Jobfrage

Ist die Probezeit gesetzlich vorgeschrieben - oder kann sie entfallen?

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Wenn der Arbeitsvertrag unterschrieben ist, beginnt für die meisten schon bald die Probezeit. Doch ist sie überhaupt vorgeschrieben?

Wenn der Arbeitsvertrag unterschrieben ist, beginnt für die meisten schon bald die Probezeit. Doch ist sie überhaupt gesetzlich vorgeschrieben? Experten klären auf.

Die erste Zeit im neuen Job ist meist ziemlich aufregend: Wie ist der Chef? Verstehe ich mich mit den Kollegen? Und: Werde ich meine Aufgaben gut meistern können? Um vor allem Letzeres zu testen, ist eine Probezeit vorgesehen, in der Arbeitgeber und Arbeitnehmer prüfen können, ob sie zueinander passen. Doch ist diese Probezeit eigentlich gesetzlich vorgeschrieben?

Probezeit ist nicht gesetzlich vorgeschrieben - außer in einem Fall

Obwohl sie in den meisten Arbeitsverträgen üblich ist, ist eine Probezeit tatsächlich gesetzlich nicht vorgeschrieben. Sie muss zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer explizit vereinbart werden. Dabei darf Sie laut Gesetz jedoch nicht länger als sechs Monate dauern. "Fehlt eine solche Abrede, so ist das Arbeitsverhältnis ohne Probezeit geschlossen", schreiben die Rechtsanwälte Speker, Nierhaus und Stenzel auf ihrer Internetseite.

Wie verhalte ich mich im neuen Job? Mit dieser Taktik bestehen Sie die Probezeit.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wer sich in einem Ausbildungsverhältnis befindet, der muss nach § 20 Berufsbildungsgesetz (BBiG) eine Probezeit von mindestens einem Monat absolvieren. Diese Probezeit darf jedoch nie länger als vier Monate gehen. 

Lesen Sie auch: Krank in der Probezeit: Droht mir die Kündigung?

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Von Andrea Stettner

Das sind die unbeliebtesten Berufe Deutschlands - ist Ihrer auch dabei?

Platz 10 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Journalist.
Platz 10 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Journalist. © picture alliance / Yahya Arhab/EPA/dpa
Platz 9 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Arzt.
Platz 9 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Arzt. © picture alliance/dpa/Bernd Weissbrod
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Platz 8 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Bankkaufmann. © picture alliance / Andreas Arnold/dpa
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Platz 7 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Reinigungskraft. © picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa
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Platz 6 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Grundschullehrer. © picture alliance/Armin Weigel/dpa
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Platz 5 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Landwirt. © picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa
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Platz 3 der unbeliebtesten Berufe Deutschlands: Fernfahrer. © picture alliance / Uwe Anspach/dpa
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