"Arme Studenten"

"Wut ausgebrochen": Anwohnerin geht ausgeklügelt gegen Vandalismus vor

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Ganz so wild sah es vielleicht nicht aus - trotzdem ärgerte sich eine Studentin über Unbekannte, die es auf ihr Fahrrad abgesehen hatten (Symbolbild).

Eine Studentin in Berlin trifft es momentan dicke: Zweimal kurz nacheinander wird ihr Fahrrad von Unbekannten zerstört. Nun wendet sie sich an die Nachbarschaft.

Hier scheint jemand starken Frust gegenüber Fahrrädern zu schieben: Einer Studentin wurden zuerst die Fahrradreifen zerstochen und später, als sie das Rad im Hinterhof scheinbar sicher verwahrte, war der Ständer abgebrochen.

Nachdem Fahrrad zerstört wurde: Studentin wird kreativ

Weil sie sich wohl nicht anders zu helfen wusste, schrieb sie nun einen Zettel an die Nachbarschaft, den sie in ihrem Wohnhaus in Neukölln, Berlin aufhing. Darauf ist von wütenden Worten, wie man es von Aushängen gewohnt ist, aber nicht die Spur.

Stattdessen überlegte sich die Studentin eine andere Methode, um auf ihr Problem aufmerksam zu machen und freundlich darum zu bitten, von ihrem Fahrrad abzulassen: Sie formulierte Reime. Hier können Sie sie nachlesen:

"Meine Fahrradreifen zerstochen,

mein Herz gebrochen.

So mussten neue Reifen her

und Rad vorm Haus abstellen, war nicht mehr.

So kam es in den Hinterhof,

aus Überzeugung es sei dort sicher, ganz schön doof.

Denn heute kam der Schock:

Was passierte mit meinem Fahrrad, hatte es zu viel Bock?

Sah aus als wurde es umher geschmissen,

das fand ich echt ganz schön beschissen.

Denn der Ständer war abgebrochen

und da hätte ich meine Wut fast ausgebrochen.

Wer wirft im Hinterhof mit Rädern umher?

Vielleicht aus Wut oder Alkohol, man weiß niemals mehr.

Aber bitte fühl dich angesprochen und unterlasse dies,

denn das ist für arme Studenten ganz schön mies.

Ich bin zwar eine Frau, kann runterrutschen vom Geländer,

doch dennoch hätte ich ganz gern einen funktionierenden Ständer."

Zugegebenermaßen liest sich das Gedicht an manchen Stellen etwas holprig, nichtsdestotrotz finden es Leser auf Notes of Berlin, wo der Zettel gepostet wurde, sehr amüsant: "Gott schütze den funktionierenden Ständer", heißt es da zum Beispiel. Oder: "Habe meinen Seelenverwandten gefunden!".

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