Corona-Pandemie

Reise-Lust der Deutschen ungebrochen – nur vor einer Sache schrecken Urlauber zurück

Flugzeug startet am Flughafen Stuttgart in das Morgenrot.
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Viele Deutsche planen 2021 einen Urlaub.

Wegen der Corona-Pandemie haben viele Deutsche 2020 ihren Urlaub auf Eis gelegt. Trotzdem ist die Reise-Lust ungebrochen – nur vor Fernreisen schrecken Urlauber zurück.

Stuttgart - Corona macht die Urlaubsplanung in diesem Jahr zu einer schwierigen Sache. An Zeit mangelt es den meisten nicht, auch nicht am Geld, wie eine aktuelle Studie ergeben hat. Die Lust auf Urlaub* haben über die Monate der Pandemie hinweg auch nur wenige verloren – und trotzdem warten sie lieber ab.

Dieses Jahr sei tatsächlich mal ganz anders als die anderen, sagte Tourismusforscher Martin Lohmann zum Auftakt der Stuttgarter Reisemesse CMT. Nicht nur, weil Lohmann die alljährliche „Reiseanalyse“ der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) diesmal nur im Online-Livestream präsentieren konnte. Sondern auch, weil im Moment so gut wie niemand reist.

Trotz Corona-Pandemie: Urlaubslust auch 2021 auf hohem Niveau

„Es gibt aktuell kaum Tourismus“, sagte Lohmann. Was im Wesentlichen an den vielen Restriktionen zur Eindämmung der Pandemie liege und nicht bedeute, dass die Menschen in Deutschland nicht verreisen würden, wenn sie denn könnten. „Die Urlaubslust ist auf einem hohen Niveau“, sagte Lohmann, der das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) in Kiel leitet.

Es gibt laut Studie aber viel Unsicherheit und viele Bedenken. So würde zwar eine große Mehrheit im Frühjahr oder Sommer gerne in den Urlaub fahren. Nur 16 Prozent planen da definitiv keine Reise. Konkrete Pläne oder Ziele wiederum haben aber nur 22 Prozent. 24 Prozent wollen verreisen, wissen aber nicht, wohin. Und 38 Prozent schwanken generell noch. Die Zahlen sind aus dem November. Angesichts des seither erst verschärften und dann verlängerten Lockdowns dürfte die Unsicherheit aber kaum geringer geworden sein.

Ihre Präferenzen haben die Deutschen laut Lohmann in der Krise kaum geändert. Urlaub im eigenen Land bleibt der Favorit, der er auch schon vor Corona war. Die meisten wollen zudem weiterhin Strand- oder Badeurlaub, Familienferien und Erholung in der Natur. Der Trend zum Wohnmobil bekommt in der Krise noch mehr Rückenwind, war aber auch schon vorher da. „Die Großen bleiben groß“, sagte Lohmann.

Erfahren Sie hier: Völlig neues Reisen wegen Corona? Was beim Urlaub 2021 im Trend ist.

Urlaub 2021: Touristen schrecken vor Flug- und Fernreisen zurück

Allerdings kämen durch Corona andere Kriterien hinzu – zuvorderst die Frage, ob das Wunschziel überhaupt erreichbar sei. Dass die Tendenz zu Flug- und Fernreisen nachlasse, sei vor allem als realistische Einschätzung der Möglichkeiten zu sehen, nicht als generelle Abneigung gegen diese Art des Reisens, betonte er.

Mehr als jeder zweite künftige Urlauber will laut Studie zudem bei der Buchung besonders darauf achten, dass es Geld-zurück-Garantien und großzügige Stornobedingungen für den Fall der Fälle gibt. „Da sind viele gebrannte Kinder aus dem vergangenen Jahr“, sagte Lohmann. Ähnlich vielen sind zudem die Hygienemaßnahmen am Urlaubsort und in der Unterkunft sehr wichtig.

Für die Reiseveranstalter seien diese zusätzlichen Bedingungen eine zusätzliche Herausforderung, erklärte der Tourismusforscher. Denn schön solle der Urlaub ja nach wie vor sein. „Niemand fährt irgendwo hin, nur weil man sich da nicht ansteckt“, sagte Lohmann.

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Wie sich das Urlaubsjahr 2021 entwickle, werde letztlich vor allem davon abhängen, welche Möglichkeiten die Maßnahmen gegen die Pandemie überhaupt zuließen. Schon im vergangenen Jahr sei das Angebot selbst der Hauptgrund für die schwache Nachfrage gewesen. Sprich: Es gab nicht viel, wohin man gekonnt oder gedurft hätte. Auch finanzielle Nöte hätten eine Rolle gespielt, allerdings nur für eher wenige. Sorgen vor einer Infektion, fehlendes Urlaubsgefühl oder auch sozialer Druck dagegen seien insgesamt kaum ausschlaggebend gewesen.

Mit etwa 400 Millionen internationalen Ankünften – mehr als eine Milliarde weniger als im Jahr davor – sei der Tourismus 2020 auf das Niveau von 1989 zurückgefallen, sagte Lohmann. Die Menschen in Deutschland allein machten laut Studie 43 Millionen Urlaubs- und dazu noch 37 Millionen Kurzreisen. Das war ein Rückgang um 40 beziehungsweise sogar 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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