Bewerbung

Eine Sache verschweigen viele im Lebenslauf - obwohl sie wichtig ist

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Wie tickt der Bewerber? Das wollen viele Personaler anhand dieses Details herausfinden.

Ein ordentliches Foto, die wichtigsten Jobs - und dann fehlt bei vielen ein winziges Detail im Lebenslauf. Doch genau das kann für Personaler entscheidend sein.

"Wer ist dieser Mensch, der sich auf unsere Stelle bewirbt? " Genau das fragen sich viele HR-Mitarbeiter, wenn sie den Lebenslauf eines Bewerbers in Händen halten. Klar, das Bewerbungsfoto kann schon einmal ein Hinweis sein, auch die Branchen, in der der Kandidat bisher gearbeitet hat. Doch ein Detail vermittelt noch ein besseres Bild von der Persönlichkeit: die Hobbys.

Bewerbung: Hobbys gehören nach wie vor in den Lebenslauf

Hobbys? Viele Bewerber denken, dass ihre Freizeitbeschäftigung zweitrangig ist und lassen sie im Lebenslauf lieber weg. Andere wollen Berufliches und Privates sowieso lieber trennen. Doch gerade die Dinge, mit denen sich Bewerber in ihrer Freizeit beschäftigen, runden das Bild eines Bewerbers ab, wie Karriere-Experte Markus Böhler von der Personalberatung Hartlieb gegenüber der HuffingtonPost bestätigt. 

Rund 82 Prozent aller Personaler wünschen sich sogar ausdrücklich Hobbys im Lebenslauf, wie eine Umfrage des Online-Portals Karrierebibel ergeben hat. 

Lesen Sie auch: 19 Wörter, die in keinem Lebenslauf fehlen sollten

Auf die "richtigen" Hobbys kommt es an

Aber wie so oft, kommt es auf die "richtigen" Hobbys an: "Lesen, Reisen und Kochen alleine so genannt sind langweilig", warnt Böhler. Damit macht man sich seiner Meinung nach eher uninteressant. Außerdem lesen Personaler diese Hobbys jeden Tag. Besser sei es, konkret zu werden und durchaus auch spezielle Hobbys zu nennen. 

Das macht zum einen neugierig - und hat einen noch viel wichtigeren Nebeneffekt: "Besondere Interessen wie beispielsweise japanische Krimis aus dem 19. Jahrhundertmerkt sich jeder", so Böhler. Und "nicht zuletzt hat man ein bisschen Futter für Small Talk bei Begrüßung und Verabschiedung".

Hobby ist also nicht gleich Hobby: Welche Freizeitbeschäftigungen unbedingt in den Lebenslauf gehören, und welche Sie besser weglassen sollten, erfahren Sie hier.

Außerdem: Die zehn größten Irrtümer bei der Bewerbung.

Video: Diesen Fehler macht fast jeder Bewerber

Von Andrea Stettner/ Video: Glomex

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: 
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:  © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. 
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.  © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design. 
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.  © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. 
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.  © pexels

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