Alles Tarnung

Regungslose Wildtier-Babys nicht berühren

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Die Natur hat es so eingerichtet, dass sich Frischlinge kaum von ihrer Umgebung unterscheiden. Sie dürfen von Menschen nicht berührt werden. Foto: Julia Kauer/Deutscher Jagdverband

Schauen ist erlaubt, berühren kann gefährlich werden: Wer im Wald oder auf freier Flur junge Wildtiere entdeckt, sollte ihnen nicht zu nahe kommen.

Berlin (dpa/tmn) - Sie liegen gut getarnt in Brombeergebüschen, tummeln sich zwischen Bäumen oder in Kuhlen nahe des Waldweges: Schon jetzt bringen die ersten Wildtiere ihren Nachwuchs zur Welt, allen voran die Wildschweine.

Wer während eines Waldspaziergangs die Frischlinge erblickt, sollte sie aber nicht berühren und auch einen Hund sofort zurückpfeifen, rät der Deutsche Jagdverband (DJV). "Wenn die Bache Gefahr wittert, verteidigt sie ihren Nachwuchs vehement. Wagen sich Hunde zu nah, können sie schwer verletzt werden", warnt DJV-Sprecher Torsten Reinwald. Er empfiehlt, auf Wegen zu bleiben.

Tarnen und Täuschen ist für Wildtier-Babys überlebenswichtig. Schon von der Farbe her sind die Jungtiere der Umgebung angepasst. Um bei Gefahr vor Fressfeinden wie dem Fuchs unsichtbar zu sein, verharren Frischlinge, Junghasen, Rehkitze oder Entenküken oft nahezu regungslos.

"Viel zu oft denken Spaziergänger deshalb, sie müssten den verwaisten Jungtieren helfen und fassen sie an", sagt Reinwald. Das jedoch sei verheerend, weil Jungtiere, die den Geruch des Menschen angenommen haben, von ihren Eltern verstoßen werden. Deshalb sei die Devise: "Nur schauen, nicht anfassen!"

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