Mutismus

Zeitweises Verstummen von Kindern ernst nehmen

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Wenn Kinder im Untericht nicht sprechen, gelten sie oft als schüchtern. Es kann aber mehr dahinter stecken. Foto: Jens Kalaene/dpa

Zu Hause macht ihnen das Sprechen keine Probleme, doch in der Schule bekommen sie kaum einen Ton heraus. Wenn Kinder ein solches Verhalten zeigen, kann dies an einer Angststörung liegen. Betroffene Eltern sollten Hilfe bei einem Kinder- und Jugendpsychiater suchen.

Mainz (dpa/tmn) - Sprechen Kinder in einer fremden Umgebung nicht, wird das oft als Schüchternheit gewertet. Dabei kann es sich aber um einen selektiven Mutismus handeln, der zu den Angststörungen zählt.

Bemerken Eltern, dass ihr Kind länger als vier Wochen im fremden Umfeld nichts sagt, sollten sie sich von einem Kinder- und Jugendpsychiater beraten lassen. Wichtig zu wissen: Die Kinder schweigen nicht absichtlich oder um zu provozieren. Die meisten wollen sprechen, sind aber durch die Angst gehemmt, erläutert Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Weil die betroffenen Kinder zu Hause meist ganz normal sprechen, bleibt die Störung in vielen Fällen unbehandelt. Ohne Therapie leiden die Kinder aber oft unter schlechten Schulnoten, weil sie sich nicht mündlich am Unterricht beteiligen.

Pressemitteilung

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