Haushaltsgeräte

Energielabel: Was bedeuten die Energieeffizienzklassen A+++ bis G?

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Was bedeuten die einzelnen Energieeffizienzklassen?

Das Energielabel mit den verschiedenen Effizienzklassen soll es Verbrauchern ermöglichen, das energiesparendste Haushaltsgerät zu finden. Was steckt hinter den Buchstaben?

Jeder kennt die bedruckten Etikette auf Haushaltsgeräten, die farbige Balken von dunkelgrün bis dunkelrot zeigen. Hierbei handelt es sich um die Energielabel der Europäischen Union (auch: EU-Energielabel, Energieetikett oder Energieverbrauchskennzeichnung).

Was steckt hinter dem Energielabel?

Sie kennzeichnen die verschiedenen Energieeffizienzklassen der Geräte und stufen sie von A+++ bis G ein. A+++ steht für einen niedrigen Energieverbrauch, während G den höchsten Energieverbrauch darstellt. Die Energielabel sollen Verbrauchern dabei helfen, die energiesparendsten und umweltfreundlichsten Geräte zu finden. Die Etiketts haben EU-weit unabhängig von der Landessprache die gleiche Bedeutung und müssen sowohl in Werbung als auch auf dem Gerät selbst zu finden sein. Der schwarze Pfeil auf dem Etikett zeigt an, welche Energieeffizienzklasse das betroffene Gerät vorweist.

Dieses Energielabel findet sich auf Waschmaschinen.

Auf welchen Geräten müssen die Energielabel angebracht sein?

Alltägliche Haushaltsgegenstände müssen ein Energielabel tragen, aber auch Fernseher und Heizungen sind damit ausgestattet - im Prinzip alles, was Energie verbraucht. Dazu gehören:

  • Fernseher, Bildschirme
  • Heizgeräte: Gastheizung, Ölheizung, Pelletkessel, Wärmepumpe
  • Geschirrspüler
  • Kaminofen
  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Lampen
  • Pelletofen
  • Pkw
  • Wäschetrockner
  • Waschmaschine

Da die Verbrauchsgrenzen zwischen den Klassifizierungen bereits 1994 festgelegt wurden, sind die Standards etwas veraltet. Das liegt daran, dass sich in der Entwicklung von Elektrogeräten seither viel getan hat und was 1998 als Referenzgerät für einen optimalen Energieverbrauch von A festgelegt wurde, technologisch überholt wurde. Deshalb brauchte es irgendwann ein +, dann ein ++ und letztendlich ein +++ hinter das A. Um die Energielabel wieder unkomplizierter zu gestalten, sollen 2020 die Effizienzklassen mit + wegfallen, sodass es wieder nur A bis G gibt.

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Wie genau errechnet sich die Energieeffizienz eines Haushaltsgerätes?

Der Berechnung der Energieeffizienz eines Geräts wird ein fiktives Mustergerät bei einer festgelegten Nutzung vorangestellt. Je weiter das Gerät in seinem Verbrauch von diesem Mustergerät prozentual abweicht, umso niedriger ist seine Energiestufe. Ein Kühlschrank würde bei einer Abweichung von 42 bis 33 Prozent von der Energie des Mustergeräts zum Beispiel noch in die Klasse A+ fallen. Allerdings sind die Klassen und welche prozentuale Abweichung für sie nötig sind, bei jedem Haushaltsgerät anders geregelt. Was also für den Kühlschrank gilt, schaut bei der Waschmaschine schon wieder ganz anders aus.

Da die Energieeffizienzklassen recht weit gefasst sind, kann der Energiebedarf jedoch bei Geräten derselben Energieeffizienz sehr unterschiedlich ausfallen. Wer ganz genau wissen möchte, was das gewünschte Gerät an Energie verbraucht, sollte auf den exakten Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr achten. Dieser wird ebenfalls auf dem Etikett angegeben.

Lohnt sich der Kauf von energiesparenden Haushaltsgeräten?

Was an Strom durch die energieeffizienten Haushaltsgeräte über die Jahre gespart wird, schlägt sich meistens im Einkaufspreis nieder. Das Online-Portal Chip hat deshalb ausgerechnet, bei welchen Geräten sich überhaupt der Kauf einer höheren Energieklasse lohnt - oder ob lieber doch das alte herhalten muss.

So seien Waschmaschinen heutzutage kaum noch verschwenderisch. Bei Backöfen und Geschirrspülern rentiert sich eine höhere Energieklasse oft erst nach fünf bis zehn Jahren. Nur bei Trocknern lässt sich mit einer höheren Energieklasse richtig viel Geld sparen - über 100 Euro pro Jahr.

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Ein selbst gemachtes Scheuerpulver ist sehr mild und kann die Oberflächen im Vergleich zu handelsüblichen Produkten schonen. Es kommt aber auf die Bestandteile an. © Franziska Gabbert
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Kernseife ist ein Allzweckmittel. Sie löst Fette und nimmt Schmutzteilchen im Schaum auf. © Andrea Warnecke
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Bei Kalkablagerungen in Wasserkochern hilft Zitronensäure. © Andrea Warnecke
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In Backpulver ist Natron enthalten - daher nutzen es viele als Putzmittel. Doch die darin enthaltenen Trennmittel Mehl oder Stärke heben die reinigende Wirkung auf. © Andrea Warnecke
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Auch mit Hausmitteln wie Kernseife oder Zitronensäure lässt sich die Küche putzen. © Christin Klose
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