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Chips-Rückruf: Weiterer Hersteller warnt – Vergiftungserscheinungen drohen

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Von: Tobias Utz

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Wer aktuell zu Chips greifen möchte, muss aufpassen: Es laufen etliche Rückrufe.

Update vom Samstag, 06. August, 15.46 Uhr: Immer mehr Chips-Produkte werden aktuell aufgrund einer möglichen Verunreinigung mit Tropanalkaloiden zurückgerufen. Nun informiert ein weiterer Hersteller über den Rückruf seines Produkts. Konkret geht es um die „Bio Tortilla Chips salted“ von Santa Maria.

Tropanalkaloide sind natürliche Pflanzenstoffe, die Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. „Verbraucher, die diesen Artikel gekauft haben, sollten das Produkt aus Vorsichtsgründen nicht verzehren, sondern in ihrer Einkaufsstätte zurückgeben“, informiert der Hersteller. Insgesamt sind 19 weitere Chips-Produkte von dem XXL-Rückruf betroffen, darunter Produkte von Alnatura und Dennree.

Chemische VerbindungTropanalkaloide
DefinitionNatürliche Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzen wie Bilsenkraut, Stechapfel oder Tollkirsche
Gesundheitliche FolgeerscheinungenVergiftungserscheinungen (Benommenheit, Sehstörungen, Trockenheit der Schleimhäute, Übelkeit, Kreislaufprobleme)

Folgende Produkte sind aktuell vom XXL-Chips-Rückruf betroffen:

19 Sorten betroffen: Dringender Rückruf für Chips

Erstmeldung vom Mittwoch, 27. Juli: Kassel/Berlin – Ob Paprika, Salt & Vinegar oder gesalzen – Chips sind ein beliebter Snack. In Supermarktketten wie Aldi, Edeka, Lidl & Co. stehen Verbraucherinnen und Verbraucher zahlreiche Produkte zur Auswahl, die Regale sind voll davon. Kehrseite der vermeintlichen Vielfalt können allerdings Rückrufe sein, da zahlreiche Chips-Produkte von großen Konzernen hergestellt werden: So auch im Fall einer aktuellen Rückrufaktion. Der Rückruf wurde am Freitag (29. Juli) erneut ausgeweitet.

Derzeit müssen zahlreiche Tortilla-Chips Produkte zurückgerufen werden. (Symbolbild)
Derzeit müssen zahlreiche Tortilla-Chips Produkte zurückgerufen werden. (Symbolbild) © Geff Reis/Imago

Grund für den XXL-Rückruf ist der massenhafte Fund von pflanzlichen Inhaltsstoffen, die beispielsweise zu Vergiftungssymptomen führen können. Dabei handelt es sich um sogenannte „Tropanalkaloide“. „Tropanalkaloide sind eine Gruppe von natürlichen Pflanzeninhaltsstoffen. Sie kommen in bestimmten Ackerunkräutern aus der Familie der Nachtschattengewächse wie dem Gemeinen Stechapfel [...], dem Schwarzen Bilsenkraut [...] und der Tollkirsche [...] vor“, erklärte das Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit diesbezüglich.

Chips-Rückruf: Zahlreiche Produkte betroffen – Warnung vor Verzehr

Durch den Verzehr der verunreinigten Chips können gesundheitliche Beschwerden auftreten. Insbesondere die bereits erwähnten Vergiftungserscheinungen sind Teil davon. Beispiele der Erscheinungen sind Störungen des Sehsinns, Benommenheit, Kreislaufschwäche und teils extreme Trockenheit der Schleimhäute. Eine allgemeine Schwächung des Organismus inklusive des Immunsystems macht den Körper anfällig für weitere Beschwerden.

Die vom Rückruf betroffenen Chips wurden unter anderem in Supermarktfilialen von Rossmann und Alnatura verkauft. „Die entsprechenden Produkte wurden bereits aus dem Verkauf genommen“, teilte beispielsweise Alnatura mit. Auch Rossmann äußerte sich bereits zum Rückruf.

Wer die vom Rückruf betroffenen Chips-Sorten gekauft hat, sollte diese vorsichtshalber nicht mehr essen. Kundinnen und Kunden können die Produkte mit den genannten Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) in der jeweiligen Supermarktfiliale zurückgeben. Dort erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher einen Ersatz für die zurückgebrachten Chips.

Chips-Rückruf: Kunden können Produkte im Supermarkt zurückgeben

„Kundinnen und Kunden werden gebeten, die Produkte, unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) nicht mehr zu verzehren und in den Verkaufsstellen zurückzugeben“, empfiehlt das Branchenportal produktwarnung.eu. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat entsprechende Warnungen veröffentlicht.

Weitere Produkte werden derzeit zurückgerufen: Erst vor wenigen Tagen wurde ein Gemüse-Rückruf veröffentlicht. (tu)

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