Wie reagieren?

So können Sie Kollegen mit chronischen Krankheiten am besten unterstützen

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Wie geht man mit Kollegen um, die an schweren chronischen Krankheiten leiden?

Manchmal kommt es vor, dass Personen aus dem näheren Umfeld schwer krank werden. Doch wie kann man am Arbeitsplatz damit umgehen, ohne falsch zu reagieren?

Ärztliche Diagnosen wie schwere Herzleiden oder Krebs sind immer ein Schock für Betroffene und deren Umfeld. Das gilt jedoch nicht nur für die Familien der Leidenden, sondern auch für die Kollegen und die Vorgesetzten am Arbeitsplatz. In vielen Fällen wissen Mitarbeiter jedoch nicht, wie man richtig mit einer solchen Situation umgeht. Was kann man sagen und tun, um den Betroffenen zu helfen und eine Verschlimmerung der Lage zu vermeiden?

Umfragen zeigen: Viele Personen sind überfordert, wenn sie von Krankheiten eines Kollegen erfahren

Es gibt viele typische Probleme am Arbeitsplatz, die einem ständig begegnen und mit denen man deshalb schneller zurechtkommt. Dazu gehören beispielsweise Stress oder Ärger mit dem Vorgesetzten. Seltener kommt es dagegen vor, dass ein Kollege von einer schweren Krankheit erzählt, die im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich sein kann. Aus diesem Grund sind viele Mitarbeiter überfordert, sofern eine solche Situation tatsächlich eintritt.

Die Organisation Cancer and Careers führte kürzlich eine Studie mit 1.000 amerikanischen Arbeitgebern durch, die zeigte, dass 88 Prozent der Befragten glauben, einen erkrankten Kollegen nicht ausreichend unterstützen zu können. Dabei bezogen sich die größten Sorgen der Teilnehmer darauf nicht zu wissen, wie viel emotionale und arbeitsbedingte Hilfe sie leisten sollen und wie viele Fragen zum gesundheitlichen Status des Kollegen sie stellen dürfen.

In einem Gespräch mit der Website Healthline verrieten Rebecca Nellis von Cancer and Careers sowie Arbeitsexpertin Lynn Taylor, wie Sie Mitarbeiter mit schweren chronischen Erkrankungen am besten unterstützen können:

1. Zeigen Sie Mitgefühl

Wenn Sie nicht wissen, wie Sie richtig reagieren sollen, können Sie das laut Nellis offen zugeben. Gleichzeitig ist es für den Betroffenen oft schon beruhigend zu erfahren, dass Sie gerne helfen wollen - sofern er oder sie Hilfe benötigt. Zeigen Sie also Mitgefühl und bieten Sie Ihre Unterstützung an.

2. Hören Sie Ihrem erkrankten Kollegen zu

Wichtig ist zudem, Gesprächsthemen von dem erkrankten Kollegen vorgeben zu lassen. Versuchen Sie anhand der Antworten des Mitarbeiters herauszufinden, wie Sie am besten reagieren sollten, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Wenn Ihr Kollege beispielsweise andeutet, nicht über Ihre Erfahrungen mit einer Krankheit reden zu wollen, sollten Sie diesen Wunsch akzeptieren.

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3. Erzählen Sie Informationen über eine erkrankte Person nicht weiter

Betroffene teilen Ihre Geschichte oft nicht mit jedem Mitarbeiter. Entsprechend sollten Sie auch dessen Privatsphäre wertschätzen und nicht alle Details weitererzählen.

4. Bieten Sie an, Arbeitsaufgaben zu übernehmen

Nichts spricht dagegen, einem erkrankten Kollegen bei der Arbeit zu helfen. Nellis weist allerdings darauf hin, dass Sie immer konkrete Aufgaben nennen sollten, die Sie übernehmen können. Bieten Sie einem Mitarbeiter dagegen nur an, irgendeinen Auftrag zu erledigen, setzt ihn das weiter unter Druck. Das liegt daran, weil ein Betroffener erst Aufgaben finden muss, die abgetreten werden können.

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5. Ignorieren Sie die Situation nicht

Wer nicht weiß, wie man mit einem erkrankten Kollegen umgehen soll, geht diesem gerne aus dem Weg. Das sollten Sie laut Taylor jedoch unbedingt vermeiden. Stellen Sie sich stattdessen vor, wie Sie in einer solchen Situation behandelt werden möchten und reagieren Sie so, wie es für Sie am angenehmsten wäre. Zudem hilft es oft mit anderen Kollegen über Ihre Unsicherheit zu sprechen.

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Eigenschaft Nr. 1 - Authentizität: Je authentischer Sie von anderen wahrgenommen werden, desto sympathischer wirken Sie. Sie müssen sich also nicht verstellen - geben Sie sich einfach so, wie Sie sind und bleiben Sie gelassen. 
Eigenschaft Nr. 1 - Authentizität: Je authentischer Sie von anderen wahrgenommen werden, desto sympathischer wirken Sie. Sie müssen sich also nicht verstellen - geben Sie sich einfach so, wie Sie sind und bleiben Sie gelassen.  © pixabay
Eigenschaft Nr. 2 - Ehrlichkeit: Wenn Sie anderen gegenüber ehrlich sind, können Sie andere besser einschätzen. Das ganze ist auch die Basis für den nächsten Punkt...
Eigenschaft Nr. 2 - Ehrlichkeit: Wenn Sie anderen gegenüber ehrlich sind, können Sie andere besser einschätzen. Das ganze ist auch die Basis für den nächsten Punkt... © pixabay
Eigenschaft Nr. 3 - Vertrauenswürdigkeit: Je mehr wir einem Menschen vertrauen, um so netter finden wir ihn auch. 
Eigenschaft Nr. 3 - Vertrauenswürdigkeit: Je mehr wir einem Menschen vertrauen, um so netter finden wir ihn auch.   © iStock / AndreyPopov
Eigenschaft Nr. 4 - Kritikfähigkeit: Wer bei der kleinsten Kritik sofort ausflippt, stellt sich nicht gut mit Chefs und Kollegen. Andersherum wirken Sie gleich viel sympathischer, wenn Sie Kritik an Ihrer Arbeit gelassen annehmen. Dasselbe gilt auch für von Ihnen geäußerste Kritik: Diese sollte immer sachlich auf die Arbeit, nicht auf die Person abzielen. "Sie Depp!" kommt also nicht gut an.
Eigenschaft Nr. 4 - Kritikfähigkeit: Wer bei der kleinsten Kritik sofort ausflippt, stellt sich nicht gut mit Chefs und Kollegen. Andersherum wirken Sie gleich viel sympathischer, wenn Sie Kritik an Ihrer Arbeit gelassen annehmen. Dasselbe gilt auch für von Ihnen geäußerste Kritik: Diese sollte immer sachlich auf die Arbeit, nicht auf die Person abzielen. "Sie Depp!" kommt also nicht gut an. © pixabay
Eigenschaft Nr. 5 - Namensgedächtnis: Merken Sie sich die Namen Ihrer Kunden und sprechen Sie sie mit Namen an. Das schmeichelt ihnen und Sie werden sehen, dass die Geschäfte gleich viel besser laufen.
Eigenschaft Nr. 5 - Namensgedächtnis: Merken Sie sich die Namen Ihrer Kunden und sprechen Sie sie mit Namen an. Das schmeichelt ihnen und Sie werden sehen, dass die Geschäfte gleich viel besser laufen.  © pixabay
Eigenschaft Nr. 6 - Toleranz:Gegenseitiges tolerantes Verhalten macht Sympathie erst möglich. Respektieren Sie also Ihren Gegenüber und seine Sicht der Dinge.
Eigenschaft Nr. 6 - Toleranz: Gegenseitiges tolerantes Verhalten macht Sympathie erst möglich. Respektieren Sie also Ihren Gegenüber und seine Sicht der Dinge. © pixabay
Eigenschaft Nr. 7 - Zuhören: Legen Sie Ihr Smartphone bei Seite und hören Sie Ihrem Kollegen aufmerksam zu. In dem Sie sich zurücknehmen und seinen Problemen Aufmerksamkeit schenken, machen Sie sich gleich sympathisch.
Eigenschaft Nr. 7 - Zuhören: Legen Sie Ihr Smartphone bei Seite und hören Sie Ihrem Kollegen aufmerksam zu. In dem Sie sich zurücknehmen und seinen Problemen Aufmerksamkeit schenken, machen Sie sich gleich sympathisch. © pexels

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