Zahncremes bei Stiftung Warentest

Sie nutzen diese teure Zahnpasta? Stiftung Warentest rät allerdings eindringlich davon ab

Stiftung Warentest hat 115 Zahncremes getestet, darunter auch Pasten, die die Zähne heller machen sollen. Zählt Ihre Zahnpasta zu den Testsiegern oder -verlierern?

  • Zähneputzen sollte zur morgendlichen und abendlichen Routine im Badezimmer gehören. Zahnbürste, Zahnseide und Zahncreme helfen dabei, den Mundraum gesund zu halten.
  • Doch in Hinblick auf die Zahnpasta gibt es große Unterschiede in Hinblick auf die Wirksamkeit*.
  • Die Stiftung Warentest als staatlich geförderte Verbraucherorganisation prüft Zahncremes seit 2013, die getesteten Pasten summieren sich mittlerweile auf 115 Produkte. Haben sich Rezepturen verändert, testet die Stiftung nach oder entfernt die Produkte aus ihrer Daten­bank. Die aktuellen Testsieger finden Sie hier!

Sie stehen auch regelmäßig vor dem Zahnpasta-Regal im Drogeriemarkt und sind regelrecht überfordert? Damit sind Sie nicht alleine: Die Hersteller überbieten sich mit immer neuen Produkten, die mal weißere Zähne, gesundes Zahnfleisch, schonende Reinigung für schmerzempfindliche Zähne oder natürliche Pflege ohne künstliche Zusätze versprechen. Im Zahnpasta-Test der Stiftung Warentest haben Sachverständige nicht nur die Inhaltsstoffe geprüft: Auch der Zahnschmelz-Abrieb, der Effekt von Weißmachern auf Verfärbungen und die Kariesprophylaxe durch Fluorid flossen in die Bewertung mit ein.

Beste Zahncreme: Die Zahnpasta-Testsieger bei Stiftung Warentest

Getestet wurden Zahn­pasten mit Weiß­aus­lo­bung, Uni­ver­sal- und Sensitiv-Zahnpasten, wobei folgende Produkte von der Stiftung Warentest uneingeschränkt empfohlen werden:

  • Rundumschutz Zahncreme mit Fluorid von Logodent – Qualitätsurteil „Sehr gut“ (1,4)
  • Polar Punch von Dental Delight – Qualitätsurteil „Sehr gut“ (1,2)
  • Eurodont Kräuter 3-fach-Vorsorge von Aldi Süd – Qualitätsurteil „Sehr gut“ (1,3)
  • 3D White Luxe Glamorous White von Blend-a-med – Qualitätsurteil „Sehr gut“ (1,1)
  • White Now von Signal – Qualitätsurteil „Sehr gut“ (1,1)

Lesen Sie auch: Ohne oder mit Fluorid - So gefährlich ist der Inhaltsstoff in Zahnpasta.

Eine neue Zahnbürste muss her?

Die elektrische Zahnbürste Oral-B Genius (werblicher Inhalt) verhilft zu besseren Putzgewohnheiten – als ob der Zahnarzt Sie Schritt für Schritt begleitet! Dank künstlicher Intelligenz wird kein Bereich im Mund vergessen und die visuelle Andruckkontrolle leuchtet auf, wenn Sie zu viel Druck ausüben.

Diese Zahnpasten schneiden mit „Mangelhaft“ ab – ein Produkt kostet stolze elf Euro

Nur weil etwas viel kostet, muss es nicht immer sinnvoll und wirkungsvoll sein. So verhält es sich auch mit der „Zahncreme mit Dreikönigs-Gaben“ der Marke Droste-Laux. Sie zählt mit elf Euro pro Tube (mittlerer Ladenpreis) zu den teuren Zahnpasten auf dem Markt – und kann im Test nicht überzeugen. Zwar bekommt sie in der Kategorie „Entfernung von Verfärbungen“ die Note 2,1, doch vor Karies schützt die Paste kaum, weshalb die Gesamtbewertung mit der Gesamtnote 5,0 schlecht ausfällt. Und auch folgende Produkte konnten Stiftung Warentest nicht überzeugen:

  • Minze Zahncreme forte von Dr. Hauschka – Qualitätsurteil „Mangelhaft“ (5,0)
  • Zahncreme mit Schwarzkümmel von Eco Cosmetics – Qualitätsurteil „Mangelhaft“ (5,0)
  • Ayurvedische Zahncreme von Himalaya – Qualitätsurteil „Mangelhaft“ (5,0)

Details zu den Testergebnissen und mehr Bewertungen können Sie auf den Seiten der Stiftung Warentest einsehen. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Umfrage zum Thema

Weiterlesen: Belegte Zunge? Wann Sie sich deshalb Sorgen machen sollten.

Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein. © picture alliance / dpa
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen.
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

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