So teuer ist die Arbeit in Deutschland

Berlin - Die Arbeitskosten in Deutschland sind deutlich höher als in anderen europäischen Ländern. Die genauen Zahlen:

Für eine geleistete Stunde bezahlten die Arbeitgeber aus der deutschen Privatwirtschaft im vergangenen Jahr durchschnittlich 30,10 Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Damit lagen die Kosten hierzulande rund ein Drittel über dem Durchschnittsniveau innerhalb der Europäischen Union. In den 27 Mitgliedsstaaten lag der Betrag für eine Arbeitsstunde bei 22,80 Euro.

Belgier zahlen am besten

Im EU-Vergleich landete Deutschland damit auf Rang sieben. Am meisten mussten die belgischen Arbeitgeber aufbringen. Sie zahlten für eine geleistete Stunde 39,30 Euro. Dagegen lagen die Kosten in den beiden jüngsten Mitgliedsstaaten Rumänien (4,50 Euro) und Bulgarien (3,50 Euro) deutlich unter dem Durchschnitt.

Besonders hoch waren die Arbeitskosten im verarbeitenden Gewerbe. In der deutschen Industrie bezahlten die Arbeitgeber pro Stunde 34,30 Euro. Sie lagen damit knapp 50 Prozent über dem europäischen Durchschnittswert. EU-weit kostete eine Arbeitsstunde in dem Zweig 23,30 Euro.

So viel kassierten die Bosse der Dax-Konzerne 2011

Sie wollten immer schon wissen, was Deutschlands mächtigste Bosse verdienen? Klicken Sie sich durch und sehen Sie, wieviel die Konzernlenker der 30 Dax-Unternehmen kassieren. Die Zahlen stellen die Verdienste inklusive langfristiger Vergütungsbestandteile im Jahr 2011 dar. Quellen sind das manager magazin, die Humboldt Universität und das Statistische Bundesamt. © dpa
30 Martin Blessing (Commerzbank) 500.000 € © dpa
29 Thomas-B. Quaas (Beiersdorf) 1.649.000 € © dpa
28 Norbert Steiner (K+S) 2.217.000 € © dpa
27 Dr. Georg Pachta-Reyhofen (MAN) 2.626.000 € © dpa
26 Christoph Franz (Lufthansa) 2.798.000 € © dpa
25 Dr. Eckhard Cordes (Metro) 3.152.000 € © dpa
24 Ulf Schneider (Fresenius SE) 3.234.000 € © dpa
23 René Obermann (Deutsche Telekom) 3.237.000 € © dpa
22 Reto Francioni (Deutsche Börse) 3.536.000 € © dpa
21 Dr. Nikolaus von Bomhard (Münchener Rück) 3.625.000 € © dpa
20 Dr. Ben Lipps (FMC) 3.628.000 € © dpa
19 Peter Bauer (Infineon) 3.680.000 € © dapd
18 Dr. Bernd Scheifele (Heidelberg Cement) 3.757.000 € © dpa
17 Karl-Ludwig Kley (Merck) 4.200.00 € © dapd
16 Michael Diekmann (Allianz) 4.386.000 € © dpa
15 Marijn Dekkers (Bayer) 4.418.000 € © dpa
14 Dr. Johannes Teyssen (E.ON) 4.515.000 € © dpa
13 Kurt Bock (BASF) 4.749.000 € © dpa
12 Heinrich Hiesinger (ThyssenKrupp) 5.026.000 € © dpa
11 Dr. Frank Appel (Deutsche Post) 5.221.000 € © dpa
10 Kasper Rorsted (Henkel) 5.410.000 € © dpa
9 Herbert Hainer (Adidas) 5.940.000 € © dpa
8 Dr. Norbert Reithofer (BMW) 6.134.000 € © dpa
7 Dr. Jürgen Großmann (RWE) 6.408.000 € © dpa
6 Bill McDermott/ Jim Hagemann Snabe (SAP) 6.588.000 € © dpa
5 Prof. Dr. Wolfgang Reitzle (Linde) 6.741.000 € © dpa
4 Peter Löscher (Siemens) 8.623.000 € © dpa
3 Dr. Dieter Zetsche (Daimler) 8.654.000 € © dpa
2 Dr. Josef Ackermann (Deutsche Bank) 9.355.000 € © dpa
1 Prof. Dr. Martin Winterkorn (Volkswagen) 17.456.000 € © dpa

Die Lohnnebenkosten fielen hierzulande dagegen vergleichsweise niedrig aus. Auf 100 Euro Bruttoverdienst zahlten Deutschlands Arbeitgeber 28 Euro zusätzlich für Sozialbeiträge. Das ist weniger als in den Krisenstaaten Spanien (37 Euro) und Griechenland (29 Euro). Der Durchschnittswert in der EU lag bei 32 Euro. Die höchsten Lohnnebenkosten wurden in Schweden mit 52 Euro gezahlt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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