Garten-Ratgeber

Wann kann ich Erdbeeren pflanzen - im Frühjahr oder Herbst?

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Leckere Erdbeeren aus dem eigenen Garten ernten - es funktioniert ganz leicht.

Süße Erdbeeren im eigenen Garten heranziehen oder gar vom Balkon naschen - diesen Traum können Sie sich leicht erfüllen. Wir erklären, wie Sie Erdbeeren pflanzen.

  • Erdbeeren aus dem eigenen Garten - wer träumt davon nicht?
  • Auch auf dem Balkon können Sie die süßen Früchte anbauen.
  • Wir erklären, was Sie zu Pflanzzeit, Standort und Pflege wissen müssen.

Erdbeeren sind wohl die beliebtesten Sommerfrüchte: Egal ob auf Kuchen, in einem Milchshake oder einfach von der Pflanze heruntergepflückt - Erdbeeren finden immer großen Anklang. Wer Sie nun auch im eigenen Garten genießen will, muss dafür nur ein paar Dinge beachten. Wir erklären alles, was Sie zum Pflanzen von Erdbeeren wissen sollten.

Im Frühjahr oder Herbst? Ab wann Erdbeeren gepflanzt werden

Üblicherweise werden Erdbeeren im Spätsommer fürs darauffolgende Jahr gepflanzt. Der optimale Zeitpunkt ist von Mitte Juli bis September. Wer allerdings jetzt im Frühjahr noch auf die schnelle Erdbeeren anpflanzen will, kann sich sogenannte Frigopflanzen holen. Sie werden im Winter aus der Erde geholt und als Setzlinge überwintert. Im Frühjahr können Sie dann im heimischen Garten eingesetzt werden und nach circa zehn bis zwölf Wochen gibt es die ersten Früchte. Dazu müssen die Frostpflanzen zwischen Ende April bis Mitte Juni gepflanzt werden. Aber auch Monats- oder Kletter-Erdbeeren wachsen am besten, wenn Sie im Frühjahr in die Erde kommen. Zudem lassen sich getopfte Walderdbeeren fast ganzjährig in einen frostfreien Boden setzen.

Erdbeeren pflanzen: Das müssen Sie beim Standort beachten

Erdbeeren wachsen am besten an vollsonnigen Standorten, da sie dann auch besonders süße Früchte tragen. Zudem sollte es sich um ein windgeschütztes, aber nicht völlig windstilles Plätzchen handeln. So sorgen Sie für ein geringeres Rückfrieren im Winter, aber gleichzeitig trocknen Blätter nach Regen oder dem Bewässern bei leichtem Wind besser ab, wodurch Pilzkrankheiten vermieden werden. Achten Sie auch darauf, dass es sich um einen Standort handelt, der selten von Spätfrösten heimgesucht wird, da sonst die erste Blüte verloren geht.

Der Boden selbst sollte tiefgründig, locker, humusreich und fruchtbar sein. Ein zu fester Boden schränkt die Entwicklung der Pflanzen* ein. Der pH-Wert liegt idealerweise zwischen 5,5 und 6,5, das ist im schwach sauren bis sauren Bereich. Einen unbearbeiteten Lehmboden bessern Sie vor der Pflanzung der Erdbeeren mit Sand und verrottetem Laubkompost. Zusätzlich belüften können Sie einen dichten Boden obendrein, wenn Sie im Vorjahr eine Gründung mit Luzerne vornehmen, da ihre Wurzeln tief in den Boden eindringen.

Vor dem eigentlichen Erdbeerpflanzen wird im Herbst zudem der Boden vorbereitet, indem Sie ihn mit einem Spaten möglichst tief umgraben. In den sandigen Boden wird dann der Kompost eingearbeitet, sodass er im Frühjahr bereit ist für die Pflanzung. Wenn Sie die Pflanzen im Spätsommer anlegen, kann diese Aufgabe auch zwei Monate davor erfolgen.

So pflanzen Sie Erdbeeren im Garten an

Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass die Reihen mindestens einen Abstand von 60 Zentimetern zueinander haben, damit Sie die Erdbeeren später gut ernten können. Innerhalb der Reihen reicht ein Abstand von 25 bis 30 Zentimetern zwischen den Pflanzen. Setzen Sie die Erdbeerpflanzen so tief ins Pflanzloch, dass ihr Herz noch über der Erdoberfläche bleibt. Besonders bei Jungpflanzen ist es wichtig, dass Wurzeln nicht geknickt werden, sondern möglichst senkrecht und mit viel Platz ins Pflanzloch gesetzt werden. Die Tiefe des Pflanzlochs soll also ungefähr der Länge der Wurzeln entsprechen.

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So pflegen und düngen Sie die Erdbeeren richtig

Gerade wenn die Erdbeeren frisch gepflanzt sind, brauchen Sie viel Wasser. Geben Sie dieses auf den Boden neben den Pflanzen und nicht direkt darauf. Außerdem sollten Sie dafür sorgen, dass sich kein Unkraut im Beet breitmacht und dieses stets vorsichtig entfernen.

Sobald sich die ersten grünen Früchte an den Pflanzen zeigen, mulchen Sie das Beet mit Stroh. So halten Sie den feuchten Boden von den Früchten fern und beugen somit Grauschimmel vor. Obendrein bildet sich weniger Unkraut und die Erdbeeren werden nicht so schmutzig.

Erdbeeren pflanzen: Achten Sie auf die richtige Fruchtfolge

Die größten Erträge gibt es bei Erdbeeren im zweiten oder dritten Staudenjahr. Danach vergreisen die Pflanzen allmählich, wodurch die Erträge abnehmen. Deshalb sollten Sie anschließend das Beet wechseln und neue Jungpflanzen oder eigene Ableger einsetzen.

Da Erdbeeren zu den Rosengewächsen gehören, die als nachbauempfindlich bezeichnet werden, sollten Sie in ein Beet, in dem Erdbeeren gestanden haben, erst nach vier Jahren Pause wieder welche anpflanzen. Ansonsten kommt es zur Bodenmüdigkeit und Erträge fallen mager aus. Wenn der Boden zu einseitig bepflanzt wird, riskieren Sie zudem, dass sich schädliche Fadenwürmer (Nematoden) oder Wurzelpilze breitmachen. Zur Vor- und Nachkultur von Erdbeeren bieten sich unter anderem Blattgemüse wie Knoblauch- oder Zwiebelarten an. Für die Gründüngung eignen sich hingegen Lupinen (Lupinus), Studentenblumen (Tagetes) oder Inkarnatklee.

Im Gegensatz dazu sollten Sie Erdbeeren nicht in Beete pflanzen, in denen im Vorjahr Gurken*, Tomaten*, Sellerie, Kartoffeln*, Bohnen, Erbsen oder Kohlgewächse standen. All diese Gewächse können von der Verticillium-Welke befallen werden und stellen deshalb eine Krankheitsgefahr für die Erdbeeren dar.

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Lassen sich Erdbeeren im Topf auf dem Balkon pflanzen?

Falls Sie keinen Garten haben, können Sie auch Ihren Balkon für die Erdbeerpflanzung nutzen. Dazu brauchen Sie einen vollsonnigen Standort, im Halbschatten wachsen aber auch noch Wald- oder Monatsbeeren. Als Pflanzerde sollten Sie ein nährstoffreiches Substrat wählen, das zugleich locker beschaffen ist. Dazu eignet sich beispielsweise eine gute Gartenerde, die mit Kompost vermischt wurde.

Im Pflanzgefäß sollten Sie zudem mit Tonscherben oder Kies über der Bodenöffnung für eine gute Drainage sorgen. Dann setzen Sie die Erdbeeren wieder so an, dass das Herz über der Oberfläche bleibt und sorgen für einen Mindestabstand von 25 Zentimetern zwischen den Pflanzen. Winterharte Erdbeeren können zudem auf Balkon oder Terrasse überwintern.

Als natürlich Dünger eigenen sich Kompost, Pferdedung oder Farnkraut. Alternativ können Sie auch zwischen Flüssigdünger aus dem Handel wählen.

Lesen Sie auch: So ziehen Sie ganz einfach Tomaten auf der Fensterbank vor.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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