Stiftung Warentest

Schimmel und Allergie: Lassen Sie die Finger von gemahlenen Nüssen!

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Besser so und nicht gemahlen: Ganze Nüsse sind in aller Regel frei von Schadstoffen und Spuren anderer Nüsse.

Was Tester in gemahlenen Nüssen gefunden haben, klingt wenig appetitlich. Sie sind teils mit Schadstoffen wie Schimmelpilze belastet. Das sind die Alternativen.

Berlin - Nüsse sollten Verbraucher am besten als ganze Kerne kaufen - und nicht gemahlen. Denn zum Beispiel gemahlene Haselnüsse können kleine Mengen von Schadstoffen enthalten. Bei ganzen Hasel- oder Walnusskernen ist das dagegen fast nie ein Problem.

Giftige Rückstände in vielen Proben

Sechs von neun gemahlenen Haselnüssen waren bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest zwar schadstoffbelastet, vor allem mit den giftigen Rückständen von Schimmelpilzen - allerdings nur in geringem Ausmaß. Das zeigt der Test von insgesamt 25 Nussprodukten ("test", Ausgabe 11/2017).

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Allergiker aufgepasst

Außerdem fanden die Tester in fast allen Packungen mit gemahlenen Haselnüssen auch Spuren anderer Nüsse wie Mandel oder Cashew. Über 0,2 Prozent lag deren Anteil zwar nie, Allergiker können den Angaben nach aber auch auf solche Mengen reagieren.

Ungemahlene Walnusskerne kosten den Angaben nach zwischen 1 und 3,30 Euro pro 100 Gramm, Bioprodukte sind dabei mehr als doppelt so teuer wie die Eigenmarken der Discounter und Supermärkte. Bei den getesteten Haselnusskernen ist die Preisspanne nicht ganz so groß: Sie gibt es für 1,15 bis 2,50 Euro pro 100 Gramm.

dpa

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Erst Topf, dann Tod: Finger weg von diesen Pilzen!

Der Runzelige Glockenschüppling enthält das Gift Amanitin, das auch im Knollenblätterpilz vorkommt. Kleine Kinder sollten nach Verzehr sofort in die Klinik!
Der Runzelige Glockenschüppling enthält das Gift Amanitin, das auch im Knollenblätterpilz vorkommt. Kleine Kinder sollten nach Verzehr sofort in die Klinik! © TaxoNerd (Taxo) (mushroomobserver.org)
Der Knollenblätterpilz verursacht schon bei Kostproben Leberschäden.
Der Knollenblätterpilz verursacht schon bei Kostproben Leberschäden. © picture alliance / Bernd Wüstnec
Das Gift des Orangefuchsigen Raukopf wirkt auf Nieren und Leber zellzerstörend.
Das Gift des Orangefuchsigen Raukopf wirkt auf Nieren und Leber zellzerstörend. © Andreas Kunze CC BY-SA 3.0
Der Grünling wurde früher gegessen, löst aber eine Muskelzersetzung. Todesfälle sind aus Polen und Frankreich bekannt.
Der Grünling wurde früher gegessen, löst aber eine Muskelzersetzung. Todesfälle sind aus Polen und Frankreich bekannt. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Die Giftintensität des Gifthäubling entspricht etwa 35 % der des Grünen Knollenblätterpilzes, d.h. schon zwölf kleine Exemplare können tödlich sein.
Die Giftintensität des Gifthäubling entspricht etwa 35 % der des Grünen Knollenblätterpilzes, d.h. schon zwölf kleine Exemplare können tödlich sein. © CC BY-SA 3.0
Der Gelbblättrige Schirmling enthält das Gift Amanitin, das auch im Knollenblätterpilz vorkommt. Er ist schon bei Kostproben organschädigend.
Der Gelbblättrige Schirmling enthält das Gift Amanitin, das auch im Knollenblätterpilz vorkommt. Er ist schon bei Kostproben organschädigend. © Jonathan M (mushroomobserver.org) CC BY-SA
Der ungestielte Ohrförmiger Seitling (Engelsflügel)soll in Japan schon mehrfach zu Todesfällen geführt haben. Besonders ältere Menschen mit Nierenschäden und Dialyse-Behandlung sind gefährdet.
Der ungestielte Ohrförmiger Seitling (Engelsflügel) soll in Japan schon mehrfach zu Todesfällen geführt haben. Besonders ältere Menschen mit Nierenschäden und Dialyse-Behandlung sind gefährdet. © walt sturgeon (Mycowalt) (mushroomobserver.org)
Der Kahle Krempling ist roh extrem giftig. Er führt zu Magen-Darm-Beschwerden, Benommenheit, Nierenschädigungen und kann Sie auf die Intensivstation bringen.
Der Kahle Krempling ist roh extrem giftig. Er führt zu Magen-Darm-Beschwerden, Benommenheit, Nierenschädigungen und kann Sie auf die Intensivstation bringen. © Strobilomyces CC BY-SA 3.0
Lorcheln werden fälschlicherweise für essbare Morcheln gehalten. Seine Giftstoffe verflüchtigen sich bei Trocknung und beim Kochen. Es gab aber dennoch schon Organschädigungen und Todesfälle.
Lorcheln werden fälschlicherweise für essbare Morcheln gehalten. Seine Giftstoffe verflüchtigen sich bei Trocknung und beim Kochen. Es gab aber dennoch schon Organschädigungen und Todesfälle. © Toffel CC BY-SA 3.0
Der Spitzschuppiger Schirmling enthält ein Magen-Darm-Gift und kann in Verbindung mit Alkohol lebensbedrohliche Vergiftungen auslösen.
Der Spitzschuppiger Schirmling enthält ein Magen-Darm-Gift und kann in Verbindung mit Alkohol lebensbedrohliche Vergiftungen auslösen. © dpa

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