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Spätfröste im Frühjahr

Was Gartenbesitzer über die Eisheiligen wissen sollten

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Mitte Mai beginnt die Pflanzsaison in Deutschland erst so richtig - dann dürfen auch die frostempfindlichen Pflanzen in den Balkonkasten und in das Gemüsbeet.

Mamertus, Pankratius und Servatius: Mitte Mai wird der Eisheiligen gedacht. Zugleich ist es die Zeit der letzten Spätfröste - für Hobbygärtner der Startschuss in die Gartensaison. Was hinter den traditionsreichen Tagen steckt:

Berlin - Für Gartenbesitzer sind die Eisheiligen im Mai ein wichtiger Termin. Denn erst nach den Eisheiligen, so heißt es oft, geht die Saison für Garten- und Balkonbepflanzung wirklich los. Was hat es damit auf sich - und was genau bedeutet das für Hobbygärtner?

Alte Bauernregeln für den Garten: Das sind die Eisheiligen

Bei den Eisheiligen handelt es sich um Gedenktage zu Ehren von Heiliggesprochenen Mitte Mai. In Norddeutschland gelten Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai) als Eisheilige. Im Süden und Südosten des Landes werden neben Pankratius und Servatius auch Bonifatius (14. Mai) und die "Kalte Sofia" (15. Mai) dazu gezählt.

Rund um ihre Gedenktage gibt es Bauernregeln. Zum Beispiel: "Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz". Und in Süddeutschland heißt es ebenfalls gereimt: "Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie."

Eisheilige: Wie verlässlich sind Bauernregeln wirklich?

Bauernregeln wie diese liefern tatsächlich Hinweise für Landwirte und Gärtner - auch heute noch. In den Sprichwörtern steckt ein alter Erfahrungsschatz über meteorologische Wahrscheinlichkeiten und wiederkehrende Naturphänomene. Die Bauernregeln zu den Eisheiligen beziehen sich auf Spätfröste im Frühling - im schlimmsten Fall erfrieren dann empfindliche und noch ganz junge Pflanzen im Beet.

Aber es zeigt sich immer wieder auch: Alte Bauernregeln sind nur eine grobe Orientierungshilfe. Nicht jedes Jahr bringt noch Spätfröste bis Mitte Mai - in den vergangenen Jahren blieben sie oft ganz aus. Zudem gibt es heute wissenschaftlich ausgeklügelte Wettervorhersagen, auf die sich Gartenbesitzer besser verlassen können.

Trotzdem lässt sich sagen: Ein paar Bauernregel zu kennen und zu beherzigen, schadet nicht. So hilft es sicher, grobe Zeiträume, in denen sich die Witterung häufig stark verändert wie Anfang bis Mitte Mai zu verinnerlichen und die Gartengestaltung erst danach zu planen.

Auch interessant: Gefahr im Garten: Ist Rhododendron giftig für Mensch und Tier?

Das können Sie nach den Eisheiligen im Garten machen

Hobbygärtner sollten rund um die Eisheiligen wissen: Spätestens jetzt können die kleinen, auf der Fensterbank vorgezogenen Gemüse- und Blühpflanzen ins Beet und in den Balkonkasten kommen. Außerdem können zum Beispiel Gurken und anderes Gemüse direkt ins Beet gesät werden. Alle gekauften, nicht winterharten Kräuter sowie Dahlienknollen und weitere Blühpflanzen werden ausgepflanzt. Und Kübelpflanzen kommen nun endgültig aus dem Winterlager ins Freie. Also: ab in die Beete!

Lesen Sie auch: Wann und wo werden Hortensien gepflanzt?

dpa

Diese Sommerblumen gehören in jeden Garten

Dahlien werden für ihre prächtigen Blüten geschätzt. Ihre Knollen können ab Frühlingsbeginn in den Gartenboden kommen.
Dahlien werden für ihre prächtigen Blüten geschätzt. Ihre Knollen können ab Frühlingsbeginn in den Gartenboden kommen. © Franziska Gabbert
Nelken sind zurück in Mode. Sie gelten als unkomplizierte Pflanzen für Balkon und Garten.
Nelken sind zurück in Mode. Sie gelten als unkomplizierte Pflanzen für Balkon und Garten. © Andrea Warnecke
Die Blüten von Hortensien sind eigentlich winzig. Doch viele davon setzen sich zu großen Kugel, Tellern oder Rispen zusammen.
Die Blüten von Hortensien sind eigentlich winzig. Doch viele davon setzen sich zu großen Kugel, Tellern oder Rispen zusammen. © Jens Schierenbeck
Kosmeen sind unkompliziert. Sie kommen im Garten auch an vollsonnigen Standorten zurecht.
Kosmeen sind unkompliziert. Sie kommen im Garten auch an vollsonnigen Standorten zurecht. © Andrea Warnecke
So viel Auswahl im Handel: Die Samen für Sommerblumen müssen sich Hobbygärtner jetzt besorgen, denn die meisten von ihnen werden bereits zum Frühlingsbeginn ausgesät.
So viel Auswahl im Handel: Die Samen für Sommerblumen müssen sich Hobbygärtner jetzt besorgen, denn die meisten von ihnen werden bereits zum Frühlingsbeginn ausgesät. © Franziska Gabbert

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