Krebsforschung

Superzellen gegen Krebs: Diese neue Therapie soll die Tumor-Therapie revolutionieren

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Eine neuartige Therapie verspricht langfristigen Erfolg in der Behandlung von Blutkrebs.

Krebs den Schrecken nehmen: Das wollen Forscher weltweit, indem sie neue Therapien entwickeln. Eine Behandlungsform verspricht besonders viel Erfolg.

Sie ist seit einem Jahr in Deutschland zugelassen: Die CAR-T-Zell-Therapie. Mit dieser Form der Gentherapie kann schwer behandelbarer Blutkrebs erfolgreich therapiert werden. Sie könnte in Zukunft auch bei anderen Krebsarten Anwendung finden. Der Haken: Die CAR-T-Zell-Therapie ist sehr kostspielig - und auch schlimme Nebenwirkungen sind möglich.

CAR-T-Zell-Therapie: Veränderte T-Zellen spüren Krebszellen auf

Tisagenlecleucel und Axicabtagen Ciloleucel heißen die beiden Wirkstoffe, die im August 2018 in Europa zur Krebstherapie bei bestimmten Blutkrebsarten zugelassen wurden. Sie nutzen einen künstlichen Antigen-Rezeptor, der die T-Zellen von Blutkrebs-Patienten verändert. Die T-Zellen haben im Körper die Aufgabe, defekte Körperzellen zu erkennen und zu bekämpfen - mit dem künstlichen Antigen-Rezeptor, den die Medikamente in sie einschleusen, können sie bösartige Krebs-Zellen aufspüren und abtöten. Für normale, nicht genetisch veränderte T-Zellen ist das nicht möglich, weil Krebszellen sich durch ihre Mutation vor ihnen verstecken können.

Video: Kampf gegen den Krebs - Die Lösung steckt in unseren Zellen

Studien zeigten, dass zwei Jahre nach einer CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel oder Axicabtagen Ciloleucel noch 40 bis 60 Prozent der Patienten ohne einen Rückfall lebten. Eine gute Nachricht vor dem Hintergrund, dass Blutkrebs mit einer hohen Rückfallquote verbunden ist.

Mehr zum Thema: Alltags-Medikament tötet Krebszellen ab - wie neue Studie Therapie revolutionieren könnte.

15 qualifizierte Unikliniken führen die Gentherapie in Deutschland durch

Aktuell sind etwa 15 deutsche Universitätskliniken qualifiziert, eine CAR-T-Zell-Therapie durchzuführen. Eine offizielle Liste bereits zertifizierter Zentren gibt es bislang aber nicht. Ansprechpartner sind die behandelnden Onkologen beziehungsweise der Hersteller des entsprechenden CAR-T-Zell-Produkts, wie der Krebsinformationsdienst berichtete.

Eine CAR-T-Zell-Behandlung kostet rund 320.000 Euro. Die Vertragsverhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen laufen noch. Aktuell müssen Krebszentren einen Einzelantrag auf Kostenübernahme bei den gesetzlichen Krankenkassen stellen, die Therapie ist nicht Teil der nationalen Versorgung wie etwa in Großbritannien.

Auch an einer Verbesserung der CAR-T-Zell-Therapie wird gearbeitet, um schwere Nebenwirkungen wie krankhafte Veränderungen des Sprachzentrums im Gehirn, Verwirrtheit oder das Tumorlysesyndrom, das sogar zum Tod führen kann, einzudämmen.

Ob eine CAR-T-Zell-Therapie für Krebspatienten in Frage kommt, können nur die behandelnden Mediziner entscheiden. Diese werden Chancen und Risiken abwägen und eine geeignete Behandlung einleiten.

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jg

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.  © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. 
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.    © pixabay
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.  © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.  © pixabay/jrvalverde

Es geht um Korruption und Betrug in Millionenhöhe mit Krebsmedikamenten. Um Beweise sicherzustellen, sind 420 Polizisten im Einsatz.

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