„Kann ich nicht machen“

1860-Wechsel? Werner winkt ab - das ist der Grund

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Tobias Werner (M.) hat dem TSV 1860 München eine Absage erteilt.

Wäre Tobias Werner einer für 1860? Bei Stuttgart scheint man jedenfalls keinen großen Wert mehr auf seine Dienste zu legen. Allerdings gibt es einen triftigen Grund für den ehemaligen Augsburger, sich nicht den Löwen anzuschließen.

Augsburg - Tobias Werner, langjähriger Augsburger Spieler und für viele Fuggerstädter "Fußballgott", bleibt seiner alten Liebe treu - und das, obwohl er seit zwei Jahren nicht mehr für den FCA aufläuft. 2016 wechselte Werner nach acht erfolgreichen Jahren in Augsburg zum VfB Stuttgart, der ihn nach einer Saison zum Bundesliga-Aufsteiger aus Nürnberg verlieh. In diesem Sommer kehrt Werner zum VfB zurück, sein Vertrag in Stuttgart läuft noch ein Jahr, bei einem entsprechenden Angebot darf er den Klub verlassen. 

Unter den Interessenten: Der TSV 1860 München. Die Löwen sind auf den Außen zwar gut besetzt, bei der Verfügbarkeit eines Spielers der Klasse Werners, würde man, sollten die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen, aber vermutlich dennoch zuschlagen wollen

Dazu wird es im Falle Werner allerdings nicht kommen - und das liegt an der ideellen Verbindung des Spielers mit seinem ehemaligen Arbeitgeber aus Augsburg. Werner betonte immer, dass der FCA sein Herzensverein sei und bleibe. Wer dies für die obligatorischen Abschieds-Phrasen eines von dannen ziehenden Fußballers hielt und dem Bekenntnis des 32-Jährigen nicht traute, bekommt von Werner nun den ultimativen Liebesbeweis geliefert.

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Werner sagt gleich zwei Klubs ab

Dem kick er verriet Werner, dass sich die beiden Drittliga-Traditionsklubs Kaiserslautern und 1860 München nach ihm erkundigt hätten. Ein Wechsel in die Pfalz sei aufgrund seiner Familie, die noch immer in Augsburg lebt, nie in Frage gekommen. Und die Löwen? Aus geographischen Gesichtspunkten wäre dies doch ein verlockendes Angebot, oder?

Die Verbundenheit Werners mit den Augsburgern lässt einen Wechsel aber nicht zu: „Geht nicht. Kann ich als Augsburger nicht machen", so die knappe Absage des flinken Linksaußens. Schließlich ist die Beziehung zwischen Löwen und Augsburgern schwierig, Nachbarn mögen sich nun mal nicht.

Dies wurde zuletzt noch einmal deutlich sichtbar, als die Löwen in der vergangenen Saison beim FC Augsburg II gastiert hatte. Die Partie war von der Polizei als Risikospiel eingestuft worden, es kam zu zahlreichen Festnahmen. Mit Tim Riedler ist auch ein weiterer Spieler-Wechsel vom FCA zum TSV 1860 geplatzt

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