Mythos widerlegt

Wirkt Knoblauchgeruch wirklich gegen Wühlmäuse im Garten?

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Wühlmäuse legen ein weitläufiges Gängesystem im Boden an. Kleine Löcher verraten sie.

Wühlmäuse ärgern Hobbygärtner. Und die wollen zurück ärgern - aber oft mit den falschen Methoden. Was hilft also wirklich - und wie weit darf der Gartenbesitzer gehen?

Berlin - Wühlmäuse lieben Zwiebeln - und fressen daher manchmal ganze Blumenbeete leer. Was hilft gegen die kleinen Nager? Wichtige Fragen und Antworten:

Welche Methode ist tierfreundlich?

Wer den Tieren nichts tun möchte, sollte am besten seine Pflanzen vor deren Heißhunger schützen: So kommen die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern sowie die Blumenzwiebeln beim Anpflanzen in spezielle Körbe aus Draht oder Kunststoff. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) rät, dass die Maschen des Drahtes nicht größer als 15 Millimeter sein sollten. Wer diese selber bastelt, muss darauf achten, die Seiten gut zu verhaken.

Wie sieht es mit Hausmitteln gegen Wühlmäuse aus?

Knoblauch soll Wühlmäuse gerüchtehalber abhalten. Davon hält der BDG nichts: Nur weil Menschen starken Knoblauchgeruch unangenehm finden, gehe es der Wühlmaus nicht genauso. Vielmehr vertilge der Nager gerne Porree und Zwiebeln von Zierlaucharten, die eng mit dem Knoblauch verwandt sind. Übrigens: Als langfristig wirkungslos gilt auch der Einsatz von Klappermühlen, Klopfschallvibratoren und Geräten mit Ultraschallerzeugung.

Darf ich Wühlmäuse töten?

Die Wühlmaus steht nicht unter Naturschutz und darf bekämpft werden. Aber bevor Hobbygärtner die Fallen aufstellen oder andere Maßnahmen ergreifen, sollten sie sich sicher sein, dass der Besucher im Garten kein Maulwurf ist. Denn er steht unter Naturschutz und darf höchstens vertrieben werden. Problematisch ist die Unterscheidung vor allem, weil die Wühlmaus gerne alte Gänge der Maulwürfe übernimmt.

Wie findet man das heraus?

Wühlmäuse und Maulwürfe legen beide ein weitläufiges Gängesystem im Boden an. Mit der sogenannten Verwühlprobe lässt sich aber herausfinden, welches Tier darin aktiv ist. Dafür den Boden neben den Erdauswürfen kreisförmig mit einem Stab abtasten. Sinkt dieser ruckartig ein, hat man einen Gang gefunden. Diesen mit einem Spaten auf einer Länge von 20 bis 30 Zentimetern freilegen, eine Möhre in beide Enden stecken und abwarten.

Der Maulwurf wird unterhalb des geöffneten Bereiches einen neuen Gang anlegen - ihn also unterwühlen. Die Wühlmaus wird die Möhre eher annagen und den Gang erneut verwühlen.

Es gibt noch andere Hinweise: Die Haufen der Maulwürfe enden unter einem Erdhaufen. Die Gänge der Wühlmäuse liegen hingegen neben den Erdhaufen, deren Form unregelmäßiger und niedriger ist als die der Maulwürfe. Die Erde ist feiner und mit Pflanzenresten vermischt.

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Wie sieht es mit der Förderung von natürlichen Verbündeten aus?

Jäger der Wühlmäuse sind Katzen, Mauswiesel, Füchse, Mäusebussarde und Eulen. Ihnen kann man im Garten zum Beispiel Unterschlupf oder einen Jagdplatz anbieten, erklärt der BDG. Wiesel mögen etwa Totholz- und Steinhaufen, Mäusebussarden Sitzstangen. Eulen nisten in alten Scheunen oder auf Dachböden, ihnen kann man Einfluglöcher bieten.

Und was ist mit dem Maulwurf - wie kann ich ihn vergrämen?

Auch bei ihm helfen die meisten Hausmittel eher wenig - bis auf eines. Die Kinder und Haustiere des Haushaltes. Eine effektive Methode, Maulwürfe aus einem Garten zu vertreiben, sei das Getrappel und Getobe auf dem Rasen für einige Nachmittage, erläutert die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Die Erschütterungen des Bodens stören die Tiere im Boden und sie suchen sich ein neues Revier.

Übrigens: Die Experten raten beim Maulwurf durchaus zum Einsatz von Knoblauch, oder eher Knoblauchbrühe, die in die Gänge gegossen werden kann. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass der Maulwurf nicht ertränkt wird. Die kleinen Gartenbewohner verfügen über eine feine Nase und einen guten Geruchssinn - und reagieren auch auf Knoblauch entsprechend empfindlich.

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dpa

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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