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Komplettes Air-Berlin-Team bewirbt sich bei neuem Arbeitgeber

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Mitarbeiter von Air Berlin gehen eigene Wege.

Während die Zukunft der Fluggesellschaft Air Berlin ungewiss ist, nehmen die Mitarbeiter ihr Schicksal auf kreative Art einfach selbst in die Hand.

Seitdem Air Berlin in der vergangenen Woche einen Antrag auf Insolvenz stellen musste, sind für die rund 8.500 Angestellte unsichere Zeiten angebrochen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Air Berlin als komplettes Unternehmen verkauft wird. Experten gehen eher davon aus, dass etwa 40 Flugzeuge aus der Air-Berlin-Flotte komplett vom Markt verschwinden werden und im Zuge dessen auch viel Personal wegfallen wird.

Eine Gruppe von 60 Mitarbeitern nimmt ihr Schicksal deshalb nun selbst in die Hand und sucht geschlossen nach einem neuen Arbeitgeber, wie BusinessInsider.de berichtet. Dafür hat das derzeitige E-Commerce-Team von Air Berlin eine Website programmiert und einen eigenen Hashtag ins Leben gerufen. Unter der Parole #HireUsAsATeam (Stellen Sie uns als Team ein) werben die Angestellten um einen neuen Dienstherrn aus dem Bereich Marketing und Produktmanagement.

Motiviertes und hungriges Team

Teamleiter Pascal Volz meldet sich auf der Seite direkt zur Wort: "Wir brauchen jetzt eine neue Herausforderung – brauchen Sie einen Boost für Ihr E-Commerce?" Er lobt die Erfolge seiner Mannschaft und verspricht ein starkes Team, das "hungrig" nach Innovationen sei und auch ungewöhnliche Wege gehe. "Die letzten drei Wochen waren für uns alle schwierig, aber die Show muss weitergehen", heißt es weiter in der Bewerbungs-Botschaft.

Auf den folgenden Seiten kommen Kunden zu Wort und die Mitarbeiter stellen sich mit Foto und Xing-Profil vor. Ob diese ungewöhnliche Bewerbung schon potentielle Arbeitgeber angelockt hat, ist nicht bekannt. Auch ein Statement der Fluggesellschaft Air Berlin zum Vorgehen der kreativen Angestellten gibt es noch nicht.

Auch Piloten auf Job-Suche

Für einige Piloten von Air Berlin dreht sich das Karriererad vielleicht auch schon bald weiter. Die Fluggesellschaft Qatar Airways ein Bewerbercasting im Berliner Maritim Hotel veranstaltet. Piloten und Copiloten konnten am 23. und 24. August zu einem Gespräch vorbeikommen.

Der Insolvenzverwalter freut sich jedenfalls über jeden eingesparten Mitarbeiter.

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Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: 
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:  © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. 
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.  © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design. 
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.  © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. 
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.  © pexels

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