Corona-Pandemie

Ski-Urlaub 2020 auf der Kippe: Italien will Verbot für ganz Europa

Personen fahren auf dem Zugspitz-Gletscher mit einem Skilift.
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Der Ski-Urlaub 2020 könnte in ganz Europa ins Wasser fallen.

Für viele Deutsche ist der Ski-Urlaub im Winter ein absolutes Muss. Doch 2020 steht wegen Corona nun alles auf der Kippe: Italien will sogar ein europaweites Verbot.

In den Alpenländern herrscht aktuell wieder der Corona-Lockdown: Sowohl Deutschland als auch Österreich verbieten derzeit touristische Übernachtungsangebote* und auch in Italien herrschen in vielen Regionen verschärfte Maßnahmen – ein Ski-Urlaub, wie ihn sich so viele wünschen, ist damit zum aktuellen Zeitpunkt unmöglich. Zahlreiche Skigebiete haben ihren Saisonbeginn verschieben oder gar mitten in der Saison abbrechen müssen. Aber nun kommt eine weitere Hiobsbotschaft für Ski-Fans: Italien will ein Ski-Verbot für ganz Europa in die Gänge bringen.

Ski-Urlaub vor dem Aus: Italien will europaweites Verbot – und bekommt Unterstützung aus Deutschland

Zwischen Weihnachten und Neujahr wird in Italien kein Ski-Urlaub möglich sein – geplant ist eine Schließung vorerst bis zum 10. Januar. „Das können wir uns nicht erlauben“, erklärte Ministerpräsident Guiseppe Conte laut Tagesschau in einem Fernsehinterview. Zu groß sei das Risiko einer dritten Covid-19-Welle – ausgelöst durch Ski-Spaß auf den Pisten. Im Hinterkopf haben dabei viele den Ski-Ort Ischgl, der sich im März zu einem wahren Corona-Hotspot entwickelte.

Um so etwas zu vermeiden, setzt Conte auf Unterstützung aus Deutschland und Frankreich. Derzeit arbeite er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an einem europäischen Protokoll für die Winterferien. Es soll ein Fahrplan zur schrittweisen Öffnung der Skigebiete zu Beginn des neuen Jahres erstellt werden. Rückdeckung erhält er dabei von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft“, erklärte dieser laut Tagesschau am Rande einer Landtagssitzung. Darum spreche er sich für eine vorübergehende Schließung von Skigebieten und Skiliften in ganz Europa aus.

Auch interessant: Trotz Corona: Massenandrang im Skigebiet Zermatt in der Schweiz.

Verbot für Ski-Urlaub wegen Corona? Österreich stemmt sich dagegen

Österreich reagiert auf den Vorschlag jedoch mit heftigem Widerstand. Der österreichische Finanzminister Gernot Blümel fordert gar EU-Entschädigungen in Milliardenhöhe, sollten die Skigebiete länderübergreifend erst nach den Weihnachtsferien öffnen: „Wenn die EU tatsächlich vorgibt, dass die Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann bedeutet das Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro. Wenn die EU das wirklich will, dann muss sie dafür auch bezahlen.“ Pro Woche bedeuteten geschlossene Skipisten einen Umsatzausfall von 800 Millionen Euro, so Blümel. Auch aus dem eigenen Land bekommt Conte Kritik: Albert Cirio, Präsident der Region Piemont, will die Skilifte geöffnet lassen. Stattdessen sollten Restaurants und Bars geschlossen bleiben.

Aktuell gelten in besonders betroffenen Regionen Italiens – den roten Zonen – verschärfte Ausgangsbeschränkungen. Aufgrund der abflachenden Infektionskurve könnte es noch vor Weihnachten zu ein paar Lockerungen kommen. Trotzdem steht der Ski-Urlaub in Italien weiterhin auf der Kippe. Auch in Deutschland soll der Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängert werden – was einen Beginn der Ski-Saison frühestens ab dem 21. Dezember möglich machen würde. In Österreich gilt der Teil-Lockdown vorerst bis zum 6. Dezember. Danach wären Pisten-Öffnungen möglich – Ischgl plant den Start der Ski-Saison zum Beispiel am 17. Dezember. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Skifahren 2020/21: Wann beginnt die Saison in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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