Gemein oder berechtigt?

WhatsApp: US-Bank beurlaubt Top-Manager - wegen Gruppenchat mit Kollegen

Darf ein Unternehmen private Gespräche zwischen Kollegen einsehen?
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Darf ein Unternehmen private Gespräche zwischen Kollegen einsehen?

Eine Führungskraft der berühmtesten US-Bank wurde jetzt beurlaubt - weil er mit Kollegen auf WhatsApp schrieb. Welche Absurdität dahinter steckt, erfahren Sie hier.

Viele Teams haben bereits einen Gruppen-Chat auf WhatsApp. Schließlich lassen sich Informationen über den Kurznachrichtendienst schnell verschicken. Zum Beispiel, wenn die Bahn mal wieder Störungen hat und ein Mitarbeiter deshalb später auf Arbeit kommt. Zudem ist so ein Gruppenchat auch praktisch, um private Angelegenheiten zu diskutieren, etwa wenn man sich nach Feierabend noch auf ein Bier treffen möchte.

JP Morgan Chase: US-Bank beurlaubt Top-Manager - weil er auf WhatsApp schrieb

Doch wer bei einigen US-Firmen den Kurznachrichtendienst nutzt, kann jetzt sogar seinen Job verlieren. So ist es einem leitendenden Kredithändler der größten US-amerikanischen Bank JP Morgan Chase ergangen. Edward Koo, der fast 20 Jahre in dem Unternehmen gearbeitet hatte, soll Medienberichten zufolge kurzerhand beurlaubt worden sein, weil er sich mit Kollegen in einem WhatsApp-Gruppenchat unterhielt.

Erfahren Sie hier: Chef muss alle Mitarbeiter feuern – aber wie er das macht, rührt das Netz.

Der Grund dafür: Angeblich soll er gegen die Richtlinien des Unternehmens verstoßen haben, heißt es. Wie Bloomberg berichtet, habe sich Koo mit den anderen Chat-Mitgliedern "nicht über unangemessene Themen" unterhalten. Daher ist davon auszugehen, dass er nach der internen Prüfung seine Arbeit wieder aufnehmen darf. Allerdings haben sich bis dato weder JP Morgan Chase noch der Mitarbeiter zu den Hintergründen der Beurlaubung geäußert. 

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Schutz gegen Insiderhandel? Darum überwachen Banken ihre Mitarbeiter

Übrigens: Angeblich sollen viele Banken der Wall Street ihre Mitarbeiter überwachen, Telefongespräche abhören und E-Mails lesen, um sich gegen Betrug wie Insiderhandel zu schützen. Da Whatsapp gesendete und empfangene Nachrichten verschlüsselt und so Banken nicht einsehen können, was Mitarbeiter treiben, würden letztere sich immer wieder gegen den Kurznachrichtendienst wenden.

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Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Jens Kalaene / dpa
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

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