Stiftung Warentest

Test von Wäschetrockner: Gut geht auch günstig

In einem aktuellen Test hat die Stiftung Warentest 85 Wäschetrockner untersucht. Das Ergebnis: Sparsame Geräte müssen nicht unbedingt teuer sein.

  • Stiftung Warentest*: 85 Wäschetrockner in der Test-Datenbank
  • Im aktuellen Test sind zwei Produkte bekannter Marken Spitzenreiter
  • Gute Wäschetrockner müssen aber nicht unbedingt teuer sein

Kassel - Sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit: Wäschetrockner. Vor allem für diejenigen, denen das Aufhängen der Wäsche lästig ist oder die keine Möglichkeit zum Trocknen haben, sind diese Geräte optimal.

In einem aktuellen Test hat das Verbrauchermagazin Stiftung Warentest acht sogenannte Kondensationswäschetrockner mit Wärmepumpe genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis zeigt: Ein guter Wäschetrockner muss laut Experten nicht unbedingt teuer sein. Im Test schneiden die Geräte nämlich immer besser ab.

UnternehmenStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
CEOHubertus Primus (seit 2012)
Mitarbeiterzahl362 (2019)

Test: Stiftung Warentest bewertet Wäschetrockner in vier Kategorien

Die Stiftung Warentest bewertet in ihrer Untersuchung die verschiedenen Wäschetrockner in vier Kategorien: Trocknen, Hand­habung, Umwelt­eigenschaften sowie Sicherheit und Verarbeitung. Dabei werden die einzelnen Kategorien verschieden stark gewichtet:

  • Trocknen: 45 Prozent
  • Handhabung: 30 Prozent
  • Umwelteigenschaften: 20 Prozent
  • Sicherheit und Verarbeitung: 5 Prozent

Stiftung Warentest: Preiswerte Modelle punkten mit sparsamen Energieverbrauch

Neben der positiven Entwicklung, dass viele preiswerte Trockner-Modelle mit einem sparsamen Energieverbrauch punkten, sind in den Untersuchungen der Stiftung Warentest auch einige Nachteile bei einzelnen Wäschetrocknern deutlich geworden. Viele Geräte führen laut Verbraucher-Experten mit der Anzeige der Restlaufzeit in die Irre.

Einige Trockner-Modelle der Firmen Siemens, Bosch und Constructa seien schon fast 40 Minuten früher fertig als sie anzeigen, bei halber Beladung der Maschine seien es sogar über 80 Minuten. Doch auch das Gegenteil ist der Fall: „Wenn die volle AEG etwa 10 Minuten anzeigt, braucht sie noch 23, Sharp gar noch 47 Minuten. Solche Anzeigen braucht niemand“, schreiben die Experten von Stiftung Warentest in einem aktuellen Artikel des Verbrauchermagazins.

Weitere Nachteile waren laut Stiftung Warentest unter anderem schwergängige Türen bei einem Modell der Firma Samsung und eine mangelhafte Kurzanleitung bei einem Wäschetrockner der Firma Sharp.

Wäschetrockner bei Stiftung Warentest: Mehrere Modelle überzeugen

In der aktuellen Untersuchung von Stiftung Warentest ist ein Wäschetrockner der Marke Miele der klare Testsieger. Er schneidet in den Kategorien Trocknen und in der Handhabung am besten ab. In der Kategorie Stromverbrauch am besten abgeschnitten hat ein Wäschetrockner der Firma Beko. Er hat ebenfals wie das Gerät von Miele das Testergebnis „gut“ von Stiftung Warentest erhalten und landet somit auf dem zweiten Platz.

Hier die beiden Favoriten der Verbraucherexperten in der Übersicht:

  • Miele TEB155 WP (820 Euro)
  • Beko DE744RX1 (515 Euro)

Stiftung Warentest: Kunden sollten einige Punkte beachten

Wer sich einen neuen Wäschetrockner anschaffen möchte, sollte laut Stiftung Warentest einige Punkte beachten. Vor allem raten die Verbraucherexperten von Spontankäufen ab. Kunden sollten das Gerät gezielt nach persönlichen Bedürfnissen auswählen und vor dem Kauf die Verbrauchswerte verschiedener Wäschetrockner miteinander vergleichen.

Weiterhin zu berücksichtigen sei laut Stiftung Warentest die Lautstärke des Wäschetrockners. Während im Keller die Geräusche des Gerätes weniger stören, kann der Lärmpegel in Küche oder Bad hingegen lästig erscheinen. Außerdem sollten Verbraucher auf die Trocknungsdauer der einzelnen Programme des neuen Gerätes achten, denn oftmals kann jede Minute Einsparung beim Programm­durch­lauf hilf­reich sein.

Die Experten von Stiftung Warentest raten weiterhin dazu, die einzelnen Grundprogramme des Wäschetrockners genau zu überprüfen und vor dem Kauf abzuwägen, welche zusätzlichen Sonderprogramme überhaupt benötigt werden. Bei der Wahl der Extras bewerteten die Experten besonders die Start­zeit-Vorwahl und die Anzeige der Rest­lauf­zeit als positiv.

Wäsche trocknen: Wer keinen Wäschetrockner hat, sollte diese Tipps beachten

Der Wäschetrockner ist ein äußerst hilfreiches Haushaltsgerät. Wenn aber selbst er zu langsam ist, können Sie mit einem kleinen Trick nachhelfen.

Wer jedoch keinen Wäschetrockner hat, hängt seine Wäsche zwangsläufig zum Trocknen auf. Doch dabei passiert vielen ein Fehler, der bares Geld kostet. (Helena Gries) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © dpa/Armin Weigel

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