Bäcker-Tradition

Störende Marke: Wie kommt das Etikett aufs Brot?

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Brotmarken haben in Deutschland Tradition. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Brotmarken haben in Deutschland besonders in Biobäckereien Tradition. In die Brotkruste eingebacken, geben sie dem Kunden Auskunft über die Sorte.

Berlin (dpa/tmn) - Auf dem frischen Brot vom Bäcker klebt oft ein hartnäckiges Etikett. Dagegen hilft nur ein Messer, das Papier scheint eingebacken. Die frische Kruste landet im Müll. Aber warum klebt es so fest?

Das Etikett heißt Brotmarke und hat seit vielen Jahren Tradition, sagt Bäckermeisterin Christa Lutum aus Berlin. Die Brotmarke wird auf den Teig gelegt, solange er noch weich ist. Während der Teigling gart, wird die Oberfläche immer feuchter. So klebt die Brotmarke fest.

Dagegen hilft nur eins: wegschneiden, denn mitessen kann man sie nicht. Es gibt zwar auch Bäcker, die Brotmarken aus Esspapier verwenden - das ist allerdings selten.

"Durch die Brotmarke können die Kunden die Brote voneinander unterscheiden - zum Beispiel ein Vierkornbrot vom Sechskornbrot", erklärt Lutum. Darum wird sie bis heute von vielen Biobäckern genutzt.

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