt. © dpa/getty
Trauernde Löwen-Fans ... © dpa/getty
... die in der 2. Bundesliga wenigstens das ungeliebte Olympiastadion verlassen und wieder im Grünwalder Stadion jubeln durften. © dpa/getty
Jetzt gibt es Erwägungen, wieder ins Olympiastadion zurückzukehren, weil so mancher sich nicht mit der Allianz Arena anfreunden mag. Wo werden die Löwen ihre sportliche Heimat finden? © dpa/getty

Andi Kern (Fanclub Holledauer Löwen): Vom Finanziellen her wäre das Oly sicher besser, aber von der Stimmung her schlechter. Aber wenn es sein muss, dann halt als Übergangslösung, aber sicher nicht für alle Ewigkeit. Denn dort sterben wir dann den langsamen Tod. Ich fand es auch schon lächerlich, dass wir, als der Verein das Rückkaufsrecht für die Arena für zwei Millionen abgegeben hat, nicht über die Mietkosten nachverhandelt haben. Aber mir ist auch noch ein anderer Punkt wichtig. So, wie die Mannschaft sich präsentiert, spielt sie doch bei jeder Partie 1000 Zuschauer raus. Egal in welchem Stadion.

Lothar Langer (Fanprojekt 1860): Aus dem Bauch heraus bin ich für’s Olympiastadion. Viele Löwen-Fans sagen, dass dort eine bessere Stimmung herrscht. Und das Thema Allianz Arena muss beendet werden, weil wir dort finanziell vor die Hunde gehen. Dann bin ich lieber in einem halbleeren Olympiastadion, wo wir auch ums Überleben kämpfen, aber zu besseren finanziellen Konditionen…

Roman Beer (Vorstand der „Freunde des Sechz’ger Stadions e. V.): Es ist nun klar, dass das Anliegen der Stadionprojektgruppe für einen profitauglichen Umbau des Grünwalder Stadions bei der Stadtspitze nie eine Chance gehabt hat. Zwei Wochen nach dem Scheitern der Umbaupläne, das unter anderem mit den fehlenden Zusagen des FC Bayern begründet worden war, die Löwen aus der Arena zu entlassen, reicht dem OB auf einmal eine mündliche Absichtserklärung für diesen Sachverhalt. Das riecht nach einem abgekarteten Spiel.

Gerald Aßner (Magic Kneißl Fan Club): Der TSV 1860 muss ins Olympiastadion umziehen! Der Verein hätte den Vorteil, eine deutlich niedrigere Stadionmiete zahlen zu müssen und hätte wieder mehr Geld für die Mannschaft zur Verfügung. Es ist vielleicht die einzige Chance, eine Pleite zu vermeiden.

cm, ta

Quelle: tz

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare