Fehler auf der Verpackung

Rückruf-Aktion: Finger weg von diesem Fruchtgelee! Unangenehme Folgen könnten drohen

Der Bauch schmerzt, die Haut juckt - und im Ernstfall bekommt man keine Luft mehr. Ein Großhändler ruft jetzt sein Fruchtgelee zurück, denn der Verzehr könnte schlimme Folgen haben.

  • Schwefeldioxid und Sulfite können den meisten Menschen nicht gefährlich werden. Wer allerdings allergisch darauf reagiert, büßt den Verzehr bitter.
  • Ein deutscher Großhändler hat die Verpackung seiner beliebten Süßigkeit nur mangelhaft beschriftet.
  • Jetzt reagiert er auf den Fehler und ruft sein Fruchtgelee zurück.

Herrenberg - Ob Schokolade, Kekse oder Gummibärchen - Süßigkeiten sind beliebt bei Jung und Alt. Jetzt ist aber ein ganz besonders Fruchtgelee von einer deutschlandweiten Rückruf-Aktion* betroffen. Die Süßwaren sind fehlerhaft ausgezeichnet*, sodass einige Verbraucher von ihrem Verzehr schwere Schäden tragen könnten.

Herrenberger Großhändler ruft Fruchtgelee zurück

Wie das Portal produktwarnung.de am Donnerstag mitteilte, sei auf der Verpackung der betroffenen Produkte nämlich nicht vermerkt, dass Schwefeldioxid und Sulfite darin enthalten könnten. Aufgrund der nicht gekennzeichneten Allergene reagiert der Händler Monolith Süd GmbH jetzt umgehend und ruft sein Fruchtgelee zurück. Von der Rückruf-Aktion ist eine Gelee-Mischung betroffen, das jeweils zu Hälfte aus Apfelpüree und Plaumenpüree besteht.

Fruchtgelee-Fans sollten also jetzt ihr Süßigkeiten-Depot auf die besagte Mischung in der 180 Gramm Packung und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20. Januar 2021 überprüfen. Sollte man von der Rückruf-Aktion betroffen sein, garantiert der Hersteller die Rückerstattung des Kaufpreises auch ohne Kassenzettel. Dass es „trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Herstellung* sowie umfassenden internen Kontrollen“ zu diesem Vorfall gekommen sei, bedauert die Monolith Süd GmbH sehr und entschuldigt sich bei allen Kunden für die nun entstandenen Unannehmlichkeiten.

Video: Riskantes Konservierungsmittel - Darum können Sulfite so gefährlich sein

„Vorsorglich“ rät das Unternehmen aus Herrenberg vom Verzehr des Produktes ab, könnte dieser doch bei Menschen mit einer Sulfit-Unverträglichkeit allergische Reaktionen auslösen. Schwefeldioxid und die daraus entstehenden Sulfit-Salze sind in Lebensmitteln zu Konservierungszwecken durchaus gängig und für zahlreiche Produkte, etwa Weine oder Fruchtgummis, als Zusatzstoffe zugelassen. Die meisten Menschen vertragen das Allergen gut - doch immer wieder entwickeln einige auch schwerwiegendere, allergische Reaktionen.

Rückruf-Aktion: Sulfite können Atembeschwerden, Durchfall und Ekzeme verursachen

Das Ausmaß dieser kann individuell stark variieren: So können etwa die Schleimhäute im gesamten Mund-, Nasen- und Rachenraum sowie die Zunge anschwellen und im Ernstfall die Atmung beeinträchtigen und zur Verengung der Bronchien führen. Eine allergische Reaktion auf Sulfit kann sich andererseits auch durch Symptome im Magen-Darm-Bereich äußern und Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Auch Juckreiz, Nesselsucht und Ekzeme kann eine Allergie zur Folge haben. Im schlimmsten Fall könnte sie auch einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auslösen.

Die Monolith Süd GmbH zählt mit rund 3000 Kunden und 500 Mitarbeitern zu den führenden Großhändlern für osteuropäische Lebensmittel und Spezialitäten. So wurde das nun zurückgerufene Fruchtgelee auch deutschlandweit in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland vertrieben. Das Portal produktwarnung.de machte keine Angaben dazu, wo das Fruchtgelee verkauft wurde - dennoch ist anzunehmen, dass es wohl vor allem als Sonderposten in Discountern erhältlich war. Auch Online-Händler wie Amazon vertreiben die Import-Produkte des Herrenberger Großhändlers. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Monique Wüstenhagen/ dpa/ Picture Alliance

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