Indischer Sesam

Rückruf: Krebserregende Stoffe in Speise-Öl gefunden - Akute Gesundheitsgefahr droht

Wegen Rückständen eines hochgiftigen Pflanzenschutzmittels ruft ein Bio-Hersteller mehrere Chargen eines Öls zurück. Vom Verzehr des Produktes wird dringend abgeraten.

Hilden - Wer gerne asiatisch kocht oder schon einmal in Asien oder dem Orient Urlaub gemacht hat, der wird es kennen: das Sesamöl. Da es sehr geschmacksintensiv ist, wird es beim Kochen besonders gerne als Würzmittel genutzt. Doch nun ist Vorsicht geboten, denn derzeit gibt es einen Rückruf* des beliebten Öls. Die Bio-Marke Arche Naturküche ruft mehrere Chargen ihres Sesamöls zurück. Grund ist die Verunreinigung des Sesams durch ein giftiges Gas.

Rückruf von Sesamöl: Mehrere Chargen betroffen

Das geröstete Sesamöl der Bio-Marke Arche Naturküche wird aus Sesamsamen gewonnen, bei denen der Grenzwert für Ethylenoxid überschritten wurde. Betroffen sind ausschließlich folgende Chargen:

Chargen-NummerMindesthaltbarkeitsdatum
M98730.11.2020
N28228.02.2021
N40830.03.2021

Der Hersteller bittet eindringlich darum, die Produkte mit den oben genannten Kennungen nicht zu verzehren. Kunden können die gekauften Produkte bei den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgeben.

Sesam-Rückruf: Ethylenoxid potenziell krebserregend

Das Sesamöl ist mit Ethylenoxid verunreinigt. Die Chemikalie ist hochgiftig und krebserregend. Zu den kurzfristigen Symptomen zählen unter anderem Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit. Hohe Dosen von Ethylenoxid können zu Zuckungen, Krämpfen und komatösen Zuständen führen. An Tieren hat die Chemikalie bereits nachweislich zu Mutationen geführt.

Ethylenoxid ist in Deutschland seit 1981 in der Lebensmittelindustrie* verboten. In Ländern außerhalb der EU wird es jedoch nach wie vor als Pflanzenschutzmittel eingesetzt, da es zuverlässig Bakterien, Viren und Pilze abtötet. Europa wird seit dem Sommer 2020 von einer großen Menge verunreinigtem Sesam geradezu überschwemmt, wie das Portal Produktrueckrufe.de berichtet. Der Sesam kommt maßgeblich aus Indien, wo die Verwendung von Ethylenoxid noch erlaubt ist. Die Verunreinigung von Lebensmitteln durch die hochgiftige Chemikalie ist damit aktuell einer der häufigsten Gründe für Lebensmittelrückrufe*.

Rückruf von Sesam-Produkten: Deutschland kämpft mit vergifteten Produkten

Vier verschiedene Müsli-Sorten*, zwei Protein-Brotbackmischungen sowie zwei normale Brotbackmischungen mussten aus dem Verkauf genommen werden. Auch eine Sorte Käse-Cracker* und Grissini-Stangen sind von den Rückrufen betroffen. (ij) Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © simsonne/imago images/Panthermedia

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