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Aldi und Lidl: Digitale Revolution kommt – Kunden befürchten Preismanipulation

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Von: Daniel Hagen

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Aldi und Lidl - Kunden der Discounter könnten bald einen ungewohnten Anblick machen. Mit neuen Preisschildern wollen die Märkte für mehr Transparenz sorgen:

Supermarkt-Mitarbeiter laufen mit klackernden Maschinen durch den Laden und drücken jedem Produkt ein Preisschild auf – dieser gewohnter Anblick könnte bei Aldi* und Lidl bald der Vergangenheit angehören. Denn die beiden Discounter planen eine Revolution auf dem Gebiet der Preisbeschilderung, die vor allem Kunden und Mitarbeitern viel Zeit und Stress ersparen kann. So mancher fürchtet aber auch Manipulation durch das neue System. Welche positiven und negativen Seiten die digitalen Preisschilde haben, erklärt HEIDELBERG24*.

Während die Technik an Kassen, Kameras oder an Terminals immer weiter voranschreitet*, wirken Preisschilder aus Plastik und Papier wie ein Relikt aus dem letzten Jahrzehnt. Mittlerweile können wir mit unseren Smartphones in Supermärkten QR-Codes scannen, Punkte einsammeln und sogar bargeldlos bezahlen – trotzdem müssen Mitarbeiter der Filialen noch regelmäßig durch die Gänge schreiten und alles einzeln beschriften. Mit den digitalen Preisschildern soll sich das aber bald ändern.

DiscounterDisco
HauptsitzEssen
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht
Standorte11.235
Umsatz106,3 Milliarden USD (2019)

Aldi und Lidl: Discounter wollen auf digitale Preisschilder umsteigen

Wie die Lebensmittelzeitung schreibt, will Aldi innerhalb der nächsten zwei Jahre alle Filialen auf die digitalen Preisschilder umändern – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in englischsprachigen Ländern. In nächster Zeit wird es die Neuerung aber wohl erstmal in einigen wenigen Märkten zu sehen geben. Aldi Nord will für den Wandel sogar mehrere hundert Millionen Euro für ein IT-Investitionsprogramm ausgeben!

Lebensmittelpreise
Bei Aldi und Lidl sollen bald digitale Preisschilder genutzt werden. (Symbolfoto) © Marius Becker/dpa

Konkurrent Lidl geht aber noch einen Schritt weiter. Nachdem erste Märkte die digitalen Preisschilder bereits nutzen, sollen bald alle damit ausgestattet werden. Die zeigen dann nicht nur den Preis an, sondern können Kunden auch etwas zum Produkt erzählen, zum Beispiel, ob es Bio ist. So viel Transparenz hilft beim Einkaufen wirklich weiter. Aldi und Lidl ziehen mit ihren Ideen übrigens nur nach. So befindet sich Netto laut der Lebensmittelzeitung bereits in einer „erweiterten Testphase“ und bei Rewe sind rund 2.000 von insgesamt 3.600 Filialen schon mit digitalen Preisschildern ausgestattet.

Kunden befürchten Preismanipulation durch digitale Preisschilder bei Lidl und Aldi

So mancher Kunde steht dem Umstieg auf die neue Elektronik aber skeptisch gegenüber und befürchtet Preismanipulation. So könnte man schließlich ohne Probleme die Preise im Laufe des Tages immer wieder ändern, ohne dass es jemand bemerkt – und zwar nach oben. Das Ergebnis wären Preisschwankungen wie an der Tankstelle.

Die Discounter geben aber sofort Entwarnung und erklären, dass man darüber nicht nachdenke, weil dadurch die Beziehung zum Kunden und das Image zerstört werden würden. Aldi plant übrigens noch eine weitere Neuerung an der Fleischtheke. So soll mit 5D sichergestellt werden, dass das Schweinefleisch komplett aus Deutschland stammt*. (dh) HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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