Krank im Job

Verrückt: Krank arbeiten soll gesund sein - unter einer Bedingung

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Die Grippe hat Sie fest im Griff? Dann sollten Sie besser im Bett bleiben, statt zu arbeiten. Oder etwa doch nicht?

Es klingt absolut verrückt: Wer mit Grippe, Husten und Co. arbeitet, soll sich damit selbst etwas Gutes tun. Doch das gilt nur unter einer bestimmten Voraussetzung. 

Was wie der Traum eines jeden Arbeitgebers klingt, soll laut einer Expertin tatsächlich wahr sein: Krank arbeiten schade entgegen landläufiger Meinung nicht der Gesundheit - ganz im Gegenteil. Es soll sogar gesund sein. 

Krank arbeiten gehen schadet der eigenen Gesundheit und den Kollegen

Doch Karriere-Expertin und Buchautorin Isabell Prophet ist sich ihrer Sache sicher. Dabei geht es ihr jedoch nicht darum, dass sich Mitarbeiter morgens krank zur Arbeit schleppen. "In dieser Zeit können jede Menge Menschen angesteckt werden und man selbst beansprucht seinen Körper stärker, als es gesund ist", erklärt Prophet dem News-Portal HuffingtonPost. "Das heißt, im Grunde schadet man sich schon durch den Arbeitsweg und dann kommen noch acht, neun Stunden Arbeit dazu. Das würde ich nicht 'arbeitsfähig' nennen. Das ist Quälerei."

Soweit gilt auch die einhellige Meinung, dass kranke Mitarbeiter besser das Bett hüten sollten. Schließlich schade man nicht nur seiner eigenen Gesundheit, sondern auch seinem Arbeitgeber (warum, das erfahren Sie hier). 

Expertin rät kranken Mitarbeitern zu Homeoffice - aber nicht zu lange

Doch was tun, wenn sich im Büro die Arbeit stapelt oder man unbedingt an einem wunderbaren Projekt weiterarbeiten möchte? In diesem Fall proklamiert die Expertin eine andere Lösung, die weder sich selbst noch den Kollegen schadet: Homeoffice

"Du kannst krank sein und dich schonen, aber Zuhause trotzdem die Sachen machen, die du machen musst oder dir am Herzen liegen – vielleicht für etwa zwei Stunden, am Montag oder Dienstag, dann musst du Mittwoch bestenfalls gar nicht zur Arbeit", meint Prophet. Übrigens, wie Sie Ihr Homeoffice richtig einrichten, erfahren Sie hier. 

Homeoffice sei gut für Gesundheit

Dabei geht sie sogar soweit zu sagen, dass Arbeit von Zuhause aus nicht etwa schade, sondern sogar noch gut für die Gesundheit sei. Warum? Weil sich laut Prophet die wenigsten Mitarbeiter wirklich Zuhause auskurieren, sondern sich - noch halb krank - bereits nach kurzer Zeit wieder ins Büro schleppen. Dort überfordert jedoch die liegengebliebene Arbeit die angeschlagenen Arbeitnehmer - Spätfolgen nicht ausgeschlossen.

Daher sollen Arbeitnehmer lieber noch länger Zuhause bleiben und vom Sofa aus schon einiges wegarbeiten, so die Expertin: "Es ist besser, vielleicht mal den Laptop Zuhause auf die Knie zu legen – aber eben auch nicht acht Stunden am Tag. Sondern nur die Zeit, die es braucht, um die Arbeit, die uns am Herzen liegt, zu erledigen."

Es ist jedoch wichtig, dass Mitarbeiter selbst einschätzen, ob es ihr Gesundheitszustand erlaubt, zu arbeiten oder besser nicht. Zum Homeoffice zwingen kann der Chef Sie jedenfalls nicht, wenn Sie krankgeschrieben sind.

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Lesen Sie auch: Krankmeldung - So melden Sie sich richtig krank

Und: Muss mir mein Arbeitgeber für Arzttermine frei geben?

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Von Andrea Stettner

Zehn stressfreie Jobs, in denen Sie gut verdienen

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