Reiseziele 2020

Neben Bodensee, Ostsee und Nordsee: Zu diesen überraschenden Destinationen zieht es Deutsche dieses Jahr

Abenddämmerung in Parey /Havelaue.
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Viele Deutsche hat es 2020 in die Idylle gezogen.

Viele Deutsche hat es in diesem Jahr an die Ostsee, Nordsee oder den Bodensee gezogen. Doch auch andere, eher unscheinbarere Destinationen sind heiß begehrt.

Ostsee statt Karibik, Camping statt Fernreise und Hausboot statt Kreuzfahrtschiff – aufgrund von Covid-19 fiel der Urlaub in diesem Jahr meist anders aus als ursprünglich geplant*. Dennoch ging die Reiselust nicht verloren: Rund 65 Prozent der Deutschen verreisen trotz Corona, davon 36 Prozent innerhalb Deutschlands. Immerhin vier von zehn Urlaubern trauen sich sogar ins europäische Ausland.

Doch welche Reiseziele sind 2020 besonders beliebt? Bevorzugen Urlauber dieses Jahr tatsächlich Ferienhäuser oder vertrauen sie nach wie vor auf die Qualitätsstandards der Hotels? Und kann der Campingplatz mit dem Wellnessurlaub mithalten? Der Touren- und Reiseanbieter Travelcircus hat insgesamt 48.819 Reisedaten recherchiert, um die Reisetendenzen in Deutschland zu analysieren. Das Ergebnis: der ultimative Urlaubsvergleich 2020.

Vergleich der Urlaubsregionen: Bodensee, Ostsee und Nordsee boomten 2020

Die Deutschen zieht es im Sommer 2020 vor allem ans Wasser: Die Urlaubsregionen Bodensee, Ostsee und Nordsee ergattern sich die Plätze auf dem Treppchen, wenn es um den absoluten Zuwachs urlaubsrelevanter Suchanfragen seit Sommer 2019 geht. 

Doch auch Wanderregionen wie die Mosel und der Schwarzwald sind ganz vorn dabei. So verdreifacht der Suchbegriff „Mosel” in Kombination mit urlaubsrelevanten Begriffen seine Anfragen von 23.095 auf 68.240. Der Schwarzwald bringt es im Juni und Juli 2020 durchschnittlich auf 75.780 Suchanfragen, wobei es 2019 noch 32.865 waren. 

Suchten im Juni und Juli 2019 noch 108.085 Deutsche nach dem Suchbegriff „Bodensee” in Kombination mit verschiedenen Unterkünften und Urlaubsarten, sind es in diesem Sommer 254.080. Das entspricht einem Wachstum von 135,07 Prozent. Die Ostsee verzeichnet eine Steigerung von 201.335 auf 337.275 Suchanfragen; die Nordsee verbessert sich von 87.245 auf 171.755 Suchanfragen.

Prozentual gesehen haben hingegen idyllische Destinationen die Nase vorn. So verbessert sich die Altmark von 2019 bis 2020 um sage und schreibe 600 Prozent von 170 auf 1.190 Suchanfragen. Die Sächsische Schweiz verzeichnet ein Wachstum von 295,48 Prozent. Suchten 2019 durchschnittlich noch 11.620 Deutsche nach der Region im Osten Sachsens, sind es 2020 bereits 45.955. Das niedersächsische Emsland wird immerhin 218,82 Prozent häufiger gesucht als noch im letzten Jahr. 

Damit bestätigt sich auch in Anbetracht der beliebtesten Urlaubsregionen 2020, dass die Deutschen in diesem Jahr am liebsten im eigenen Land verreisen. Entscheiden sich Bürger der Bundesrepublik doch für einen Urlaub im Ausland, gehören in Anbetracht des absoluten Wachstums Urlaubsregionen wie Halland (Schweden), Den Haag und Amsterdam (beides Niederlande) zu den Favoriten. Prozentual gesehen können der dänische Vejers Strand sowie die dänische Insel Fünen punkten. 

Auch interessant: Mecklenburgische Seenplatte und Ostsee: Was gilt derzeit bei Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern?

Reisen in Corona-Zeiten: Über ein Drittel der Deutschen hat im eigenen Land Urlaub gemacht

Mehr als jeder dritte Deutsche entschied sich dazu, aufgrund der Corona-Pandemie Urlaub im eigenen Land zu machen. 40 Prozent der Reisenden zog es trotz mehrfacher Reisewarnungen sogar ins europäische Ausland. Doch welche Länder können im Vergleich zum Vorjahr besonders begeistern und wo blieb der Touristenansturm 2020 aus?

Corona-Jahr: Das waren die beliebtesten Reise-Länder der Deutschen 2020

In Kombination mit verschiedenen Unterkünften und Urlaubsarten können deutsche Urlaubsregionen bzw. das Keyword „Deutschland” in der Bundesrepublik tatsächlich am meisten punkten: Im Juni und Juli 2020 suchten durchschnittlich 1,835 Millionen Deutsche nach urlaubsrelevanten Suchbegriffen im eigenen Land, so beispielsweise „Deutschland Camping” oder „Deutschland Ferienhaus”. Im Sommer 2019 waren es nur 948.630. Das entspricht einem Wachstum von 93,53 Prozent – höher als bei jedem anderen europäischen Land.

Doch auch andere Länder können im Vergleich zu den letzten drei Jahren deutlich an interessierten Touristen hinzugewinnen: Suchten in den Sommermonaten 2017, 2018 und 2019 durchschnittlich 200.702 Deutsche nach einem urlaubsrelevanten Suchbegriff in Kombination mit „Kroatien” oder einer kroatischen Urlaubsregion, sind es dieses Jahr 368.535, was einem Wachstum von 87,21 Prozent entspricht. Damit ist Kroatien im Jahr 2020 das zweitbeliebteste Reiseziel der Deutschen.

Auf Platz 3 liegen in absoluten Wachstumszahlen die Niederlande. Im Juni und Juli 2020 suchten dort durchschnittlich 353.710 Deutsche nach Urlaubsmöglichkeiten. 2019 waren es nur 235.965 Personen, 2017 sogar nur 212.005. Prozentual gesehen, ergattert sich jedoch Dänemark mit einem Wachstum von 67,76 Prozent im Vergleich zu 2019 den dritten Platz.

Wird das prozentuale Wachstum von 2017 auf 2020 betrachtet, so sind Dänemark, die Schweiz, Slowenien und Deutschland besonders beliebt.  

Erfahren Sie hier: Beifahrersitz frei und Tankstopp tabu: Das sind die Einreisebestimmungen für Italien, Österreich und Co.

In diese einst beliebten Urlaubsländer wollten Deutsche 2020 kaum noch reisen

Aufgrund von Corona wurde für viele Länder zeitweise eine Reisewarnung verhängt, die sich im Urlaubsverhalten der Touristen widerspiegelt. So mieden die Deutschen in diesem Jahr hauptsächlich Italien und Frankreich, obwohl beide Destinationen sonst zu den liebsten Reisezielen der Bundesrepublik gehören. Während im Juni und Juli 2019 durchschnittlich 305.180 Deutsche nach urlaubsbezogenen Suchbegriffen in Kombination mit „Italien” suchten, waren es 2020 nur noch 259.085 Personen. Damit verzeichnet Italien -15,1 Porzent negatives Wachstum. Urlaubsrelevante Suchanfragen für „Frankreich” büßten 6,41 Prozent Suchvolumen ein. 

Diese Urlaubsarten sind die Sieger der Pandemie in Deutschland

Camping gilt als beliebteste Urlaubsart der Deutschen im Jahr 2020 – zumindest, wenn es um das prozentuale Wachstum des Google Suchvolumens geht. Suchten im Juni und Juli 2019 durchschnittlich noch 1,87 Millionen Deutsche nach dem Begriff „Camping” in Kombination mit einer Reisedestination, so sind es dieses Jahr sage und schreibe 2,76 Millionen. Das entspricht einem Wachstum von 48,03 Prozent. 

Auf Platz 2 der beliebtesten Urlaubsarten Deutschlands finden sich Reisen zu Sehenswürdigkeiten. Suchanfragen, die sowohl den Begriff „Sehenswürdigkeiten” als auch eine Reisedestination enthalten, wurden im Sommer 2020 durchschnittlich 1,015 Millionen mal pro Monat getätigt – und damit 45,56 Prozent häufiger als noch im letzten Jahr. 

Die Bronzemedaille der beliebtesten Urlaubsarten 2020 sichert sich der Wellnessurlaub. Mit einem durchschnittlichen monatlichen Suchvolumen von 239.125 im Sommer 2020 liegen die Suchanfragen nach Wellness 40,65 Prozent höher als noch im Sommer 2019. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Urlaub trotz Corona: So reisen Sie in Europa ganz ohne Flieger.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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