Robuste Sprachlerner

Kleine Kinder bei Grammatikfehlern nicht korrigieren

+
Eltern sollten ihre Kleinen nicht korrigieren, wenn sie grammatikalische Fehler machen. Denn die meisten Kinder eignen sich die Grammatik automatisch an. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Irgendwann brabbeln kleine Kinder drauf los. Dabei ist nicht jeder Satz grammatikalisch richtig, den sie sagen. Eltern sollten sie dennoch nicht korrigieren - denn das Problem löst sich von selbst.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - "Ich habe geschreit" - wenn Kinder solche Sätze sagen, sollten Eltern sie nicht korrigieren. Denn ein Hinweis auf Grammatikfehler führt nicht dazu, dass Kinder schneller sprechen lernen.

Mehr als 90 Prozent der Kinder sind robuste Sprachenlerner, erklärt Prof. Petra Schulz von der Universität Frankfurt. Das heißt: Sie lernen automatisch die Grammatik ihrer Muttersprache, ohne dass die Eltern dies regulieren müssen.

Auf den Wortschatz können Mutter und Vater hingegen Einfluss nehmen - hier spiegelt sich, was das Kind hört und welche Erfahrungen es macht. Wer also möchte, dass das Kind Wörter wie Tiger oder Elefant kennt, sollte mit ihm in den Zoo gehen oder Tierbücher anschauen, rät Schulz in der Zeitschrift "Eltern" (Ausgabe Januar 2018).

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Polizei stürmt Haus wegen Einbrecher - aber mit dieser Entdeckung hat niemand gerechnet
Polizei stürmt Haus wegen Einbrecher - aber mit dieser Entdeckung hat niemand gerechnet
Steuererklärung: Vorsicht! Hier schaut das Finanzamt 2019 ganz genau hin
Steuererklärung: Vorsicht! Hier schaut das Finanzamt 2019 ganz genau hin
Starinvestor warnt vor baldigem Überlebenskampf an der Börse - so sichern Sie sich ab
Starinvestor warnt vor baldigem Überlebenskampf an der Börse - so sichern Sie sich ab
Mann gewinnt 140 Millionen Euro - nun sucht Lottogesellschaft nach ihm
Mann gewinnt 140 Millionen Euro - nun sucht Lottogesellschaft nach ihm

Kommentare