Reparieren und Renovieren

Zu viel bezahlt? So prüfen Sie Ihre Handwerkerrechnung

+
Bei manchen Handwerker-Arbeiten können die Kosten schnell mal in die Höhe steigen.

Wenn der Handwerker anrückt, wird es oftmals teuer für den Eigentümer. Doch wie lassen sich die Kosten eigentlich nachprüfen? Und wann muss man nicht zahlen?

"Oje, das kann teuer werden": Wenn ein Handwerker diesen Satz bei der Besichtigung eines verstopften Abflussrohres äußert, bedeutet dies für den Eigenheimbesitzer meistens nichts Gutes. Denn wenn der Fachmann im besten Falle nach getaner Arbeit wieder abrückt, flattert auch schon die Rechnung ins Haus. Diese kann es schon mal in sich haben - und der Eigentümer wundert sich über die Höhe der Kosten. Doch welche Mittel bleiben ihm eigentlich, um die Aufstellung nachzuprüfen?

Handwerker in der Wohnung: Diese Rechnungsarten gibt es

Nach erledigter Arbeit kann der Handwerker eine Rechnung ausstellen. Wichtig dabei ist aber, dass die einzelnen Positionen stets nachvollziehbar sind. Dabei werden drei verschiedene Abrechnungsarten unterschieden:

  • Stundensatz: Die Höhe sollte dabei vorab vereinbart werden, damit der Eigentümer danach nicht aus allen Wolken fällt. Ansonsten wird der ortsübliche Satz berechnet, der sich je nach Region unterscheidet. Dabei verlangen Meister natürlich auch mehr als Gesellen oder Auszubildende.
  • Festpreis: Hier wird vorab eine fixe Pauschale vereinbart, bei der keine weiteren Kosten anfallen. Im Gegensatz zum Kostenvoranschlag sind die Auftraggeber hierbei auf der sicheren Seite.
  • Einheitspreis: Dieses Modell umfasst sämtlich Kosten, die der Handwerker berechnet. Neben dem Stundensatz kommen hier also unter anderem auch die Materialkosten hinzu.

Was kann ich tun, wenn die Rechnung zu hoch ist?

Wie bereits erwähnt, müssen in der Rechnung alle Punkte transparent aufgeführt werden. Ist dies nicht der Fall und die Rechnung übersteigt dadurch den angesetzten Preis erheblich, sollte Auftraggeber die Rechnung nicht bezahlen. Die Firma ist nun in der Pflicht, die Höhe der gestellten Rechnung unter Beweis zu stellen.

Tipp: Wenn ein Handwerksbetrieb aus der Nähe beauftragt wird, fallen die Anfahrtskosten niedriger aus.

Sind Barzahlungen beim Handwerker erlaubt?

Der Handwerker sollte nicht bar ausgezahlt werden. Jegliche Klauseln im Vertrag, die besagen, dass der Monteur direkt vor Ort bezahlt werden muss, sind nicht gültig. Dabei können Sie nämlich die Kosten auch nicht von der Steuer absetzen, wie das Handwerksblatt berichtet.

Auch interessant: So bereiten Sie Ihre Wohnung auf den Herbst vor.

Welche Kosten für Handwerker können von der Steuer abgesetzt werden?

Privatpersonen können die Rechnungen, die von Handwerkern für Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten ausgestellt wurden, von der Steuer absetzen. Dazu gehören unter anderem das Erneuern der Böden, Reparieren der Fenster oder auch die Überprüfung der Heizung. Anfallende Kosten für Materialien sind davon jedoch ausgenommen. Aus diesem Grund müssen diese Positionen auf der Rechnung klar getrennt werden. Auch die Fahrtkosten können von der Steuer abgesetzt werden. Wichtig dabei ist, dass die Wohnung selbst genutzt wird, wie das Portal Finanztip berichtet. Als Mieter können Sie dabei Teile Ihrer Nebenkostenabrechnung geltend machen.

Passend dazu: Schimmel in der Wohnung - muss ich den Vermieter informieren?

Was dürfen Handwerks-Notdienste verlangen?

Wenn Not am Mann ist, sind die Kosten zunächst nicht so wichtig - beispielsweise bei einem Rohrbruch oder wenn die Heizung im Winter ausfällt. Am Ende können die Rechnungen für die erbrachten Leistungen gesalzen sein. Doch was ist erlaubt?

Für den Lohn darf der Handwerker einen Zuschlag für Nacht- oder Wochenendeinsätze von höchstens 70 Prozent veranschlagen. Diese Zusatzkosten sollten auch im Notfall vorab geklärt werden. Falls der Schaden nicht wie gewünscht behoben wird, können die Kosten gesenkt werden. Solange der Kunde nicht mit dem Ergebnis zufrieden ist, muss er erstmal nicht bezahlen, wie das Portal aktiv-online.de berichtet.

Was ist bei Mängeln zu tun?

Wenn Kunden nicht mit der Leistung der Monteure zufrieden sind, sollten Sie die Mängel bei der Abnahme unbedingt protokollieren. Mündliche Vereinbarungen sind im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar. Ebenso sollte dabei die Beseitigung der Mängel festgehalten werden. Durch die sogenannte "Gewährleistungspflicht" ist das Handwerksunternehmen angehalten, die Mängel auszubessern.

Das könnte Sie auch interessieren: Fünf Gründe, warum Sie sich mit Ihren Nachbarn gut stellen sollten.

Zuzug: Diese Regionen werden bis 2030 boomen

Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen.
Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen. © picture alliance / dpa / Uli Deck
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030.
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030. © picture alliance / dpa / Peter Kneffel
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen.
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen. © picture alliance / Ronald Wittek
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben.
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben. © pixabay / LeilaSchmidt
Platz 6: Die beliebte Touristengegend um die Region Breisgau-Hochschwarzwald bekommt ebenfalls Zuwachs in der Bevölkerung: Hier rechnet das HWWI bis 2013 mit 22.091 neuen Einwohnern - das macht insgesamt 257.000 Menschen.
Platz 6: Die beliebte Touristengegend um die Region Breisgau-Hochschwarzwald bekommt ebenfalls Zuwachs in der Bevölkerung: Hier rechnet das HWWI bis 2013 mit 22.091 neuen Einwohnern - das macht insgesamt 257.000 Menschen. © pixabay /AshLM
Platz 5: Die Region nördlich von Stuttgart erfreut sich eines wirtschaftlich starken Auftretens. Das scheint auch für Wohnungssuchende attraktiv zu sein: Mit 22.874 neuen Einwohnern wird der Landkreis Ludwigsburg bis 2030 etwa 534.000 Einwohner zählen.
Platz 5: Die Region nördlich von Stuttgart erfreut sich eines wirtschaftlich starken Auftretens. Das scheint auch für Wohnungssuchende attraktiv zu sein: Mit 22.874 neuen Einwohnern wird der Landkreis Ludwigsburg bis 2030 etwa 534.000 Einwohner zählen. © picture alliance / Sebastian Gollnow
Platz 4: Mit den Städten Bonn und Köln in unmittelbarer Nähe ist der Rhein-Sieg-Kreis eine beliebte Wohngegend. Viele Bürger pendeln von außerhalb in die Städte zum Arbeiten. Deswegen vermutet die HWWI ein Bevölkerungswachstum um 29.016 Menschen auf 596.000 Einwohner.
Platz 4: Mit den Städten Bonn und Köln in unmittelbarer Nähe ist der Rhein-Sieg-Kreis eine beliebte Wohngegend. Viele Bürger pendeln von außerhalb in die Städte zum Arbeiten. Deswegen vermutet die HWWI ein Bevölkerungswachstum um 29.016 Menschen auf 596.000 Einwohner. © pixabay / falco
Platz 3: Zum ersten Mal begeben wir uns in den Norden Deutschlands: Hamburg liegt auf Platz 3 der am meisten boomenden Städten und Regionen. Heute leben bereits 1,86 Millionen Menschen (Stand Dezember 2016) in der Hansestadt - bis 2030 sollen nochmal 35.579 dazukommen.
Platz 3: Zum ersten Mal begeben wir uns in den Norden Deutschlands: Hamburg liegt auf Platz 3 der am meisten boomenden Städten und Regionen. Heute leben bereits 1,86 Millionen Menschen (Stand Dezember 2016) in der Hansestadt - bis 2030 sollen nochmal 35.579 dazukommen. © pixabay
Platz 2: Nach Rosenheim und Fürstenfeldbrück, die durch ihre Nähe zu München vor Attraktivität zu sprühen scheinen, kommt nun der Landkreis München selbst. Bis 2030 wird dieser auf 340.000 Einwohner anwachsen - das sind 40.654 neue Einwohner. Die bayerische Landeshauptstadt hingegen wird dank hoher Mieten sogar etwas an Bevölkerung verlieren.
Platz 2: Nach Rosenheim und Fürstenfeldbrück, die durch ihre Nähe zu München vor Attraktivität zu sprühen scheinen, kommt nun der Landkreis München selbst. Bis 2030 wird dieser auf 340.000 Einwohner anwachsen - das sind 40.654 neue Einwohner. Die bayerische Landeshauptstadt hingegen wird dank hoher Mieten sogar etwas an Bevölkerung verlieren. © pixabay
Platz 1: In die Hauptstadt Berlin wird es bis 2030 64.276 neue Einwohner ziehen - und das bei einer Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent. Die Bevölkerung wird dann circa 3,5 Millionen Menschen umfassen.
Plat 1: In die Hauptstadt Berlin wird es bis 2030 64.276 neue Einwohner ziehen - und das bei einer Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent. Die Bevölkerung wird dann circa 3,5 Millionen Menschen umfassen. © pixabay

mil

Auch interessant:

Meistgelesen

Von diesen neun Dingen haben Sie viel zu viel
Von diesen neun Dingen haben Sie viel zu viel
Was passiert eigentlich im Inneren einer Spülmaschine?
Was passiert eigentlich im Inneren einer Spülmaschine?
Diese sieben Dinge gehören auf keinen Fall in die Spülmaschine
Diese sieben Dinge gehören auf keinen Fall in die Spülmaschine
Frau verlost Schloss mit Millionenwert – für sechs Euro
Frau verlost Schloss mit Millionenwert – für sechs Euro

Kommentare