Risiko

Studie: Parodontitis erhöht das Krebsrisiko von Frauen

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Parodontitis kann für Frauen ein höheres Krebsrisiko bedeuten.

Entzündliche Erkrankungen des Zahnfleischs sind schmerzhaft - und nicht ungefährlich. Denn Parodontitis steht offenbar in Zusammenhang mit Krebsleiden bei Frauen.

Parodontitis ist eine unangenehme und schmerzhafte Angelegenheit. Meist müssen Betroffene sich eine umfangreichen Behandlung unterziehen. Doch damit nicht genug: Forscher der University at Buffalo in den USA wollen herausgefunden haben, dass entzündliche Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisch in Zusammenhang mit einem erhöhten Krebsrisiko bei Frauen stehen.

Krebsrisiko durch Parodontitis erhöht

Im Fachblatt "Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention" der Universität hatten Frauen, die bereits einmal in ihrem Leben an einer Parodontitis oder ähnlichem litten, nach der Menopause ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Die Forscher werteten dazu Daten von rund 65.000 Frauen aus.

Vor allem das Risiko für Speiseröhrenkrebs sei in diesem Zusammenhang 14 Prozent höher als bei Frauen, die bisher nicht unter entzündetem Zahnfleisch litten. Die Vermutung der Forscher für die Ursache: Die Speiseröhre liege nahe an der Mundhöhle. So könnten Krankheitserreger leicht vom Mund zur Schleimhaut der Speiseröhre gelangen. Speiseröhrenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten überhaupt.

Ebenso sei die Gallenblase betroffen. Bereits in frühere Studien sei Gallenblasenkrebs mit chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht worden. Dass die Form von Krebs aber mit entzündlichem Zahnfleisch zusammenhänge, konnten Forscher erst jetzt herausfinden.

Sollten weitere Studie den Zusammenhang bestätigen, wäre das ein großer Schritt zur Prävention von Speiseröhren- und Gallenblasenkrebs, wie es heißt.

Auch interessant: Rauchen begünstigt Zahnfleischentzündungen.

sca

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel Das Gebiss eines Erwachsenen besteht aus 32 Zähnen. Jeder besteht aus der Krone, dem Hals und einer Wurzel, die fest im Knochen eingewachsen ist. Das Zahnfleisch wächst in den Zahn und bildet eine Bakterienbremse. © obs/blend-a-med
Von Mark bis Schmelz Von innen nach außen gibt es folgende Schichten: das von Gefäßen und Nerven durchzogene Mark, das Zahnbein und den Schmelz aus Hydroxylapatit und Fluorid als Schutzschild. © obs
Knochen Der Kieferknochen dient als Verankerung für die Zähne, er bleibt nur unter ständigem Druck stabil. Fehlt der Druck, weil ein Zahn ausgefallen ist, baut sich die Knochensubstanz ab. © obs
Jedes Jahr gehen in Deutschland 14 Millionen Zähne verloren. Zahnkiller Nummer eins ist die Paradontitis. Die Zahnfleischentzündung hat Karies vom ersten Platz verdrängt. © Obs/Oral B
Zahnerkrankungen: Karies ist die häufigste Infektionskrankheit des Menschen, nur ein Prozent der Erwachsenen ist kariesfrei. Die Beläge auf den Zähnen produzieren mit dem Zucker aus der Nahrung Säuren, die in den Zahnschmelz eindringen und ihn auflösen. © obs
Pardontitis Die Parodontitis ist eine schwere Entzündung des Zahnfleisches, bei der sich das Gewebe zurückbildet und den Zahnhals nicht mehr fest umschließt. Sie ist die Hauptursache für Zahnverlust. © obs
Plaque & Zahnstein Zahnbelag (Plaque) ist eine bakterielle Ablagerung auf den Zähnen. Bildet er als Kruste eine Verbindung mit dem Zahn, wird er zu Zahnstein. Dieser bakterielle Biofilm muss sorgfältig entfernt werden. © dpa
Implantat: Zahn sitzt auf einer Schraube im Knochen © obs/proDent e.V.

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