Jeder hat sie schon mal gehört

Warum viele Bewerber schon bei dieser ersten Frage scheitern

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Eine bestimmte Frage stellen Personaler immer wieder - nicht nur, um Smalltalk zu machen.

Meist beginnt ein Vorstellungsgespräch mit einfachen, unverfänglichen Fragen - allerdings liegt hier schon die Crux. Denn Bewerbern entgeht oft der Sinn dieser Fragen.

Ein Vorstellungsgespräch sorgt bei jedem Bewerber für Nervosität und teilweise schlaflose Nächste - doch alle Vorbereitung bringt nichts, wenn Sie schon an der ersten Frage scheitern, die Ihnen der Personaler stellt.

So zumindest die Meinung von Jim Joseph, Unternehmer und Marketingberater, der vor kurzem einen Gastbeitrag für das Online-Portal Entrepreneur schrieb. Welche Frage das ist und wie Sie darauf reagieren sollten, erfahren Sie hier.

Diese Frage stellt Personaler gleich zu Beginn - sie entscheidet über den Verlauf des Gesprächs

Wie Joseph erklärt, lautet die erste Frage, die er einem Bewerber stellt: "Erzählen Sie mir von sich." Was ist Ihre Antwort darauf? Nach Erfahrung des Marketingexperten reagieren die meisten Bewerber darauf mit einer Nacherzählung ihres Lebenslaufes, vom ersten Job nach der Uni bis heute. Das weiß ein Personaler allerdings alles schon. Der eigentliche Sinn dieser Frage sei es, so Joseph, den Mensch hinter dem Lebenslauf kennenzulernen.

"Erzählen Sie mir von sich": Wie sollten Bewerber darauf reagieren?

Hier hätten Bewerber die Chance, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, indem sie etwas von sich erzählen, dass sie vom Rest der Masse abhebt. Der Personaler möchte sich für Sie begeistern können. Das schaffen Sie laut Joseph auf verschiedene Weise.

  • Fassen Sie Ihre Geschichte und Ihre Erfahrungen in einem einfachen Satz zusammen, der aussagt, was Sie machen und können. Welche Qualität zeichnet Sie aus?
  • Erzählen Sie Geschichten, die aus Ihnen mehr machen, als was auf dem Lebenslauf steht. Beziehen Sie sich auf Ereignisse in Ihrer Karriere durch die Sie sich ausgezeichnet haben.
  • Zeigen Sie, dass Sie sich über das Unternehmen informiert haben und wie Sie ihm nützlich sein können.
  • Finden Sie Gemeinsamkeiten mit Ihrem Gesprächspartner ohne aufdringlich zu werden. Interessieren Sie sich beide fürs Kochen oder sind sie zur selben Uni gegangen? Lenken Sie das Gespräch geschickt auf dieses Thema.
  • Verbiegen Sie sich nicht. Schließlich will der Personaler wissen, ob Sie auch charakterlich ins Unternehmen und ins Team passen.

Auch interessant: Bei diesen Angaben wird Ihre Online-Bewerbung gleich aussortiert.

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fk

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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