Tierarzt-Tipps

Steter Kampf gegen Parasiten: Haustiere regelmäßig entwurmen

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Hunde und Katzen müssen regelmäßig entwurmt werden. Am einfachsten funktioniert das mit einer Tablette im Futter. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

Sie sind lästig und ekelig, aber keine Seltenheit: Hunde und Katzen werden häufig von Würmern geplagt. In den Griff kriegen lässt sich das Problem nur durch konsequente Behandlung.

Hamburg (dpa/tmn) - Würmer haben immer Saison: Das ganze Jahr über können sich Hunde und Katzen mit den Parasiten infizieren. Tierärzte raten, die Vierbeiner vorsorglich regelmäßig zu entwurmen. Wie die Haustiere sich anstecken können und wie oft Würmer bekämpft werden sollten, zeigt ein Überblick:

Mit welchen Würmern haben es Hunde und Katzen meistens zu tun?

Die häufigsten Würmer sind Spul-, Haken- und Bandwürmer. "Zunehmend verbreiten sich auch Herzwürmer, die über Insekten übertragen werden", erklärt der Tierarzt Klaus Kutschmann in Magdeburg. Hunde können sich auch mit dem Fuchsbandwurm infizieren. 

Wie stecken sich die Tiere an?

Befallene Tiere scheiden die Wurmeier, -larven und manchmal auch Wurmteile mit dem Kot aus. Beim Schnüffeln, Schlecken oder Fressen infizieren sich damit andere Tiere. Auch bei der Fütterung mit rohem Fleisch können sie sich anstecken. Welpen können ebenfalls schon Würmer haben. "Sie infizieren sich bereits im Mutterleib oder über die Muttermilch", sagt der Tierarzt Diederik Vogelezang aus Usingen (Hessen). 

Wie gefährlich sind Würmer für die Tiere?

Die Würmer halten sich im Darm und anderen inneren Organen des Tieres auf. Gesunde erwachsene Haustiere werden von einigen Würmern im Körper nicht sonderlich beeinträchtigt. Starker Wurmbefall kann jedoch gefährlich werden und zum Beispiel zu Mangelversorgung, Entzündungen und Blutungen führen. Besonders gefährdet durch Würmer sind junge, alte und kranke Tiere. 

Sollten alle Hunde und Katzen entwurmt werden?

Auf jeden Fall. Wie groß die Abstände zwischen den Entwurmungen sind, hängt davon ab, wie das Tier lebt. So haben die Freigänger unter den Katzen, die Mäuse und Vögel fangen, ein großes Infektionsrisiko. Das gleiche gilt für Hunde, die zum Beispiel jagen, sich oft auf stark frequentierten Hundewiesen aufhalten oder den Kot von anderen Tieren oder Aas fressen. Aber auch reine Hauskatzen sollten entwurmt werden. "Auch sie können sich infizieren", erklärt Vogelezang. Denn die Menschen können mit ihren Schuhen die Eier von Spulwürmern mit ins Haus bringen. 

Wie oft sollte entwurmt werden?

Der Verein Europäische Fachgruppe zu Parasiten bei Tieren (Esccap) in Köln rät zu regelmäßigen Entwurmungen zwischen ein und zwölf Mal im Jahr. Zu den Tieren, die am häufigsten entwurmt werden sollten, gehören Jagdhunde und Freigängerkatzen. Reine Hauskatzen sollten Besitzer einmal jährlich entwurmen.

Wie werden Hunde und Katzen entwurmt?

Dem Tier wird eine Paste oder eine Tablette verabreicht. Eine Wurmkur wirkt rund 24 Stunden lang. Die Würmer, Eier und Larven werden abgetötet und ausgeschieden. 

Welche Symptome zeigen sich bei einem Wurmbefall?

Es müssen keine Symptome sichtbar werden. Ein Anzeichen kann stumpfes Fell sein, auch breiiger Kot oder Durchfall sind möglich. Manche betroffene Tiere setzen sich auf ihren Hintern und rutschen darauf herum, weil es sie dort juckt. "Im Kot werden oft erst bei massivem Befall Wurmteile sichtbar", erklärt Sarah Ross von der Organisation Vier Pfoten. Spulwürmer im Kot sehen aus wie gekochte Spaghetti. Die ausgeschiedenen Teile von Bandwürmern erinnern an Reiskörner. Die Wurmeier und -larven sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. 

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