Neue Studie

Gehalt: So viel mehr Geld bekommen Sie in diesen Branchen - und lohnt ein Studium wirklich?

Hand mit Geldscheinen
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Die Einkomensunterschiede sind je nach Branche enorm.

Nicht nur die Position spielt beim Lebenseinkommen der Deutschen eine Rolle – entscheidend sind vor allem auch die Branche und der Abschluss. Eine Studie zeigt die enormen Unterschiede.

Wieviel Geld lässt sich im Laufe eines Berufsleben verdienen – und vor allem: in welchen Positionen und in welchen Branchen? Eine neue Studie von Gehalt.de liefert dazu einige Fakten, die nicht nur Berufswechsler interessieren dürften. Für die Studie haben die Experten auf der Basis von 740.984 Datensätzen die durchschnittlichen Brutto-Lebenseinkommen der Deutschen* analysiert.

So viel Lebenseinkommen erreichen Fachkräfte im Schnitt

Führungskräfte – ungeachtet des Geschlechts – erzielten demnach ein Lebenseinkommen von 3,87 Millionen Euro, während Fachkräfte auf 1,91 Millionen Euro kämen, heißt es in der Mitteilung zu der Studie. Auffällig sei, dass die Höhe des Einkommens bei den Frauen ab dem 35. Lebensalter nahezu stagniere. „Im fortgeschrittenen Alter ist der Faktor Personalverantwortung ausschlaggebend für das weitere Lohnwachstum. Da der Anteil der weiblichen Führungskräfte nach wie vor geringer ist, erreichen die Gehälter für Frauen mit Anfang 40 ein Plateau“, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

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Lebenseinkommen: Mit Studium bis zu eine Million mehr verdienen

Bezahlt macht sich beim Lebenseinkommen demnach auch ein Studium. „Berücksichtigen die Analyst*innen alle Akademiker*innen, also Beschäftigte mit Promotion, Bachelor, Master, 1. und 2. Staatsexamen, Magister, Diplom oder Approbation, beträgt das Lebenseinkommen rund 2,85 Millionen Euro“, heißt es dazu in der Mitteilung auf Gehalt.de. „Zum Vergleich: Das von Nicht-Akademiker*innen ist rund eine Millionen Euro niedriger (1,82 Millionen Euro).“ Eine Differenz also von einer Million, ein durchaus beträchtlicher Unterschied.

Allerdings ergeben sich auch innerhalb der Akademiker-Gruppe zum Teil deutliche Gehalts-Unterschiede: „Vergleichen die Analyst*innen die Lebenseinkommen am Karriereende, haben Akademiker*innen mit Masterabschluss insgesamt rund 300.000 Euro mehr verdient als Beschäftigte mit Bachelorabschluss“, teilen die Experten von Gehalt.de anlässlich der Studie auch mit. Masterabsolventen hätten im Alter von 40 Jahren ein Lebenseinkommen von 910.100 Euro angehäuft und damit „an diesem Punkt“ die Bacherabsolventen mit bis dato 894.000 Euro „überholt".

Digitaler Wochenplaner

Wenn Sie öfter Überstunden machen, sollten Sie das im Blick behalten. Praktisch fürs Büro ist zum Beispiel ein digitaler Wochenplaner (werblicher Link).

Lesen Sie zudem: In diesen Berufen drohen die meisten Überstunden - wie sieht es in Ihrer Branche aus?

Gehalts-Studie: Studienabschluss nicht unbedingt entscheidend

Aber auch Beschäftigte ohne akademischen Abschluss können „ein hohes Gehalt“ beziehen, wie Gehalt.de zu der Studie weiter mitteilt – beispielsweise, wenn sie Führungsverantwortung übernehmen. Zum Beispiel als Leiterin oder Leiter in der Logisitik: „Sie erhalten bis zu Karriereende 3,9 Millionen Euro“, berichtet das Portal. „Auch Key-Account Manager*innen kommen mit 3,1 Millionen Euro auf ein lukratives Lebenseinkommen“, so die Experten. „Im Gegensatz dazu erhalten Erzieher*innen mit rund 1,6 Millionen Euro vergleichsweise wenig.“

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Große Gehaltsunterschiede je nach Berufsbranche

Auch zwischen den Branchen unterscheiden sich die Gehälter deutlich: „Die Einkommen in Hotels und in der Gastronomie sind beispielsweise traditionell niedrig“, berichtet das Portal – sie lägen rund 14 Prozent unter dem Durchschnitt in Deutschland. „Berufseinsteiger*innen erhalten hier rund 26.000 Euro im Jahr. Am Ende ihres Berufslebens haben sie dann rund 1,3 Millionen Euro verdient.“

Deutlich mehr beziehen demnach Beschäftigte in der Automobilbranche: „Beschäftigte beziehen ein Einstiegsgehalt von 40.800 Euro im Jahr. Schon im Alter von 45 Jahren haben sie mehr angesammelt als Beschäftigte in Hotels und Gaststätten zu Karriereende.“ Und: „Zu Renteneintritt steht eine Summe von rund drei Millionen Euro.“ In der IT seien es rund 2,9 Millionen Euro.

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Experten: Weiterbildung macht sich bei Gehalt bezahlt

Wie steht es mit der Weiterbildung? Beschäftigte hätten viele Möglichkeiten, ihr Lebenseinkommen „aktiv zu beeinflussen“, schreibt das Portal. „Wer sich weiterbilden möchte – sei es beispielsweise durch einen Meistertitel oder einen akademischen Abschluss – sollte sich nicht allzu sehr davor scheuen, die Karriere zu ‚unterbrechen‘, so der Rat der Experten. In den meisten Fällen zahle sich die Mühe aus. Klar spielt zum Beispiel auch das Alter und die Anzahl der Berufsjahre beim Gehalt eine Rolle. Mehr zu der Studie erfahren Interessierte hier.

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Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
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Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
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Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
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Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
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Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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