Kaum zu glauben

Münchner mit Sehbehinderung wird Praktikum wegen Blindenhund verwehrt - doch er lässt nicht locker

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Wegen seines Blindenhundes wird einem Mann die Praktikumssuche erheblich erschwert. (Symbolbild)

Ein Mann gehört zu den Besten in seiner Physiotherapeuten-Ausbildung. Doch ein Praktikumsplatz wird ihm wegen seines Blindenhundes verwehrt. Das lässt er nicht auf sich sitzen.

Ein junger Mann hat über Twitter ordentlich Staub aufgewirbelt: Laut eigener Aussage steht er kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten. Nun werden ihm aber allerhand Steine in den Weg gelegt: Er soll wegen seines Blindenhundes keinen Praktikumsplatz bekommen. Das Praktikum benötige er aber, um seinen Abschluss zu machen. Das will der Mann, der sich auf Twitter Basti nennt und aus München kommt, nicht auf sich sitzen lassen.

Update vom 6. Februar 2019: Beschwerden haben gewirkt - Mann erhält Praktikumsplatz

Viele User haben die Tweets von Basti auf sein Ansinnen hin geteilt. Er hat damit scheinbar für so viel Aufmerksamkeit gesorgt, dass dies nun auch Früchte getragen hat. In einem aktuellen Tweet (5.2.19) schreibt er: "Ich kann glücklich verkünden, eine Stelle für mein Praktikum gefunden zu haben. Ich kann kaum fassen, wie sehr sich diese ganze Geschichte verbreitet hat und wie viele Leute Interesse daran gefunden haben. Deshalb möchte ich von Herzen danke sagen! Examen: ich komme!" 

Demnach starte das Praktikum bereits am 6. Februar 2019, so dass Basti im Juni das Examen antreten könne.

Viele Menschen gratulieren unter dem neuesten Tweet und freuen sich mit dem jungen Mann.

News vom 4. Februar 2019: Mann mit Sehbehinderung wird Praktikum wegen Blindenhund verwehrt

"Ich kriege gerade eine richtige Lebenskrise", beginnt der erste Tweet von 1. Februar 2019 von Basti. "Drei Jahre lang bin ich trotz Blindheit einer der besten Schüler meiner Physioklasse an einer Regelschule, nur damit ich im dritten und letzten Jahr aufgrund eines Blindenführhundes keine Praktikumsstelle mehr bekomme", schreibt der junge Mann. 

Weiter schreibt er: "Meine Schulleitung weiß auch nichts anderes mehr, als sich bei mir zu entschuldigen, meint aber ständig, ich brauche mir keine Sorgen um mein Examen machen, das ich ja nur leider ohne die letzten Praktika gar nicht antreten darf."

Lesen Sie hier: Frau kassiert 100 Absagen auf ihre Bewerbungen - bis sie ein Detail weglässt.

"Soviel zum Thema Inklusion", regt sich Basti auf. "Was ist denn mit den Menschen los? Warum ist es ein so großes Problem für eine scheiß Praxis, mich mit Hund zu nehmen? Ich verstehe es bei Kliniken und wenn es um Allergien geht, aber jede andere Praxis kommt dann auch mit Hygiene um die Ecke. BULLSHIT!"

Nachdem bis dahin jeder seiner Tweets an die 1.000 Mal geliked und rund 100 Mal retweeted wurde (Stand: 5.2.19), kommt Basti richtig in Fahrt. In weiteren Tweets regt er sich über die Diskriminierung auf: "Ich nehme den Hund ja noch nicht einmal zwingend mit in die Behandlung. Yuki kann ohne Probleme auch im Aufenthaltsraum warten und es reicht, wenn ich zwischendurch mal da bin und mittags kurz mit ihr raus kann. Aber nein... Das geht ja nicht."

Er fordert auch seine Follower dazu auf, den Tweet fleißig zu teilen und damit vielleicht etwas zu bewirken. Was schließlich auch zu funktionieren scheint: "Ich möchte nochmal danke für jegliche Hilfe sagen", schreibt Basti am 2. Februar 2019. "Es berührt mich sehr, wie viele Menschen sich für die Thematik interessieren. Aktueller Stand: Ich habe einige gute Anhaltspunkte, die ich am Montag mal durchgehen werde und hoffe, dabei etwas zu finden."

Viele Hinweise von Usern gingen bisher bei ihm ein, aufbauende Kommentare, aber auch Empörung über die Ungerechtigkeit. Auch weiterhin ist jede Hilfe gefragt.

Doch es scheint bereits Hoffnung für den jungen Mann und seinen Hund zu geben:

Video: Rückstand bei Inklusion an Schulen

Auch interessant: Diese Angabe im Lebenslauf ist nicht nur überflüssig - sie kann Ihnen wirklich schaden.

sca

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.  © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.  © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.  © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.  © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.  © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.   © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.  © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.  © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.  © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen.  © fkn

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