Pech bei der Jobsuche

Bewerbung: Darum bekommen Sie ständig keinen Job

Zwei Personen geben sich die Hand.
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Sie haben nach Hunderten von Bewerbungen endlich einen Job bekommen? Darum könnten Sie zuvor abgelehnt worden sein.

Sie haben schon gefühlt Hunderte von Bewerbungen geschrieben und bekommen ständig keinen Job? Folgende Gründe könnten dahinterstecken.

  • Viele Menschen müssen nur wenige Bewerbungen* schicken, bis sie einen Job bekommen.
  • Andere hingegen versenden tagtäglich mehrmals ihre Unterlagen und schaffen es kaum bis zum Bewerbungsgespräch.
  • Folgende Punkte könnten die Gründe für erfolglose Bewerbungsversuche sein.

Wer unbedingt seinen alten Job kündigen möchte, hat nicht selten eine schwierige Phase vor sich: Bevor die Kündigung eingereicht wird, muss erst einmal ein neuer Job gefunden werden. Bei der Suche nach einer neuen Stelle wiederum haben viele Menschen wesentlich mehr Glück als andere. Insbesondere in beliebten Branchen braucht es oft mehrere Anläufe, bis endlich eine Zusage kommt.

Doch woran liegt es konkret, dass manche Menschen scheinbar durchwegs abgelehnt werden? Folgende Gründe könnten damit zusammenhängen:

1. Niemals schlecht vorbereitet in ein Vorstellungsgespräch gehen

Hierbei handelt es sich um einen klassischen und altbekannten Fehler, den viele deshalb ohnehin schon vermeiden: Gehen Sie niemals unvorbereitet in ein Bewerbungsgespräch. Konkret bedeutet das, sich vorher ausreichend über das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, zu erkundigen und am besten auch schon darüber Bescheid zu wissen, was Ihre Aufgaben im jeweiligen Job sein werden. In den meisten Fällen informieren Sie die Personaler im Rahmen des Gesprächs zwar noch einmal ausführlich über die ausgeschriebene Arbeitsstelle. Nichtsdestotrotz wirkt es unprofessionell und desinteressiert, wenn Sie sich anmerken lassen, dass Sie sich nicht ausreichend informiert haben.

Vorbereitung gilt übrigens auch in Bezug auf das Anschreiben: Anhand des Textes können Personaler ebenfalls häufig erkennen, ob Sie sich mit einer offenen Stelle vertraut gemacht haben oder nicht.

2. Zu viele Bewerber wollen den gleichen Job

Manche Stellen sind begehrter als andere. Erkundigen Sie sich also vorher schon, wie beliebt Ihre Wunsch-Branche ist. Sollten Sie sich dann auf Stellen bewerben, auf die Hunderte weitere Arbeitssuchende spekulieren, sind Sie weniger enttäuscht und überrascht, falls es mehrmals nicht klappt. Und meist können Sie auch in Bezug auf eine andere Sache beruhigt sein: Wenn Sie eine beliebte Stelle nicht bekommen, hat es sehr wahrscheinlich nichts mit Ihrem Charakter oder Ihren Qualifikationen zu tun.

Lesen Sie auch: Bewerbung - An diesem Tag sollten Sie Ihren Lebenslauf niemals verschicken.

3. Lästereien und zu private Informationen sind im Bewerbungsgespräch tabu

Es gibt Branchen und Unternehmen, in denen ein lockererer Umgangston an der Tagesordnung steht. Lassen Sie sich aber dennoch nicht dazu hinreißen, beim Bewerbungsgespräch zu viele private und unangebrachte Informationen preiszugeben. Sie sind meist auf der sichereren Seite, wenn Sie zunächst Ihre Professionalität wahren - auch wenn Ihnen ein potentieller Arbeitgeber sofort schon das Du anbietet.

Ein weiteres großes Tabu: Lästern Sie nicht über Ihren ehemaligen Arbeitgeber oder finden Sie einen eleganten Weg, um über Misstände in Ihrem ehemaligen Unternehmen zu sprechen.

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Mehr erfahren: Bewerbung: Verschicken Sie Ihre Unterlagen immer um diese Uhrzeit - Ihre Erfolgschancen steigen.

4. Vermeiden Sie Lügen und Übertreibungen im Bewerbungsgespräch

Ja, es gibt manche Fragen in Bewerbungsgesprächen, die man bedenkenlos mit einer Lüge beantworten kann. Trotzdem sollten Sie davon absehen, falls es abzusehen ist, dass ein Personaler Sie auf frischer Tat ertappt.

Übertreibungen in Bezug auf Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen sind ebenfalls ein No-Go. Eventuell ergattern Sie dadurch zwar einen Job, doch spätestens in der Probezeit dürfte sich herausstellen, dass Sie etwas geflunkert haben.

Auch interessant: Bewerbung - Mit diesen Fehlern auf dem Deckblatt könnten Sie sich blamieren.

5. Sie sind zu über- oder unterqualifiziert für einen Job

Wie Stern darauf hinweist, werden viele Bewerber auch abgelehnt, falls sie zu über- oder unterqualifiziert sind. Erkundigen Sie sich also vorher genau, ob Ihr Können und Wissen allen Anforderungen entspricht.

Sollten Sie viele Qualifikationen mitbringen, macht es ebenfalls Sinn, sich eine Stellenanzeige genau durchzulesen. Werden beispielsweise Personen mit einem geringeren Schulabschluss gesucht, könnten Personaler diese bevorzugen, da ein Unternehmen dann auch weniger Gehalt zahlen muss.

Video: Bewerbungsgespräch - Mit diesen Tipps kann nichts schief gehen

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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