Arbeitsrecht

Krankschreibung: Was tun, wenn ich zu krank bin, um zum Arzt zu gehen?

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Mit einer schweren Grippe ist es oft unmöglich, zum Arzt zu gehen. Doch was, wenn der Arbeitnehmer schon am ersten Tag eine Krankschreibung verlangt?

Mit Brechdurchfall oder Grippe zum Arzt schleppen? Das ist häufig unmöglich. Doch was tun, wenn der Arbeitgeber schon am ersten Tag eine Krankschreibung verlangt?

Fieber, Kreislaufprobleme oder gar Brechdurchfall: Bei schweren Erkrankungen ist an Aufstehen kaum zu denken - geschweige denn, zum Arzt zu gehen, um sich eine Krankschreibung für den Arbeitgeber abzuholen. Doch was tun, wenn der Chef schon ab dem ersten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangt?

Zu krank für den Arzt? Hausbesuch für Krankschreibung vereinbaren

Zunächst sollten Mitarbeiter versuchen, einen Hausbesuch zu vereinbaren, um so an die Krankschreibung zu gelangen und sich gleichzeitig zu schonen. Viele Ärzte sind allerdings so ausgelastet, dass sie dies gar nicht mehr leisten können. 

Lesen Sie auch: Krankmeldung: So melden Sie sich richtig krank.

Notfalls später zum Arzt und Arbeitgeber informieren

In diesem Fall rät das Wirtschaftsportal business-on, erst später zum Arzt zu gehen. Dieser kann die Krankschreibung auch rückwirkend ausstellen (wie lange das möglich ist, erfahren Sie hier). Dann sollten Mitarbeiter ihren Arbeitgeber aber umgehend darüber informieren bzw. dieses Vorgehen mit ihm absprechen.

Krank in den ersten vier Wochen der Beschäftigung

Anders verhält es sich, wenn Sie Ihre Stelle gerade erst angetreten haben. In den ersten vier Wochen der Beschäftigung zahlt nämlich der Arbeitgeber keinen Lohn im Krankheitsfall, sondern die Krankenkasse springt mit Krankengeld ein - und das auch nur auf Antrag. In diesem Fall sollten Sie sich bereits am ersten Tag der Krankheit eine Krankschreibung ausstellen lassen, um keinen Lohnausfall zu riskieren. 

Mehr zum ThemaKrankschreibung: Drei Irrtümer, die leider noch immer kursieren.

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Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.
In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.  © dpa
Platz 5: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage
Platz 5: Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage  © dpa
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage  © dpa
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage  © dpa
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage  © dpa
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage
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