Wintergemüse

Brokkoli, Kohl oder Wirsing roh essen: Verzehr kann Gesundheit schaden

Kohlsorten, Wirsing und Brokkoli haben im Herbst und Winter Saison. Aber sind sie auch roh gesund?

Dortmund – Im Winter sind Kohl, Brokkoli und Wirsing wichtige Vitaminlieferanten, berichtet RUHR24*. Als Eintopf oder in Wok-Gerichten werden sie zum wohligen „Soulfood“. Aber kann man sie eigentlich auch roh essen?

NameWirsing
Wissenschaftlicher NameBrassica oleracea
Kalorien pro 100 Gramm27

Brokkoli, Wirsing und Kohl roh essen: Das sollte man beachten

Je nach Sorte ist das nicht pauschal zu empfehlen. Denn der Körper kann ganz unterschiedlich auf den rohen Kohl reagieren. Um wirklich alle Nährstoffe aufzunehmen, kann roher Verzehr aber ideal sein. Beispielsweise bei Wirsing, der im Oktober bereits Saison hat*.

In den Blättern des Wirsings stecken viele nützliche Inhaltsstoffe, wie Vitamin C und Senfölglykoside, berichtet utopia. Beim Kochen oder anderweitigem Erhitzen geht Vitamin C aber schnell verloren. Den Wirsing roh zu essen wäre also eigentlich optimal – schon 100 Gramm decken den Tagesbedarf einer erwachsenen Person an Vitamin C.

Allerdings sollte man nicht einfach losnaschen. Denn bei manchen Menschen kann Wirsing im rohen Zustand Blähungen, Magenschmerzen oder allgemeines Unwohlsein verursachen. In diesem Fall sollte man darauf verzichten, das Gemüse roh zu essen. Auch Quitten sollten nicht roh gegessen werden*.

Gemüse roh essen: Bei Kohl, Brokkoli und Wirsing sollte man aufpassen

Aber warum verursacht Wirsing überhaupt Magenschmerzen? Grund für die unangenehmen Nebenwirkungen ist der besonders hohe Gehalt an Senfölglykosiden. Grundsätzlich ist aber kein Teil des Wirsings giftig und das Gemüse roh als auch gekocht verzehrbar.

Nur den Strunk sollte man entfernen. Er ist oft zu hart, um ihn roh zu essen. Wenn der Wirsing aus dem eigenen Garten kommt, sollten außerdem auch die äußeren Blätter entfernt werden. Sie sind oft stärker verschmutzt als die inneren. Waschen ist beim Wirsing dennoch ein Muss.

Und wie steht es um andere Kohlsorten? Grundsätzlich kann man Sorten wie Grünkohl, Weißkohl oder Chinakohl roh essen. Aber auch hier gilt: Wer empfindlich darauf reagiert, sollte ihn roh nur in Maßen essen. Die vielen Ballaststoffe im Kohl können den Darm ansonsten überfordern (mehr Tipps rund um den Garten bei RUHR24* lesen).

Brokkoli roh essen? Diese Stellen vom Gemüse sollten nur selten verzehrt werden

Auch Brokkoli zählt zu den Kohlgewächsen und kann roh verzehrt daher bei einigen Menschen zu Bauchschmerzen führen. Grundsätzlich kann man ihn aber auch ungekocht essen. Ähnlich wie beim Wirsing hat das sogar Vorteile. Wer Brokkoli selbst anbauen und im nächsten Jahr ernten will, sollte ihn jetzt schon säen*.

Brokkoli enthält Vitamin B1, B2 und B6 und ist besonders reich an Vitamin C, berichtet utopia. Hier decken ebenfalls 100 Gramm Brokkoli den Tagesbedarf ab. Beim Kochen verschwindet allerdings ein Großteil des Vitamin C. In dem Gemüse stecken außerdem die Glucosinolate, wie im Verdacht stehen vor Darmkrebs zu schützen. Ähnlich wie Vitamin C sind auch die hitzeempfindlich.

Aber Vorsicht: Wer Brokkoli roh essen will, sollte sich mit den Röschen herantasten. Der Stiel ist generell zwar auch essbar, aber weniger bekömmlich. Brokkoli sollte roh sehr gut gekaut und nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Wer Kohl, Wirsing und Brokkoli gar nicht roh verträgt, sollte ihn lieber Dampfgaren oder blanchieren. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Frank Molter, Marc Müller/dpa; Collage: RUHR24

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