Dieses Schicksal bewegt

Vater von krebskrankem Sohn rechnet mit Kündigung - Kollegen retten ihn

Ein Vater aus Hessen kümmert sich rührend um seinen krebskranken Sohn, denkt sogar über eine Kündigung nach. Doch es sollte ganz anders kommen.

Andreas Graf ist Vater eines dreijährigen, aufgeweckten Jungen. Doch den kleinen Julius ereilt ein hartes Schicksal, als er 2017 an Leukämie (Blutkrebs) erkrankt. Graf verbringt so viel Zeit wie möglich mit seinem Sohn, um während der Chemotherapie für ihn da zu sein. Doch dem 36-jährigen Montagearbeiter einer Designartikel-Firma wird schnell klar, dass er seinen Job wohl bald nicht mehr machen kann.

Vater eines krebskranken Sohnes rechnet mit Kündigung

 "Ich habe erst mal meinen kompletten Urlaub genommen, weil wir auch nicht wussten, was auf uns zukommt", erzählt er dem Nachrichtenportal hessenschau. "Dann dachte ich: Urlaub ist irgendwann wegund dann wirst du halt irgendwann kündigen oder gekündigt bekommen." Doch soweit sollte es nicht kommen. 

Arbeitgeber startet Spendenaktion für Überstunden

Als die Personalchefin seines Arbeitgebers, der Firma Seidel im hessischen Fronhausen, von seinem Schicksal erfährt, bespricht sie mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat, wie sie ihrem Mitarbeiter möglichst schnell helfen können. Dann startet eine beispiellose Spendenaktion im Unternehmen: Sie hängt in der Firma und beim Tochterunternehmen Carus Listen aus, in dem sich jeder eintragen kann, der Überstunden für den Vater spenden möchte. 

Die Aktion wird ein voller Erfolg: In nur zwei Wochen kommen fast 3.300 Überstunden zusammen - j eder einzelne Mitarbeiter der rund 700 Mitarbeiter hat gespendet! Das erfüllt Personalchefin Pia Meier mit Stolz: "Wir pflegen einen guten Kontakt zu unseren Mitarbeitern. Wenn dann so etwas passiert, ist es völlig klar, dass wir niemanden hängen lassen."

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3.300 Überstunden gespendet: Vater ist überwältigt

Andreas Graf ist nach dieser Aktion überwältigt. "Ohne diese großartige Unterstützung wäre ich jetzt arbeitslos", erzählt er der Oberhessischen Presse. Doch so konnte er fast ein ganzes Jahr für seinen kranken Sohn da sein, ohne sich um Geld Gedanken machen zu müssen. Einen Teil der gespendeten Überstunden ließ er sich ausbezahlen, um die Wohnung umzubauen und seinen Sohn nach Hause zu holen. Dem geht es inzwischen wieder viel besser.

Weiterer Schicksalsschlag trifft Familie

Doch letzten Oktober mussten die beiden erneut einen schlimmen Schicksalsschlag verkraften: Julius Mutter stirbt an einem Herzleiden - gerade dann, als ihr kleiner Sohn wegen einer Infektion erneut ins Krankenhaus muss. 

Der alleinerziehende Vater und sein Sohn wollen nun aber nach vorne blicken. Zwar müsse der inzwischen vierjährige Julius nach wie vor Chemotabletten nehmen, doch er wird schon bald wieder in seinen Kindergarten zurückkehren können. Und auch Vater Andreas will dann wieder arbeiten.

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Auch eine Berliner Firma zeigt ganz viel Herz, als sie einem Kollegen 1.000 Überstunden spenden. Auch ihn ereilte ein tragisches Schicksal.

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Von Andrea Stettner

In diesen Berufen arbeiten die glücklichsten Menschen

Platz 10: Architekten und Krankenschwestern liegen gleichauf - immerhin 62 Prozent sind happy in ihrem Beruf.
Platz 10: Architekten und Krankenschwestern liegen gleichauf - immerhin 62 Prozent sind happy in ihrem Beruf. © Pixabay
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Platz 9: Akten wälzen ist öde? Nicht doch: 64 Prozent der Anwälte und Juristen sind glücklich in ihrem Beruf. © Getty Images/iStockphoto
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Platz 8: 65 Prozent der Ärzte lieben ihren Job und möchten keinen anderen haben. © Pixabay
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Platz 7: Anstrengend, aber offenbar erfüllend ist ein Job auf dem Bau: Zwei Drittel der Bauarbeiter sind zufrieden. © Pixabay
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Platz 6: Arbeiten, wo andere Ferien machen - das macht 67 Prozent der Arbeitnehmer in der Tourismusbranche glücklich. © Getty Images/iStockphoto
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Platz 5: Im Dienst der Forschung fühlen sich 69 Prozent der Wissenschaftler pudelwohl. © Pixabay
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Platz 4: Ob Schönfärberei sich positiv auf den eigenen Gemütszustand auswirkt? Es scheint so zu sein: In Werbung, Marketing und PR arbeiten zu 75% glückliche Angestellte. © Pixabay
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Platz 2: Anderen etwas Gutes tun macht selbst glücklich - vielleicht ist das die Erklärung dafür, dass Friseure und Kosmetiker trotz mauer Bezahlung mit 79 Prozent zu den zweitglücklichsten Arbeitnehmern gehören. © Pixabay
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Platz 1: Liegt es an der frischen Luft, am beruhigenden Grün oder an den glücklichen Kunden? Trotz bescheidener Gehälter geben 87 Prozent der Gärtner und Floristen an, dass sie so richtig happy mit ihrer Berufswahl sind. © Pixabay

Rubriklistenbild: © facebook / @seidel.living.design (Screenshot)

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