Corona-Pandemie

Einreise-Beschränkungen der USA auf unbestimmte Zeit verlängert – Biden-Regierung verschärft Maßnahmen

Die Freiheitsstatue in New York.
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Für Reisende aus Europa gilt seit ungefähr zehn Monaten ein Einreise-Verbot in die USA.

Seit März 2020 besteht ein Einreiseverbot für Deutsche in die USA. Bidens Regierung verschärft die Regeln zudem – Kommt jetzt auch die Quarantänepflicht?

US-Regierung unter Biden verlängert Einreise-Maßnahmen – und verschärft an vielen Stellen

Update vom 26. Januar: Die US-Regierung unter Joe Biden hat mittlerweile verschiedenste Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeleitet. Einige davon betreffen auch die Regeln zur Einreise. Der Präsident erneuert den Einreise-Stopp für fast alle Nicht-Staatsangehörigen, die innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in Brasilien, Großbritannien, Irland und 26 Ländern des Schengen-Raums unterwegs waren – darunter auch Deutschland. Ausnahmen gelten weiterhin nur für US-Staatsbürger, Greencard-Inhaber, enge Verwandte von US-Bürgern oder Greencard-Inhabern sowie Diplomaten oder Mitarbeiter internationaler Organisationen. Touristische Reisen sind explizit nicht erlaubt. Zudem wurde kein Enddatum für die Maßnahmen genannt.

Auch Südafrika wurde nun der Liste an Ländern hinzugefügt, für die ein Einreise-Stopp gilt: „Wir fügen Südafrika aufgrund der Virusmutation, die sich bereits in Ländern außerhalb Südafrikas ausgebreitet hat, der Liste an Ländern mit Einschränkungen hinzu“, sagte Dr. Anna Schuchat von der US-Behörde Centers for Disease Control and Prevention laut der Nachrichtenagentur Reuters. Mit diesen Maßnahmen sollen nicht nur amerikanische Staatsbürger geschützt, sondern auch ein erschwerter Verlauf der weltweiten Pandemie verhindert werden.

Für diejenigen Reisenden, die noch in die USA einreisen dürfen, gilt eine Corona-Testpflicht. Hiervon gibt es keine Ausnahmen. Zudem schreibt der Staat nun eine Maskenpflicht auf allen Flügen in die USA sowie innerhalb der USA vor. Die Fluggesellschaften hatte diese Regel aber schon zuvor selbstständig eingeführt.

Über eine verpflichtende Quarantäne diskutieren die Behörden allerdings noch. Aktuell empfiehlt die CDC den Reiserückkehrern zwar, dass sie sich für sieben Tage isolieren sollten, doch eine Pflicht dazu besteht nicht.

Trump lockert Corona-Regeln für Reisende aus Europa – Biden nimmt sie sofort zurück

Update vom 19. Januar 2021: Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten wollte Donald Trump das Einreise-Verbot für internationale Reisende aus Großbritannien, Irland und einen Großteil der EU sowie Brasilien aufheben. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die Länder, in denen aktuell die Coronavirus-Mutationen wüten. Trump unterzeichnete die Verordnung, die auf whitehouse.gov veröffentlicht wurde, sodass die neue Regelung am 26. Januar in Kraft tritt. Einreisende sollen demnach einen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über eine überstandene Covid-19-Erkrankung vorlegen.

Eine Sprecherin des künftigen Präsidenten, Jen Psaki, erklärte jedoch kurz darauf auf Twitter, dass diese Verordnung nach Joe Bidens Amtsantritt sofort zurückgenommen werden würde. „Da sich die Pandemie verschlimmert und weitere ansteckende Varianten auf der ganzen Welt auftauchen, ist dies nicht der richtige Zeitpunkt, um Einschränkungen für internationale Reisen aufzuheben“, so Psaki. „Auf Anraten unseres medizinischen Teams beabsichtigt die Verwaltung nicht, diese Einschränkungen am 26.01. aufzuheben. Vielmehr planen wir, die öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen rund um internationale Reisen zu verstärken, um die Ausbreitung von COVID-19 weiter einzudämmen.“

USA verändert Einreise-Regeln – Wann sind Reisende aus Europa wieder erlaubt?

Originalmeldung vom 15. Januar 2021: Die USA passen demnächst ihre Einreisebestimmungen an: Ab dem 26. Januar ist ein negativer Corona-Test vor dem Abflug zwingend notwendig. Bisher war es Reisenden erlaubt, ohne Quarantäne* oder Test in die Vereinigten Staaten einzureisen. Das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat die entsprechende Maßnahme in einer Mitteilung verkündet – zuvor berichtete bereits das Wall Street Journal von den Plänen.

USA-Reisen 2021: Dürfen Europäer trotz Corona bald wieder einreisen?

Die neuen Maßnahmen scheinen deutsche Reisende vorerst aber nicht zu betreffen. Seit März 2020 besteht ein Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in die USA in Deutschland oder einem anderen Land des Schengen Raums aufgehalten haben. Reisende aus Brasilien oder China sind ebenso wenig erlaubt. Nur für US-Staatsbürger, Greencard-Inhaber, enge Verwandte von US-Bürgern oder Greencard-Inhabern sowie Diplomaten oder Mitarbeiter internationaler Organisationen gelten aktuell Ausnahmen, wenn sie aus europäischen Ländern einreisen.

Für diejenigen Reisenden, die erlaubt sind, galten lange Zeit keine Einschränkungen: Das soll sich mit der Testpflicht nun ändern. Erlaubt sind nur virale Tests, also PCR-Tests. Schnelltests gehören nicht dazu. Sie dürfen maximal 72 Stunden vor dem Flug vorgenommen werden. An Bord wird das Dokument dann von den Fluggesellschaften überprüft. Wer den negativen Test nicht vorweisen kann, darf vom Flug ausgeschlossen werden. Zudem rät das CDC, dass sich Reisende drei bis fünf Tage nach der Ankunft erneut testen lassen sowie sieben Tage in Selbstisolation verbringen sollten. Hierbei handelt es sich jedoch nur um Empfehlungen und nicht um verpflichtende Maßnahmen.

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Die Testpflicht gibt Europäern nun Hoffnung, dass die Einreise-Bedingungen gelockert werden können. Davon ist beim CDC aktuell aber noch nicht die Rede. Im Schnitt sind die Corona-Fallzahlen in den USA jedoch deutlich höher als in Europa – weshalb das Einreiseverbot nach wie vor sehr streng erscheint. Es bleibt abzuwarten, ob die Neuerung bei der Einreise letztendlich zu Lockerungen führen wird. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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