Sonnensegel - die besseren Sonnenschirme?

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Wer sich im Garten gegen zu viel Sonne schützen möchte, kauft sich einen Sonnenschirm.

Aber dieser ist schon lange nicht mehr die einzige Möglichkeit, den Garten zu beschatten. Immer mehr Sonnensegel halten Einzug in deutsche Gärten. Aber ist ein solches Sonnensegel auch besser als ein Sonnenschirm?

Das Sonnensegel im Check

Hochwertige Segel sind aus einem wasserdurchlässigen Gewebe gefertigt, das bei Regen eine Wasseransammlung verhindert. Trotz offenporiger Gewebestruktur wird die UV-Strahlung aber bis zu 95% abgehalten und steht einem Markenschirm in puncto Sonnenschutz somit in nichts nach.

Ein Sonnensegel kann flexibel an unterschiedlichen Orten befestigt werden. Eine große Fläche lässt sich somit lückenlos beschatten. Günstiger sind Sonnensegel meist auch. Man hat also die Vorteile des Schirmdachs, ohne die Nachteile des Schirmmastes. Gerade für eine größere Tischgruppe oder auch über Sandkästen und Schaukeln ist ein Sonnensegel daher eine hervorragende Alternative zum Schirm.

Allerdings hat das Sonnensegel nicht nur Vorzüge. Ist das Segel einmal befestigt, hat man wenige Möglichkeiten das Segel spontan dem Sonnenstand auszurichten. Praktische Neige- und Drehfunktionen, wie ihn hochwertige Mittelstock- und Ampelschirme aufweisen, sind hier nicht gegeben. Abhilfe würden hierbei nur mehrere Befestigungspunkte schaffen. Wer schnell und bequem den Standort wechseln will, der ist in der Tat mit einem klassischen Sonnenschirm besser beraten.

Vom Winde verweht: Was hält besser?

Der größte Feind des Sonnenschutzes im Garten ist der Wind. Denn auch, wenn das Wetter noch scheinbar ruhig ist, können einzelne Böen extreme Windgeschwindigkeiten entwickeln. Aber auch in windstillen Perioden benötigen beide Modelle eine vernünftige Verankerung. Eine sichere und robuste Befestigung ist daher sowohl bei Sonnenschirmen als auch Sonnensegeln unabdingbar.

Die gängigste Möglichkeit, einen Schirm zu befestigen, ist der Sonnenschirmständer. Welches Gewicht ein solcher Ständer aufweisen muss, damit der Schirm sicher steht, können Sie im Magazinbeitrag „Sonnenschirmbefestigung“ im Garten-und-Freizeit.de-Magazin nachlesen. Eine Alternative zum oberirdischen Ständer und eher permanente Befestigungslösung ist die Bodenhülse. Nachteil hierbei ist, dass diese einbetoniert werden muss und Sie sich so für einen festen Standort entscheiden müssen.

Die Sonnensegelbefestigung erfolgt in der Regel über festgelegte Haltepunkte an der Hauswand, an Säulen oder ähnliches, mit denen das Tuch auf Spannung gebracht wird. Je nach Form des Segels sind drei oder vier Befestigungspunkte notwendig. Die gängigen Befestigungsmittel sind hier Spannanker, Karabinerhaken und Edelstahlketten. Sollte ein fester Haltepunkt nicht vorhanden sein, kann dieser mittels eines Stahlpfostens ergänzt werden. Die Montage eines solchen Pfostens erfolgt bestenfalls auf einer Bodenhülse. Bei nicht offenporigen Segeltüchern sollte bei der Montage zudem immer auf ein Gefälle von circa 30° geachtet werden. 

Auch ein Sonnensegel ist nicht gänzlich windsicher. Reißfeste Stoffe und gut verankerte, verstärkte Ecken können aber schon viel helfen, so dass es sich auch bei einem Sonnensegel lohnt in bessere Qualität zu investieren. 

Windanfällig sind Schirm und Segel gleichermaßen, der große Unterschied liegt vor allem im Schaden, den sie potentiell anrichten können: Denn ist ein Schirm erstmal aus der Verankerung gehoben, werden sie nicht selten zu gefährlichen Geschossen. Auch ein Sonnensegel kann reißen und sich lösen. Da es sich hierbei aber „nur“ um das reine Segeltuch handelt, richtet ein herumfliegendes Segel im Garten und darüber hinaus in der Regel weniger Schaden an als ein Schirmmast oder ein mit Metall verstrebtes Schirmdach. Dennoch sollte gerade bei extrem starken Winden das Sonnensegel der Vorsicht halber abgenommen werden.

Fazit

Ein Sonnensegel bietet den Nutzen eines Schirmdachs ohne den Nachteil eines Schirmmastes mitzubringen. Das macht das Sonnensegel zu einer echten Alternative zum Schirm für all diejenigen, der eine große Fläche beschatten, aber das Schirmdach nicht großartig neigen möchten. Wem diese Funktion jedoch wichtig ist, der sollte eher auf den guten alten Sonnenschirm zurückgreifen. Für wen der mittlere Mast ein echtes K.O.-Kriterium darstellt, der sollte über den Kauf eines Freiarmschirms nachdenken. Das freihängende Dach ermöglicht so eine große Freifläche, während der Schirmmast seitlich steht.

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