Burnout-Gefahr: Wochenend-Arbeit nimmt zu

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Fast jeder zweite arbeitet am Wochenende.

Berlin - Ständig, regelmäßig oder gelegentlich: Fast jeder zweite Arbeitnehmer arbeitet auch an Wochenenden. Die Linke kritisiert, dass das vemehrt zu Burnout führen kann.

46,9 Prozent der Arbeitnehmer hat auch mal am Wochenende Dienst. Ebenso viele arbeiten in den Abend- und Nachtstunden beziehungsweise in Wechselschichten. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion Die Linke hervor, über die der Bundestagspressedienst am Montag berichtete.

Insgesamt 36 Prozent der Erwerbstätigen konnten 2010 laut Antwort Einfluss auf ihre Arbeitszeitgestaltung nehmen. In starren Arbeitszeiten arbeiteten 58 Prozent der abhängig Beschäftigten. Weitere 24 Prozent konnten ihre Arbeitszeit mit Hilfe eines Arbeitszeitkontos weitgehend flexibel einrichten.

Erschöpfte Promis: Sie litten unter Burnout

Pop-Sängerin Mariah Carey ließ sich im Sommer 2001 in eine Klinik einweisen. Der Grund: Bodenlose Erschöpfung. © dpa
Bruce Darnell hat viele schöne Momente erlebt - hier ist er bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" 2010 für die Casting-Show "Das Supertalent" zu sehen. Aber auch Darnell hat unter Erschöpfungszuständen gelitten. © dpa
Burnout-Syndrom
Ralf Rangnick leidet unter einem Erschöpfungssyndrom. © dpa
Die Schlagersängerin Michelle, Ex-Freundin von Matthias Reim, litt unter Burnout. © dpa
Die Professorin Miriam Meckel (rechts), hier mir ihrer Lebensgefährtin Anne Will, hat ein Buch über ihr Burnout-Leiden geschrieben. © dpa
Auch der Schweizer Pop-Star Patrick Nuo litt an der Erkrankung. "Ich fühlte mich ausgebrannt und kam an einen Punkt, an dem ich körperlich und geistig an meine Grenzen stieß", sagte er einmal über die Zeit. © dpa
TV-Coach Tim Mälzer konnte nach eigenen Angaben einen Burnout durch einen Coach noch verhindern. © dpa
Die Popband Rosenstolz sagte 2009 viele Termine ab, weil ihr Sänger und Komponist Peter Plate am Burnout-Syndrom erkrankt war. © dpa
Sebastian Deisler: Nach einem Klinikaufenthalt im Herbst 2003 hieß es über den Profi-Fußballer, er sei depressiv und ausgebrannt. 2007 beendete er seine Karriere. © dpa
Sven Hannawald hat das Ende seiner Skisprung-Karriere öffentlich mit einem Burnout-Syndrom begründet. © dpa

In ihrer Anfrage hatte die Fraktion Die Linke über mangelnden Ausgleich von Berufs- und Privatleben durch flexible Arbeitszeiten geklagt, was auch zu gesundheitliche Folgeschäden führen könne. In der Antwort betont die Bundesregierung, dass ihr keine Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen einer Zunahme von Burnout-Syndromen und flexiblen Arbeitszeiten vorlägen.

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