Sport treiben und Beine hochlegen:

So beugen Sie Krampfadern wirklich vor

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Viel Bewegung hilft gegen Krampfadern.

Krampfadern werden nicht nur als kosmetischer Makel wahrgenommen, sondern sie bereiten auch Probleme. Doch was kann man gegen die geweiteten Venen tun?

Baierbrunn - Wer seine Beinmuskulatur viel benutzt, kann der Entstehung von Krampfadern ein Stück weit vorbeugen. Darauf weist die Zeitschrift "Apotheken Umschau" (Ausgabe 8B/2017) hin.

Sport treiben und öfters Beine hochlegen gegen Krampfadern

Die Wadenmuskulatur hilft, den Rückfluss des Blutes aus den Beinen in Richtung Herz anzuregen. Auch die Beine hochzulegen, entlastet demnach die Gefäße. Nicht umsonst sind die Beine bei Betroffenen morgens in der Regel am wenigsten geschwollen.

Bei Menschen, die aufgrund einer Erbanlage zu Krampfadern neigen, lässt sich deren Entstehung allerdings bestenfalls hinauszögern. Irgendwann zeichnen sich dann doch bläuliche Gefäße unter der Haut ab.

Krampfadern: So entstehen sie

Krampfadern entstehen, wenn die Venenklappen, die eigentlich verhindern, dass Blut in den Beinen versackt, nicht mehr richtig arbeiten und sich die Venen selbst ausdehnen.

Wie genau der Schaden an den Klappen mit der Ausdehnung der Venen zusammenhängt, wissen Ärzte noch nicht genau.

Beides führt dazu, dass das Blut nicht mehr in ausreichendem Maß zurück zum Herzen befördert wird. Meist entstehen Krampfadern in den Waden.

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dpa

Krampfadern: Das sollten Sie wissen

Krampfadern
Makellose Beine sind ein Traum jeder Frau. Wer will schon blaue Stellen. Doch bei Frauen und auch bei Männern verändern sich im Laufe des Lebens die Venen. Krampfadern (Varizen) können entstehen.  © obs medi GmbH & Co.KG
Venenschwäche
Bewegungsmangel, Übergewicht und "Stehberufe" begünstigen die Entwicklung von Krampfadern. Für die Venenklappe in den Beinen ist das nämlich Schwerstarbeit. Kleine bläuliche Besenreiser unter der Haut sind erste Anzeichen einer Venenschwäche. © BGW
Die Beine fühlen sich schwer an, sind angeschwollen, kribbeln oder jucken, Wadenkrämpfe stören den Schlaf. Diese Symptome treten auf, wenn sich das Blut in den Beinen staut, weil die Venen mit dem Rücktransport zum Herzen überlastet sind. © obs Junge Hansa
Schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, versackt das Blut in den Beinen. Die Folge: Die Venen leiern aus, es kommt zu Krampfadern. © obs medi Bayreuth
Flugreisen sind für Menschen mit Venenerkrankungen problematisch. Durch langes Sitzen mit angewinkelten Beinen wird der Blutfluss in den Venen langsamer. Es lauert die Gefahr einer Venenentzündung oder Thrombose. Die schwerste Komplikation bei einer tiefen Beinvenenthrombose ist die Lungenembolie. © obs
Wer lange sitzt sollte jede halbe Stunde die Füße im Fußgelenk zehnmal auf und ab bewegt und im Kreis gedreht werden. Außerdem raten Experten möglichst oft aufzustehen, umherzugehen und Kompressionsstrümpfe zu tragen.  © obs medi Bayr euth
Medizinische Kompressionsstrümpfe verringern den Durchmesser der Beinvenen. Die innenliegenden Venenklappen schließen wieder, das Blut fließt besser und schneller zum Herzen. © obs medi GmbH
Bei Venenleiden, wie schweren, müden Beinen, Krampfadern oder nach einer Thrombose, sind medizinische Kompressionsstrümpfe die Basistherapie. © obs mediven
Je nachdem wie weit stark die Krampfadern sind, können sie operativ behandelt werden: Veröden, Verschweißen oder Ziehen sind mögliche Therapien. Beim Veröden wird ein Wirkstoff direkt in die Vene gespritzt. Sie entzündet sich, verschließt sich und wird vom Körper abgebaut. © dpa
Beim Verschweißen wird eine Spezialfaser in die Vene eingeführt und per Radiowellen oder per Laserstrahlen erwärmt. Sie sterben ab und werden innerhalb von einigen Monaten abgebaut. Allerdings muss der Patient die Behandlung selbst bezahlen. Pro Stammvene kostet das rund 1300 Euro. © obs
Als beste und älteste Methode, Krampfadern beizukommen, gilt das Venenstripping. Dabei werden die kranken Venen minimalinvasiv und bei örtlicher Betäubung aus dem Bein gezogen. Welches Verfahren besten geeignet ist sollten Sie mit einem Facharzt für Venenleiden, dem Phlebologen, abklären. © obs
Tanzen, Laufen, Beine hochlegen - alles was den Abfluss in den Venen fördert, ist gut für die Beine. © dpa
Kneipp-Bund e.V.
Kalte Wassergüsse beschleunigen den Blutfluss in den Venen und regen den Kreislauf an. Regelmäßige Fußbäder fördern das Wohlbefinden, härten ab und können Krampfadern vorbeugen. © Kneipp-Bund e.V.

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