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Eltern warnen

Stirn-Kuss bringt einjähriges Mädchen fast um - dieser schaurige Grund steckt dahinter

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Ein harmloser Kuss kann für Babys schwerwiegende Folgen haben.

Sie wurde auf die Stirn geküsst - und musste danach vier Tage in der Klinik um ihr Leben kämpfen: Eine Einjährige aus Großbritannien wäre fast an diesem weit verbreiteten Virus gestorben.

Der Alptraum eines jeden Elternpaares: Das eigene Kind muss in der Klinik wegen einer gefährlichen Krankheit behandelt werden. Brogan Thomas und Connor Merritt aus dem britischen Darlington haben genau das erlebt - wegen einer an sich harmlosen Geste der Zuneigung. Als die einjährige Kaylah Merritt nicht mehr aufhörte zu weinen und Hautausschläge bekam, brachten ihre Eltern sie ins Krankenhaus.

Bereits ein Herpes-Kuss kann für Neugeborene tödlich enden

Dort angekommen, wurde schnell klar, an was das kleine Mädchen litt: Die violetten Hautausschläge am ganzen Körper und die Schmerzen, die das kleine Mädchen hatte, führten die behandelnden Ärzte auf eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus zurück. Das Verblüffende: Schätzungen zufolge sind zwei von drei Menschen mit Herpesviren infiziert. Viele bemerken dies aber nicht, weil sie wegen eines intakten Immunsystems keine Symptome an sich bemerken. Die kleine Kaylah entwickelte aber eine lebensgefährliche Reaktion auf das Virus, weil ihr Immunsystem noch nicht voll ausgebildet war.

Die Vermutung der Mediziner: Ein Kuss von einem mit Herpesviren infizierten Angehörigen ließ Kaylah erkranken. Die Eltern des kleinen Mädchens warnen jetzt im britischen News-Portal Daily Mail davor, kleine Kinder ins Gesicht zu küssen. "Ich möchte, dass andere Eltern wissen, dass sie nicht körperlich krank sein müssen, um einem Baby zu schaden – sie können Träger des Virus sein, ohne es zu merken", so die Mutter der Einjährigen. Bereits ein Kuss kann für Babys tödlich enden, wenn sie dadurch mit Herpes infiziert werden.

Mittlerweile ist Kaylah Merritt stabil, sie wurde nach vier Tagen aus dem Krankenhaus entlassen. Doch ganz auf dem Damm ist das Kleinkind noch nicht. Einen Monat nach der Entlassung muss sie immer noch täglich Medikamente nehmen.

Mehr Herpes-Fälle: Frau hat seltsame Augeninfektion - Ärzte entdecken Erstaunliches.

Was ist Herpes?

Herpes ist eine Virusinfektion, die durch Herpes-simplex-Viren hervorgerufen wird. Erwachsene, die infiziert sind, merken oft gar nichts davon, weil ein Ausbruch einer Infektion in den meisten Fällen durch ein intaktes Immunsystem unterdrückt wird. Herpes wie Lippen-Herpes bricht oft dann aus, wenn Stress oder ein Infekt die Abwehr schwächt.

Babys können sich nicht nur durch ein Bussi von Erwachsenen anstecken, sondern auch durch die Mutter selbst. Wenn diese innerhalb der letzten Schwangerschaftswochen zum ersten Mal Genitalherpes hatte, ist das Risiko gegeben, dass sich das Baby ansteckt.

Bei Erwachsenen hilft es oftmals bereits, die Infektion einfach auszusitzen. Antivirale Medikamente kommen meist nur in schwerwiegenden Fällen zum Einsatz. Bei Babys dagegen muss immer schleunigst ein Arzt aufgesucht werden.

Mehr zum Thema: Wie gefährlich ist Herpes - und was kann ich dagegen tun?

Weiterlesen: Norddeutschland in Gefahr - dieser gefährliche Virus breitet sich jetzt aus.

jg

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. 
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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