Kabinettsbeschluss

Tübingen bekommt Lehrstuhl für alternative Heilmethoden

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An der Universität Tübingen entsteht ein Lehrstuhl für Komplementärmedizin. Foto: Sebastian Gollnow

Homöopathie, Naturheilkunde, Akupunktur - Es gibt diverse Behandlungsansätze für Krankheiten jenseits der Schulmedizin. Der neu eingerichtete Lehrstuhl für Komplementärmedizin an der Uni Tübingen soll die Wirksamkeit der alternativen Medizin erforschen.

Tübingen (dpa/lsw) - Die grün-schwarze Landesregierung lässt an der Universität Tübingen einen Lehrstuhl für Komplementärmedizin einrichten. Das hat das Kabinett beschlossen.

Komplementärmedizin ist ein Sammelbegriff für alternative Heilmethoden, die die sogenannte Schulmedizin ergänzen sollen, in ihrer Wirksamkeit bislang aber noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht sind.

Einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag entsprechend soll Baden-Württemberg in diesem Bereich eine Vorreiterrolle übernehmen. "Wir wollen die wissenschaftliche Forschung auch universitär voranbringen, um langfristig alternative Heilmethoden in die medizinische Versorgung zu integrieren", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bei der Regierungspressekonferenz in Stuttgart.

Die Kosten des Lehrstuhls in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro für die ersten fünf Jahre wird Kretschmann zufolge die Robert-Bosch-Stiftung übernehmen. Auch das Robert-Bosch-Krankenhaus werde an dem Vorhaben beteiligt sein.

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